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„90 heiße Minuten“ warten

Admira Wacker hat sich in der zweiten Qualifikationrunde zur UEFA Europa League gegen Kapaz Ganja mit einem 1:0 eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Mit einer Leistung wie am Donnerstag werde man in Aserbaidschan den Aufstieg in die dritte Runde schaffen, so der Tenor bei den Südstädtern. „90 heiße Minuten erwarten uns in Baku“, sagte Trainer Oliver Lederer allerdings.

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Der Vierte der abgelaufenen Saison der österreichischen Bundesliga war zu Beginn in der NV Arena in St. Pölten drückend überlegen. Gegen die körperlich robusten Innenverteidiger taten sich die flinken, technisch starken Admiraner in direkten Zweikämpfen aber schwer. Es fehlte die zündende Idee, um den Abwehrriegel zu knacken.

Dominik Starkl (Admira)

APA/Herbert Pfarrhofer

Starkl sorgt in der 41. Minute nach einem Eckball per Kopf für die Erlösung

So musste zu diesem Zweck letztlich eine Standardsituation herhalten. Der stets umtriebige Dominik Starkl netzte in der 41. Minute nach einem Eckball per Kopf ein. Nach Wiederbeginn wirkte die Admira nicht mehr so sicher und dominant wie davor. Die eine oder andere Möglichkeit für einen höheren Sieg wäre dennoch vorhanden gewesen.

„Im Großen und Ganzen souveräne Partie“

„Im Großen und Ganzen war das eine souveräne Partie von uns, wo aber der letzte Pass gefehlt hat“, analysierte Mittelfeldmann Thomas Ebner im ORF-Interview nüchtern. „Ich glaube schon, dass wir alles versucht haben.“ Kapaz habe es dem Team aber durch frühes Attackieren in der zweiten Hälfte sehr schwergemacht.

Auch Lederer zollte den Gästen Respekt. „Die Optik täuscht ein bisschen. Die Gegner haben in der zweiten Hälfte bewiesen, dass sie eine gute Qualität haben“, sagte er. „Gegen Ende hin ist uns vielleicht auch ein bisschen der Saft ausgegangen.“

Die Chancenauswertung hätte besser sein können, attestierten Lederer und Sportdirektor Ernst Baumeister. „Das ist aber leider kein Wunschkonzert. Der Gegner hat mit allem, was er hat, verteidigt. Wir haben vielleicht die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen lassen“, meinte Lederer. „Das zweite oder dritte Tor, das hätten wir machen müssen“, ärgerte sich Baumeister.

Südstädter von Aufstieg überzeugt

Trotzdem machte der Auftritt vor einer erneut schütteren Kulisse in St. Pölten Mut. Am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr) soll in Baku, wo Kapaz im Europacup seine Heimspiele austrägt, der Aufstieg in die dritte Qualirunde fixiert werden. „Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen können“, sagte Lederer. „Ich habe keine Angst, dass wir dort nicht bestehen können“, pflichtete Baumeister bei. Und auch Starkl kündigte an: „Wir werden das durchstehen und werden aufsteigen.“

Oliver Lederer

GEPA/Walter Luger

Lederer will trotz des Monsterprogramms vor dem Ligastart nicht jammern

Nach der Aserbaidschan-Reise werden die Admiraner insgesamt über 9.000 Kilometer zurückgelegt haben, bevor in der Bundesliga überhaupt der erste Ball gerollt ist. Davor geht es am Sonntag (10.30 Uhr) noch zum Cup-Match nach Vorarlberg zum Dornbirner SV. Das Zeitbudget von Lederer wird dieser Tage noch dazu durch die Kurse für die UEFA-Pro-Lizenz beansprucht.

Jammern gibt es aber nicht. „Das sind keine Strapazen, ich sehe es als persönliche Herausforderung an mein Zeitmanagement. Für mich persönlich ist der Tag intensiver. Aber das haben wir uns gewünscht, dass wir da teilnehmen können. Es wird sich alles unter einen Hut bringen lassen“, erklärte der 38-Jährige und stellte perspektivisch eines klar: „Wir werden nie von einer Doppelbelastung reden.“

EL-Qualifikation, zweite Runde, Hinspiel

Donnerstag:

Admira - FC Kapaz 1:0 (1:0)

St. Pölten, NV-Arena, 600 Zuschauer, SR Radovanovic (MNE)

Tor: Starkl (41.)

Admira: Siebenhandl - Zwierschitz, Strauss, Wostry, Pavic - Lackner, Ebner - Sax (58./Spiridonovic), Knasmüllner, Bajrami - Starkl (75./Monschein)

Kapaz: Simaitis - Achundow, S. Alijew, Renan Alves, Rachimow - Gurbanow (72./Jawadow), Daniew, Bajbalajew (73./Alijew), Dario Jr. - Serginho (88./Kurbatow), Ebah

Gelbe Karten: Ebner, Starkl

Beste Spieler: Wostry, Knasmüllner, Starkl bzw. Aliyew, Renan Alves

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