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Belastung für Sportler zu hoch
Der zuletzt am Tag des Super-G ausgetragene Kombinationsslalom entfällt, weil die Belastung für die Rennläufer zu hoch ist. Die Kombination aus Abfahrt am Samstag und Spezialslalom am Sonntag war in früheren Zeiten das Kernelement der legendären Rennen auf Streif und Ganslern, wurde doch der Gesamtsieger zum wahren „Hahnenkamm-Sieger“ ausgerufen.

GEPA/Harald Steiner
Der Franzose Alexis Pinturault ist der vorerst letzte Kombi-Sieger in Kitzbühel
Zuletzt war wegen der anspruchsvollen Strecke und der zunehmenden Spezialisierung versucht worden, die Kombi als Mix aus Super-G und Kombislalom am Freitag zu „retten“. Aber auch damit ist nun Schluss.
Vier Wettkämpfe an drei Tagen zu viel
„Das mit dem Super-G war ein Versuch. Aber die Belastung mit vier Wettkämpfen an drei Tagen war einfach zu hoch“, erklärte Michael Huber vom Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.) gegenüber der APA. Mit ausschlaggebend für die Absage war, dass es vergangenen Jänner bei der 76. Auflage der Hahnenkamm-Rennen zahlreiche Stürze und Verletzte und letztlich einen Abbruch der Abfahrt gegeben hatte. Zu den Verletzungsopfern zählten u. a. der Norweger Aksel Lund Svindal.
FIS-Herren-Chefrenndirektor Markus Waldner hatte danach Analysen durchführen lassen und auch mit vielen Rennläufern Gespräche geführt. Der Tenor war offenbar einheitlich. Huber erwartet deshalb, dass der Vorschlag beim Kongress angenommen wird. „Und auch wir werden keinen Radau schlagen. Letztlich macht man so eine Veranstaltung ja wegen der Sportler“, sagte der KSC-Präsident.
„Sag niemals nie“
Ob dies das endgültige Ende für einen einst legendären Bewerb sei, wollte Huber so nicht sagen. „Man soll niemals nie sagen. Aber eigentlich war das Ende der klassischen Kandahar-Kombination ohnehin schon 1961, damals wurde der letzte Slalom nach der Ergebnisliste der Abfahrt gefahren“, erklärte der Funktionär.
Weil der Kartenvorverkauf für die kommenden Hahnenkamm-Rennen (20. bis 22. Jänner 2017) bereits läuft, hat man die Preise für Freitag angepasst. Die Startzeiten für Super-G und Abfahrt wurden mit 11.30 Uhr festgelegt. Neu im Programm ist auch eine Europacup-Abfahrt am Montag (16. Jänner) der Kitzbühel-Rennwoche mit dem Ziel am Oberhausberg.