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Südstädter als Favorit ins NÖ-Derby

Die vor der Saison noch als erster Abstiegskandidat gehandelte Admira kämpft im Saisonfinish an zwei Fronten um einen Europacup-Platz. In der tipico-Bundesliga fehlen den Südstädtern fünf Runden vor Schluss nur drei Punkte auf die drittplatzierte Wiener Austria. Und im ÖFB-Samsung-Cup-Halbfinale haben sie am Dienstag (18.00 Uhr) Heimvorteil im Niederösterreich-Derby gegen Erste-Liga-Spitzenreiter SKN St. Pölten.

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„Das Cupfinale ist ein Riesenziel für uns“, betonte Admira-Cheftrainer Ernst Baumeister. „Daneben haben wir aber auch die Chance, in der Meisterschaft noch Dritter oder Vierter zu werden. Das darf man auch nicht aus den Augen verlieren.“ Da einander im zweiten Halbfinale am Mittwoch der in der Liga mit sechs Punkten voranliegende Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Rekordcupsieger Austria gegenüberstehen, könnte am Ende auch der vierte Bundesliga-Rang schon für die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation reichen.

ÖFB-Cup-Halbfinale

Dienstag, 18.00 Uhr:

Admira - St. Pölten

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena; SR Hameter

Mögliche Aufstellungen:

Admira: Siebenhandl - Zwierschitz, Lackner, Wostry, Pavic - Malicsek, D.Toth - Bajrami, Knasmüllner, Spiridonovic - Grozurek

St. Pölten: Riegler - Dober, Huber, Petrovic, Grasegger - Stec, Ambichl, Mader, Dieng - Thürauer - Segovia

Baumeister erwartet Geduldspiel

Die Admira geht vor eigenem Publikum als Favorit ins Semifinale gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt, die aktuell als Erste-Liga-Tabellenführer auf Bundesliga-Aufstiegskurs liegen, und erwartet daher das gewohnte Geduldspiel in der BSFZ-Arena. „Seit Mitte Herbst spielt bei uns bis auf Salzburg und Rapid jeder Gegner auf Konter“, so Baumeister, der auch mit defensiven St. Pöltnern rechnet.

Gleichzeitig warnte der 59-Jährige vor den Stärken der „Wölfe“. „Sie sind sehr gefährlich, verfügen über eine gute spielerische Mannschaft mit guten Fußballern im Mittelfeld. Und vorne haben sie mit Segovia einen Mann, der vor allem mit dem Kopf bei jeder Standardsituation brandgefährlich und auch im Konter extrem stark ist“, betonte Baumeister, der den Halbfinal-Gegner mehrmals beobachten ließ.

Daxbacher bangt um Segovia-Einsatz

Doch gerade Daniel Segovia bereitet St.-Pölten-Trainer Karl Daxbacher, der als Aktiver über ein Jahrzehnt gemeinsam mit Baumeister bei der Austria spielte und große Erfolge feierte, Sorgen. „Er hat Magenprobleme“, sagte der 63-Jährige. „Wir müssen jetzt das ärztliche Ergebnis abwarten.“ Für den Fall einer Zwangspause seines Toptorjägers hat Daxbacher aber schon einen Plan bereit, mit dem man „den Gegner überraschen“ könnte.

Ein Spiel wie jedes andere?

Dass ihm mit Baumeister ein alter Weggefährte gegenübersteht, mache das Spiel für ihn nicht speziell. „Wir freuen uns, wenn wir uns wiedersehen, haben immer ein sehr gutes und korrektes Verhältnis gehabt. Da gibt es keinen Konfliktpunkt. Nach dem Match wird der Verlierer dem Gewinner gratulieren“, so Daxbacher.

Auch für Baumeister ist es „ein Spiel wie jedes andere, nur dass es eben ein Derby ist. Aber es wird sich wegen der 90 oder 120 Minuten, die dieses Spiel dauert, an unserem Verhältnis nichts ändern“, stellte der Admira-Trainer klar.

Außenseiterrolle als Vorteil St. Pöltens

Daxbacher hatte die Admira am Samstag beim 1:1 im Heimspiel gegen Bundesliga-Schlusslicht SV Grödig „genauer beobachtet“ und dabei nichts Überraschendes erlebt. „Sie haben sich das erarbeiten müssen, dass sich bis auf Salzburg und Rapid bei ihnen alle anderen hinten so reinstellen, das zeugt von Respekt“, betonte der Niederösterreicher, den vor allem der 4:0-Auswärtssieg der Admiraner über Rapid beeindruckte. „Wenn sie unter Druck sind und Räume haben, dann sind sie am stärksten, wie man gegen Rapid gesehen hat. Gegen vermeintlich schwächere Mannschaften, die taktisch gut organisiert sind, tun sie sich viel schwerer.“

Trainer Karl Daxbacher (St. Pölten)

GEPA/Walter Luger

Karl Daxbacher will St. Pölten zum zweiten mal ins Cupfinale führen

Und genau darin wittert Daxbacher die Chance auf die Überraschung: „Als letzter Erstligist ist man im Semifinal-Konzert der Bundesligisten immer Außenseiter, aber wir werden alles versuchen, um ins Finale zu kommen.“ Vor zwei Jahren schaffte St. Pölten zum ersten und bisher einzigen Mal den Einzug ins Endspiel in Klagenfurt, in dem dann Salzburg mit 4:2 die Oberhand behielt.

Die Admira hält dagegen schon bei fünf Cuptiteln, wobei der bisher letzte bereits 50 Jahre zurückliegt. Die jüngste Finalteilnahme datiert aus dem Jahr 2009, als man noch als Zweitligist der Austria unter Coach Daxbacher 1:3 nach Verlängerung unterlag. Der bisher letzte niederösterreichische ÖFB-Cupsieger war der SV Stockerau, der 1991 als Zweitligist im Finale sensationell Rapid mit 2:1 bezwang.

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