Themenüberblick

Gesamtweltcup offiziell kein Thema

Stefan Kraft und Michael Hayböck haben eine Medaillen bei der Skiflug-WM auf dem Kulm als großes Ziel ausgegeben. Gregor Schlierenzauer macht sich hingegen in seiner zehnten Weltcup-Saison vor allem Gedanken über die Konstanz.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

„Ich glaube, das ist einfach das Größte, was man als Athlet erreichen kann“, sagte der 25-Jährige beim Start in seine Jubiläumssaison, die ihn ganz besonders freut. „Es ist in erster Linie natürlich einmal ein Riesenprivileg. Zehn Jahre Weltcup ist schon etwas Besonderes, das hat nicht jeder. Ich freue mich wirklich, wenn es jetzt losgeht“, sagte der Tiroler im APA-Gespräch.

Streben nach Konstanz

In Sachen Zielsetzung für die Saisonhöhepunkte Vierschanzentournee und Skiflug-Weltmeisterschaften auf dem Kulm will sich der insgesamt zehnfache Weltmeister und 53-fache Weltcup-Sieger auf nichts festlegen. „Wenn ich etwas hervorheben will: Mein großes Ziel ist einfach die Konstanz. Von Anfang bis zum Schluss eine gewisse Topkonstanz zu haben, das wäre natürlich der Idealfall, und dem strebe ich nach“, sagte Schlierenzauer und ergänzte: „Wie dann der Bewerb heißt, ist eigentlich egal, natürlich ist es bei der Vierschanzentournee und speziell zu Hause umso schöner. Im Idealfall wäre es super, wenn man Anfang Jänner, Mitte Jänner in Topform wäre.“

Gregor Schlierenzauer

APA/EPA/Fredrik von Erichsen

Schlierenzauer möchte auch heuer wieder hoch hinaus

Mit der Vorbereitung war der 25-Jährige zufrieden. „Der Sommer war sehr intensiv - von den Vorbereitungen her teilweise sehr gut, teilweise noch nicht ganz am Punkt, aber ich denke, es ist super, wenn es einmal losgeht, und man dann einmal im Rhythmus drinnen ist.“

Schlierenzauer richtet den Blick aber auch noch weiter voraus: 2019 gibt es mit der Nordischen WM in Seefeld eine weitere Medaillenvergabe in Österreich: „Ich habe natürlich ein Fernziel, und die Vision ist natürlich 2019, das muss ich mir auch setzen. Aber es kann im Sport immer so schnell alles passieren, man muss in erster Linie einmal gesund bleiben und verletzungsfrei.“

Weltcup-Programm Klingenthal

Samstag: Team-Springen (16.15 Uhr, live in ORF eins)
Sonntag: Einzel-Springen (14.00 Uhr, live in ORF eins)
ÖSV-Kader: Stefan Kraft, Michael Hayböck, Gregor Schlierenzauer, Manuel Fettner, Andreas Kofler

Kraft trainiert Kraft

Stefan Kraft hat als Tournee-Sieger und mit einem langen Kampf um den Gesamtweltcup-Sieg bis fast zum Schluss eine sensationelle Saison hingelegt. Ob die Erwartungen nun dementsprechend gestiegen sind? „Das ist schon eine Situation, die entwickelt sich über den ganzen Winter hin. Es ist ein Privileg, wenn man da einmal ganz vorne mitmischen darf, das muss einfach passieren. Natürlich habe ich mich so vorbereitet, dass ich die ganze Saison topfit bin, und habe viel Kraft trainiert, weil die Saisonen immer länger und zäher werden.“

Sein großes Ziel für 2015/16 ist glasklar: „Ja, die Skiflug-WM natürlich. Eine Großveranstaltung im Heimatland ist immer etwas Geniales. Da vielleicht eine Medaille mitzunehmen, das wäre ein großes Ziel, und dass man einfach jedes Wochenende ganz vorne mitmischen kann, Top-Ten-Springer ist und das über die ganze Saison hinweg“, hofft der 22-jährige Salzburger. Kraft hatte im Vorjahr schon in Klingenthal mit dem zweiten Rang aufgezeigt. „Man muss schauen, wo man steht. Jetzt packt jeder einmal sein Zeug aus, aber ich möchte schon ganz vorne mitspringen, in den Top Ten, und womöglich kann dann da alles passieren.“

Gesamtweltcup für Hayböck kein Thema

Krafts Zimmerkollege Michael Hayböck legte ebenfalls eine sensationelle Saison hin und wurde Gesamtfünfter. „Ich weiß, dass die letztjährige Saison unglaublich cool war. Da hat sehr viel zusammengepasst“, sagte der Oberösterreicher, der in Bischofshofen triumphiert und bei der Tournee den zweiten Platz belegt hatte. „Das Selbstvertrauen war perfekt, das Material, der körperliche Zustand. Damit man da wieder hinkommt, dafür braucht es viel harte Arbeit, das weiß ich. Aber ich bleibe eher am Boden. Man muss sich eigentlich wieder steigern, wenn man wieder dort sein will.“

Michael Hayböck

APA/EXPA/JFK

Hayböck nimmt Anlauf auf eine weitere Erfolgssaison

Der Gesamtweltcup ist für Hayböck kein großes Ziel. „Ein Ziel sollte etwas sein, wo man sich hinfokussiert, ein Moment ist. Das große Ziel wird auf jeden Fall die Skiflug-WM sein, weil eine Medaillenvergabe auf heimischen Boden habe ich noch nicht erlebt bis jetzt. Da wird es nicht so viele Möglichkeiten geben, Seefeld steht noch an 2019 und eben jetzt. Es ist das große Ziel, dass ich sehr cool fliegen kann.“

Links: