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Fourcade in der Loipe zu stark

Simon Eder ist in Ruhpolding knapp an seinem zweiten Sieg innerhalb weniger Tage vorbeigeschrammt. Der Sieger der Verfolgung am Samstag musste sich am Mittwoch im Einzel über 20 km nur Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade geschlagen geben, der sich so wie Eder einen Schießfehler leistete. In der Loipe war Fourcade am Ende aber um 17,5 Sekunden schneller.

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Eder lag bis zum vierten Schießen mit makelloser Bilanz noch auf Erfolgskurs. Der insgesamt 18. von 20 Schüssen landete jedoch nicht im Ziel. Damit war der Weg frei für Fourcade, der vor Eder und dem Russen Anton Schipulin (+ 28,9 Sek./1 Fehler) seinen insgesamt 43. Sieg in einem Weltcup-Einzel-Rennen feierte. Während Fourcade seine Führung im Weltcup ausbaute, verbesserte sich Eder mit dem nächsten Podestplatz von Rang elf auf Platz neun.

Erneut auf dem Podest

Simon Eder verpasste seinen zweiten Sieg in Ruhpolding binnen weniger Tage um 17,5 Sekunden.

Eder trauerte dem möglichen Erfolg aber nicht nach, freute sich vielmehr über das abermalige Topergebnis. „Wahnsinn. Ruhpolding fängt erst an, und ich bin schon wieder auf dem Podest“, sagte der im Gesamtweltcup auf Rang neun vorgestoßene Eder. „Das letzte Schießen war eine richtige Nervenprobe, weil ich natürlich durch die Informationen auf der Strecke genau gewusst habe, um was es geht.“ Konkret ging es gegen niemand Geringeren als den Gesamtweltcup-Sieger und -Führenden Fourcade, zuletzt in der Verfolgung nur von Eder besiegt.

Und es sah nach einem erneuten Husarenstück des ÖSV-Stars aus, als dieser mit schönem Vorsprung und bis dahin sicherer Schuss- und auch ausgezeichneter Laufleistung zum letzten Stehendschießen kam. Das eine von 20 Malen war Eders Visier dann aber doch nicht exakt eingestellt. „Klar ärgert mich der eine Fehler, aber es war auch vom Wind her nicht ganz einfach“, meinte er nach tadelloser Leistung fast entschuldigend, rückte den Stellenwert des zweiten Platzes aber auch gleich zurecht: „Ich bin super happy mit dem Podest.“

Martin Fourcade

APA/AFP/Christof Stache

Fourcade nutzte auch in Ruhpolding seine Laufstärke zum Sieg

Komatz riskiert zu viel

Die restlichen Österreicher vergaben eine bessere Platzierung am Schießstand. David Komatz, der nach drei Schießen nur einen Fehler zu Buche stehen hatte, riskierte beim letzten Stehendanschlag zu viel und schoss noch zweimal daneben. Der Steirer kam am Ende als zweitbester Österreicher auf Rang 22 (+ 3:18,4) ins Ziel und holte seine ersten Weltcup-Punkte in dieser Saison.

Knapp hinter Komatz landete Dominik Landertinger mit ebenfalls drei Fehlern auf Platz 24 (+ 3:21,1). Julian Eberhard und Sven Grossegger landeten mit jeweils vier Fehlern und den Rängen 55 und 56 im geschlagenen Feld. Für die Herren geht es am Freitag mit der Staffel weiter. Die Aufstellung des ÖSV-Quartetts war vorerst noch offen. Am Donnerstag bestreiten die Damen in Ruhpolding ihren Einzel-Bewerb über 15 km (14.15 Uhr live in ORF eins). Österreichs größte Hoffnung auf einen Spitzenplatz ist dabei einmal mehr Lisa-Theresa Hauser.

Weltcup in Ruhpolding

Herren-Einzel (20 km):
1. Martin Fourcade FRA 50:53,9 1*
2. Simon Eder AUT + 17,5 1
3. Anton Schipulin RUS 28,9 1
4. Ondrej Moravec CZE 37,0 0
5. Maxim Zwetkow RUS 58,0 0
6. Jewgeni Garanitschew RUS 1:07,0 1
7. Torstein Stenersen NOR 1:41,9 1
8. Benedikt Doll GER 1:54,0 2
9. Erlend Bjöntegaard NOR 2:04,5 2
10. Michal Krcmar CZE 2:19,0 1
22. David Komatz AUT 3:18,4 3
24. Dominik Landertinger AUT 3:21,1 3
55. Julian Eberhard AUT 5:04,1 4
56. Sven Grossegger AUT 5:05,7 4
* Schießfehler = Strafminuten

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