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Ausgleich in der Nachspielzeit

Der Cashpoint SCR Altach hat nach einem 1:1 (0:0) in der 34. Runde der tipico-Bundesliga am Samstag im Heimspiel gegen den RZ Pellets WAC den Klassenerhalt noch nicht sicher. Allerdings beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Grödig, das in Ried 0:2 verlor, zwei Runden vor Schluss sechs Zähler. Die Gäste aus Wolfsberg, denen in letzter Minute noch der Ausgleich gelang, sind weiter Tabellensechster.

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Altach schien nach dem Führungstreffer von Cesar Ortiz, der in der 63. Minute nach einem Eckball von Emanuel Schreiner per Kopf die verdiente Führung für die Vorarlberger besorgt hatte, das Abstiegsgespenst endgültig vertrieben zu haben. Doch in der 94. Minute krönte WAC-Außenverteidiger Joachim Standfest seine Leistung mit einem direkt verwandelten Freistoß ins lange Eck zum 1:1-Endstand.

Altach - WAC 1:1 (0:0)

Altach, Cashpoint-Arena, 4.535 Zuschauer, SR Eisner.
Torfolge: 1:0 Ortiz (63.), 1:1 Standfest (94./Freistoß)

Altach vergibt Chance um Chance

Die Gastgeber waren von Beginn an vor 4.537 Zuschauern die spielbestimmende Mannschaft, ließen jedoch in der ersten Hälfte Chancen in Hülle und Fülle aus. Vor allem Boris Prokopic wollte es in seinem 100. Bundesliga-Match wissen, setzte aber einen Kopfball am langen Eck vorbei (22.) und jagte einen Schuss in die Wolken (29.). Die beste Altach-Möglichkeit in den ersten 45 Minuten hatte Lukas Jäger, dessen Schuss in der 36. Minute die Querlatte streifte. Der WAC war dagegen vor der Pause nur einmal gefährlich, als Manuel Weber nach einer Flanke von Joachim Standfest völlig frei zum Kopfball kam, aber sein Ziel verfehlte.

Auch nach dem Wechsel bestimmte Altach zunächst weiterhin die Partie. Der WAC verdankte es Alexander Kofler, dass es nach einer Stunde noch immer 0:0 stand, da sich der Schlussmann bei einem Netzer-Schuss mit einer Parade auszeichnete (62.). Beim anschließenden Eckball war allerdings Kofler machtlos, da Ortiz völlig unbedrängt zum Kopfball kam und den Ball ins lange Eck beförderte.

Standfest trifft im zweiten Anlauf

Die erste Ausgleichsmöglichkeit für den WAC ließ erneut Weber aus, der nach einem Eckball genau auf den zentral stehenden Altach-Torhüter Andreas Lukse köpfelte (76.). In der Schlussphase, als die Gäste auf das 1:1 drängten, hatte Standfest zunächst zweimal Pech. Zuerst wurde ein Distanzschuss des Außenverteidigers, der genau gepasst hätte, im letzten Moment noch geblockt und in den Corner befördert. Gleich im Anschluss zischte eine weitere „Granate“ von Standfest knapp am langen Eck vorbei (90.).

In der Nachspielzeit wurde es dann hektisch: WAC-Innenverteidiger Michael Sollbauer wurde nach einem harten Zweikampf mit Ortiz, der mit Gelb davonkam, überraschend ausgeschlossen. Doch auch nach diesem Schock steckte der WAC nicht auf und durfte in der Schlussminute noch über den Ausgleichstreffer durch den Freistoß von Standfest, bei dem sich Altach-Schlussmann Lukse verschätzte, jubeln.

Stimmen zum Spiel:

Damir Canadi (Altach-Trainer): „Der Ausgleich ist sehr ärgerlich, denn wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hätten schon zur Halbzeit 1:0 führen müssen. Beim Freistoß vor dem Ausgleich hätte einer die Chefrolle übernehmen und einteilen müssen, da hätten wir ruhiger sein müssen. Jetzt müssen wir die bittere Pille schlucken. Schade, dass wir heute nicht einen großen Sprung zu unserem Ziel geschafft haben.“

Andreas Lukse (Altach-Tormann): „Wir haben jetzt sechs Punkte Vorsprung, am Mittwoch wollen wir den Sack zumachen. Wir haben uns nach der Führung nur noch aufs Verteidigen konzentriert und auch unsere Konter nicht fertiggespielt. Dass man wieder so bestraft wird, tut weh.“

Joachim Standfest (WAC): „Wir geben kaum ein Spiel auf. Wir haben in den letzten Minuten sehr viel Druck gemacht. So ist das, wenn man einen Lauf hat. Der Freistoß war so gewollt. Dass der Ball so genau gepasst hat, ist natürlich auch Glück.“

Tipico-Bundesliga, 34. Runde:

Samstag:

Altach - WAC 1:1 (0:0)

Altach, Cashpoint-Arena, 4.535 Zuschauer, SR Eisner

Torfolge:
1:0 Ortiz (63.)
1:1 Standfest (94./Freistoß)

Altach: Lukse - Zech, Ortiz, Zwischenbrugger - Jäger - Salomon (82./Pöllhuber), Netzer, Prokopic, Schreiner (68./Galvao) - Aigner, Harrer (55./Seeger)

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Hüttenbrenner, Palla (58./Baldauf) - Zündel, Weber (78./Wernitznig), Tschernegg, Schmerböck - Silvio, Ouedraogo (69./Hellquist)

Rote Karte: Sollbauer (93./Foul)

Gelbe Karten: Prokopic, Aigner, Zech, Ortiz bzw. Ouedraogo

Die Besten: Prokopic, Ortiz, Salomon bzw. Standfest, Kofler

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