Glück im Unglück für ÖFB-Star
Nach seinen Innenbandblessuren im November 2014 und März 2015 ist der Verletzungshistorie von David Alaba am Samstag zum Glück kein längeres Kapitel hinzugekommen. Der ÖFB-Teamspieler zog sich beim 3:1-Sieg von Bayern München gegen Schalke 04 eine Kapselverletzung im linken Sprunggelenk zu. Das hat eine Untersuchung durch Mannschaftsarzt Volker Braun am Sonntag in München ergeben.
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Alaba ist damit für das letzte Heimspiel der Bayern in der CL-Gruppenphase gegen Olympiakos Piräus am kommenden Dienstag zumindest fraglich. „Ob Alaba gegen den griechischen Meister spielen kann, hängt vom Heilungsverlauf in den nächsten Tagen ab“, hieß es vonseiten der Bayern. Der Linksverteidiger musste gegen Schalke in der 83. Minute nach einem rüden Foul von Pierre Emile Höjbjerg angeschlagen ausgewechselt werden.

GEPA/Witters/Uwe Speck
David Alaba droht, wenn überhaupt, nur eine kurze Pause
Coach Guardiola stolz auf Arbeitssieg
Davor hatte Alaba mit seinem ersten Ligator in dieser Saison die Bayern mit 1:0 in Führung gebracht. Danach fixierten Javi Martinez (69.) und Thomas Müller in der Nachspielzeit (92.) den Arbeitssieg für den Rekordmeister. Obwohl nicht wirklich schön herausgespielt, war Coach Josep Guardiola mit den drei Punkten sehr zufrieden und lobte Intensität sowie Leidenschaft seiner Spieler. „Es war ein großer Sieg für uns“, kommentierte der Coach stolz.
Wie schon viele andere Bayern-Gegner zuvor, versuchten auch die Schalker ihr Glück mit einer betont defensiven Gangart und gelegentlichen Kontern. „Die Fünferkette scheint gegen uns in Mode zu kommen. Ich weiß nicht, ob das für die Zuschauer so schön ist“, befand Müller. Auch ohne zu glänzen stellten die Bayern mit nun 37 Punkten nach 13 Spieltagen einen Bundesliga-Startrekord auf.
Bremen bekam „richtig auf die Fresse“
Für Werder Bremen und den VfB Stuttgart geht der Trend indes in eine ganz andere Richtung. Die Schwaben unterlagen im Heimspiel Augsburg mit 0:4, Bremen kam bei Wolfsburg gar mit 0:6 unter die Räder. „Ich bin geschockt. Ich muss aufpassen, dass ich nichts sage, was ich dann bereue“, musste sich Werder-Sportchef Thomas Eichin in seiner Wortwahl zusammenreißen. Auch ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic reagierte ähnlich zerknirscht: „Wir haben heute richtig auf die Fresse bekommen.“
Die Wolfsburger überrannten die Gäste aus Bremen, die sich immer weniger wehrten, je länger das Spiel dauerte. Es ist bezeichnend, dass Tormann Felix Wiedwald trotz der sechs Gegentreffer bester Bremer war. Junuzovic, der zur Pause angeschlagen ausgewechselt wurde und am Sonntag untersucht werden sollte, nahm sich kein Blatt vor den Mund. „Das ist ein bitterer Abend für uns. Wolfsburg hat sich dann in einen Rausch gespielt. Jedes Tor hat wehgetan.“
In der kommenden Woche tritt der Tabellen-14. gegen den Hamburger SV an, der am Freitag Borussia Dortmund mit 3:1 besiegt hatte. „Gegen den HSV müssen wir ein anderes Gesicht zeigen. Im Nordderby können wir vieles wieder gutmachen“, hoffte Junuzovic.
Gefühl des Versagens bei Klein und Co.
Ähnlich geknickt reagierten die Akteure des VfB Stuttgart nach der Heimpleite gegen den zuvor siebenmal in Serie sieglosen FC Augsburg. Die Schwaben stecken mitten im Kampf gegen den Abstieg. ÖFB-Legionär Florian Klein gestand: „Ich habe zum ersten Mal in dieser Saison das Empfinden, dass wir versagt haben.“
Die leidgeprüften VfB-Fans reagierten ironisch. „Oh wie ist das schön“, sangen sie nach dem aussichtslosen 0:4-Rückstand. „Wir werden ein paar Tage brauchen, bis wir das aufgearbeitet haben“, sagte auch Trainer Alexander Zorniger, dessen Hurra-Stil sich auch gegen Augsburg als äußerst anfällig präsentierte. In der kommenden Woche droht freilich wieder der Rückfall auf den letzten Platz: Dann gastiert man beim BVB.
Deutsche Bundesliga, 13. Runde
Samstag:
Schalke - Bayern München 1:3 (1:1)
Tore: Meyer (18.) bzw. Alaba (9.), Martinez (69.), Müller (92.)
Alaba (Bayern) in der 83. Minute verletzt ausgewechselt, Gspurning (Schalke) auf der Bank
Wolfsburg - Bremen 6:0 (2:0)
Tore: Galvez (11./Eigentor), Kruse (44., 87.), Vieirinha (56.), Guilavogui (67.), Dost (78.)
Grillitsch spielte bei Bremen durch, Junuzovic bis zur 46. Minute
Mönchengladbach - Hannover 2:1 (1:0)
Tore: Traore (35.), Raffael (84.) bzw. Sobiech (65.)
Frankfurt - Leverkusen 1:3 (1:2)
Tore: Medojevic (45.) bzw. Hernandez (23., 39.), Calhanoglu (72.)
Lindner bei Frankfurt auf der Bank
Köln - Mainz 0:0
Hosiner (Köln) bis zur 59. Minute, Baumgartlinger (Mainz) spielte durch
Stuttgart - Augsburg 0:4 (0:3)
Tore: Esswein (11.), Baumgartl (17./Eigentor), Callsen-Bracker (36.), Koo (54.)
Klein (Stuttgart) spielte durch, Manninger (Augsburg) auf der Bank
Sonntag:
Ingolstadt - Darmstadt 3:1 (0:1)
Tore: Bauer (58.), Hartmann (60., 88.) bzw. Sulu (9.)
Özcan und Hinterseer (Ingolstadt) spielten durch, Suttner bis zur 17. Minute bzw. Garics (Darmstadt) spielte durch
Hertha BSC - Hoffenheim 1:0 (1:0)
Tor: Polanski (30./Eigentor)
Freitag:
Hamburger SV - Dortmund 3:1 (2:0)
Tore: Lasogga (19./Elfmeter), Holtby (41.), Hummels (55./Eigentor) bzw. Aubameyang (86.)
Gregoritsch (HSV) ab 71. Minute
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