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Spannender Kampf ums Podium

Mit gleich zehn Adlern bestreiten die Österreicher am Mittwoch das Finale der Vierschanzentournee in Bischofshofen (17.00 Uhr, live in ORF eins), doch nur einer hat noch Chancen auf das Podium: Michael Hayböck liegt derzeit in der Tournee-Wertung auf Rang vier, nur 1,2 Punkte hinter dem Drittplatzierten Kenneth Gangnes. Der Norweger war jedoch in der Qualifikation unerreicht.

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Mit 138,5 Metern sprang Gangnes sogar noch weiter als Tournee-Spitzenreiter Peter Prevc aus Slowenien (137,5). Hayböck klassierte sich mit 136 Metern auf Rang drei. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Sprung noch nicht ganz“, sagte der 24-Jährige, der keinen Zweifel an seinem Ziel lässt: „Für mich wäre, nachdem ich den Sieg aus den Augen verloren habe, der dritte Platz in der Tournee ein großer Erfolg.“

Noch Potenzial bei Hayböck

Entgegen kommt Hayböck, dass die Paul-Außerleitner-Schanze zu seinen Lieblingsschanzen zählt und er noch Potenzial bei sich sieht. „Ich merke einfach, dass ich bei der Kante noch einige Reserven habe“, erläuterte der Österreicher im ORF und wünschte sich beim Bewerb am Dreikönigstag vor allem „mehr Höhe“.

Duell auf Augenhöhe

Beim Finale der Vierschanzentournee kommt es zwischen ÖSV-Adler Michael Hayböck und dem Norweger Kenneth Gangnes zu einem Duell um Platz drei. In der Qualifikation waren beide Springer auf Augenhöhe.

Doch auch bei Gangnes scheint Bischofshofen zu den Lieblingsschanzen zu gehören. Im Training brachte der Norweger mit einem Flug auf 143,5 Meter schon einen Beweis seiner Klasse. Die Weite lag einen halben Meter über dem elf Jahre alten Schanzenrekord von Daiki Ito (JPN). Weil sie im Training erreicht wurde, gilt sie aber nicht als offizielle Bestmarke. In der Quali wurde es dann mit 138,5 Metern immer noch die Höchstweite.

Kuttin glaubt an Österreicher

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin traut Hayböck - und auch Stefan Kraft, der in der Qualifikation an der zehnten Stelle landete - jedenfalls den Sieg zu. „Die beiden haben gezeigt, was möglich ist. Wir versuchen das Beste, mit der tollen Stimmung haben wir noch besseren Aufwind“, sagte der Coach, der am Dienstag seinen 45. Geburtstag feierte.

Auch Kraft, der im Vorjahr noch die Tournee gewinnen konnte, rechnet sich für den Abschlussbewerb noch einiges aus. Im Training war er auf 140 Meter gesegelt, die Quali gelang dem Salzburger nicht nach Wunsch: „Ich war beim Absprung etwas zu früh dran, das passiert mir hier nur ganz selten.“ Kraft tritt im K.-o.-Duell wie Hayböck gegen einen ÖSV-Teamkollegen an. „Hoffen wir, dass wir ein paar als Lucky Loser weiterbringen“, wünscht er sich.

Prevc ungefährdet

Zum „Lucky Winner“ könnte Peter Prevc avancieren, der als Favorit um den Gesamtsieg in den letzten Bewerb geht. Der 23-jährige Slowene führt mit 19,7 Punkten Vorsprung auf den Deutschen Severin Freund und steht vor dem ersten Tournee-Sieg eines Slowenen seit Primoz Peterka 1996/97.

Der zweitplatzierte Freund rechnet sich kaum Chancen aus. „Das Polster ist schon sehr komfortabel. Wenn Peter so weiterspringt, wird es sehr schwer“, sagte der Deutsche, der nach seinem Sturz im Probedurchgang in Innsbruck am Dienstag statt der Quali einen Ruhetag einlegte. Freund hatte Prellungen am ganzen Körper erlitten, am Tag danach wurden die Schmerzen immer stärker. Das Antreten im Wettkampf sei aber nicht in Gefahr, betonte Trainer Werner Schuster: „Er wird die bestmögliche Leistung bringen.“

Springen in Bischofshofen

K.-o.-Duelle für den ersten Durchgang:
. Stefan Hula POL
. Karl Geiger GER
. Taku Takeuchi JPN
. Manuel Fettner AUT
. Anders Fannemel NOR
. Tom Hilde NOR
. Michael Neumayer GER
. Anze Lanisek SLO
. Jan Matura CZE
. Kamil Stoch POL
. Andreas Wank GER
. Jurij Tepes SLO
. Dawid Kubacki POL
. Manuel Poppinger AUT
. Daniel-Andre Tande NOR
. Gregor Deschwanden SUI
. Ronan Lamy Chappuis FRA
. Vincent Descombes Sevoie FRA
. Mackenzie Boyd-Clowes CAN
. Andreas Stjernen NOR
. Denis Kornilow RUS
. Daiki Ito JPN
. Lukas Hlava CZE
. Simon Ammann SUI
. Maciej Kot POL
. Richard Freitag GER
. Kento Sakuyama JPN
. Domen Prevc SLO
. Andrzej Stekala POL
. Stephan Leyhe GER
. Philipp Aschenwald AUT
. Stefan Kraft AUT
. Markus Schiffner AUT
. Jakub Janda CZE
. Shohei Tochimoto JPN
. Joachim Hauer NOR
. Andreas Kofler AUT
. Johann Andre Forfang NOR
. Clemens Aigner AUT
. Roman Koudelka CZE
. Florian Altenburger AUT
. Noriaki Kasai JPN
. Wladimir Sografski BUL
. Andreas Wellinger GER
. Elias Tollinger AUT
. Michael Hayböck AUT
. Anze Semenic SLO
. Peter Prevc SLO
. Severin Freund GER
. Kenneth Gangnes NOR
Die Sieger der K.-o.-Duelle und die fünf besten Verlierer qualifizieren sich für das Finale der Top 30

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