Genugtuung nach 3:1-Sieg über Altach
Rapid Wien darf sich als großer Sieger der 17. Runde der tipico-Bundesliga fühlen. Da Red Bull Salzburg in Grödig nicht über ein 1:1 hinauskam und die Austria in Ried 2:4 verlor, rückten die drittplatzierten Hütteldorfer durch den 3:1-Heimerfolg am Sonntag gegen den SCR Cashpoint Altach bis auf einen Punkt an das Spitzenduo heran. Vor zwei Runden hatte der Rückstand auf die „Veilchen“ noch sechs Zähler betragen.
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Zoran Barisic war die Genugtuung über den ungefährdeten Sieg und die neue Tabellensituation deutlich anzumerken. „Dieses Spiel hatte eine große Bedeutung für uns. Wir wollten unbedingt gewinnen, und so ist die Mannschaft auch aufgetreten“, sagte der Rapid-Coach. Verschleißerscheinungen aufgrund des EL-Auftritts am Donnerstag in Villarreal waren diesmal praktisch nicht zu erkennen. „Wir waren körperlich gut, bis auf die Phase nach dem 3:0. Aber ich glaube, da ist es eher an der mentalen Stabilität gelegen“, vermutet Barisic.
Rapid - Altach 3:1 (2:0)
Rapid Wien befindet sich in der Bundesliga wieder auf Tuchfühlung zur Spitze. Die Hütteldorfer feierten am Sonntag einen 3:1-Heimsieg über Altach.
Nach dem dritten Tor durch Stefan Nutz (52.) schalteten die Rapidler deutlich zurück, was ihrem Coach überhaupt nicht behagte. „Es kann sein, dass man einmal tiefer steht und dem Gegner das Aufbauspiel überlässt, doch wenn man dann nicht im Block verteidigt, ist das nicht gut. Aber es sei der Mannschaft verziehen, heute ist es gut gegangen“, sah Barisic, der auf die verletzten Jan Novota und Christopher Dibon verzichten musste, über dieses Manko hinweg.
Nutz beweist seinen Wert
Dass die drei Punkte nicht mehr in Gefahr gerieten, lag auch an dem sehenswerten Freistoß von Nutz zum 3:0. „Dieses Tor und auch die Leistung tun ihm gut. Er hatte in den letzten Monaten zu kämpfen, doch er ist ein guter Spieler, hat immer gut trainiert, sich nicht hängen lassen und ist jetzt dafür belohnt worden“, sagte Barisic.
Nutz war im vergangenen Sommer mit vielen Vorschusslorbeeren aus Grödig gekommen, schaffte es aber auch aufgrund von Blessuren noch nicht, sich bei Rapid einen Stammplatz zu erarbeiten. Die Geduld habe er deswegen nie verloren, beteuerte der 23-Jährige nach seinem ersten Tor im dritten Pflichtspiel für Rapid. „Ich bin im Kopf stark genug, um mit so einer Situation umzugehen, und versuche, meine Chance zu nützen.“
Anpassungsprobleme habe er nach seinem Wechsel nicht gehabt. „Mir gefällt es in Wien besser als in Salzburg“, meinte der Steirer. Durch den guten Saisonstart von Rapid sei es einfach schwierig gewesen, auf Anhieb in der Stammformation Fuß zu fassen. „Die Mannschaft hat immer gut funktioniert, da gibt es für den Trainer keinen Grund, viel zu wechseln.“
Jelic weiter „in der Integrationsphase“
So wie Nutz konnte auch Matej Jelic die hochgesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen. „Er befindet sich nach wie vor in der Integrationsphase“, sagte Barisic über den Kroaten. Der in der Schlussphase eingewechselte Stürmer ließ zwei große Möglichkeiten aus, weshalb er nach 15 Einsätzen weiterhin nur bei zwei Toren hält. „Er ärgert sich am meisten über die vergebenen Chancen, aber das muss er nicht. Er wird noch seine Tore machen, und zwar dann, wenn wir sie dringend benötigen“, prophezeite Barisic.
Für sein Team geht es bereits am Mittwoch mit dem Auswärtsspiel gegen die Admira weiter - die Südstadt war in der jüngeren Vergangenheit kein allzu guter Boden für Rapid. Immerhin wurde nun mit Altach ein Kontrahent besiegt, gegen den der Rekordmeister zuletzt auch seine Probleme hatte. „Aber jeder Gegner ist unser Angstgegner, wir zittern vor jedem Gegner“, scherzte Barisic.
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