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„Bullen“ bauen auf ihre Heimstärke

Auf Meister Red Bull Salzburg wartet am Mittwoch (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) das wichtigste Spiel des Jahres. Erstmals haben es die „Bullen“ im eigenen Stadion in der Hand, in die Gruppenphase der UEFA Champions League einzuziehen. Die Ausgangsposition ist nach einem 1:1 im Play-off-Hinspiel bei Dinamo Zagreb gut.

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Achtmal sind die Salzburger in der Red-Bull-Ära (seit 2005) bisher daran gescheitert. Der Vorgängerclub SV Austria Salzburg schaffte es 1994. Als bisher letzter ÖFB-Vertreter spielte die Wiener Austria 2013 in der Champions League - nachdem sie sich im Play-off gegen Zagreb durchgesetzt hatte (2:0/a, 2:3/h).

Gute Ausgangslage für Salzburg

Salzburg hat im neunten Anlauf die Chance, erstmals in die Champions-League-Gruppenphase einzuziehen. Nach dem 1:1 bei Dinamo Zagreb haben die „Bullen“ im Rückspiel jedenfalls eine gute Ausgangslage.

Die „Bullen“ bauen auf ihre Heimstärke. 23 Pflichtspiele sind sie zu Hause bereits ungeschlagen. In der Europacup-Qualifikation haben sie gar seit 2010 im eigenen Stadion nicht verloren. Zehn Siege stehen zwei Remis gegenüber. Ein torloses Remis würde bereits reichen. „Man kann ein Spiel nicht auf 0:0 planen“, sagte Trainer Oscar Garcia. „Wir wollen gewinnen, aber in 90 Minuten können unkontrollierbare Dinge passieren.“

Zagreb auswärts „gefährlicher als zu Hause“

Garcia warnte vor allem vor der Konterstärke der Kroaten. „Es ist eine Mannschaft, die auswärts noch gefährlicher ist als zu Hause“, sagte der Spanier. Dinamo verfüge über zehn bis zwölf hervorragende Offensivspieler. „Sie sind eine starke Mannschaft als Kollektiv, haben aber auch einzelne Spieler, die ein Spiel entscheiden können. Wir müssen konzentriert ins Spiel gehen und uns dieser Gefahr bewusst sein.“ Von seiner Mannschaft erwartet der 43-jährige Coach ein selbstbewusstes Auftreten.

„Wir sind froh, diese Chancen zu haben. Wir haben elf Spieler, die alles geben werden“, so Gracia, unter dessen Leitung Salzburg daheim noch ungeschlagen ist. „Wir haben in der vergangenen Saison damit begonnen, diese Siegermentalität zu kreieren“, erklärte der frühere Barcelona-Spieler, der es erstmals als Trainer in die Königsklasse schaffen könnte. „Ich habe die gleiche Sehnsucht, die auch der Verein verspürt. Wir wissen, dass es für Clubmannschaften nichts Höheres gibt als die Champions League.“

Kranjcar sieht Zagreb gerüstet

Auch Zagreb sieht sich für die Aufgabe im Rückspiel gerüstet. Die Chance auf den Aufstieg liege bei 50:50 Prozent, sagte Trainer Zlatko Kranjcar anlässlich des Pressetermins des kroatischen Meisters am Dienstag: „Wir haben Selbstbewusstsein, glauben an unsere Qualitäten. Wenn wir unsere Leistung abrufen können, haben wir gute Chancen.“

Maciel Wanderson, Konrad Laimer (beide Salzburg) und Marko Rog (Zagreb)

GEPA/Felix Roittner

Die „Bullen“ wollen erstmals die Gruppenphase der Königsklasse erreichen

Dinamo habe sich nach dem 1:1 im Hinspiel bestens auf die Retourpartie vorbereitet. „Meine Mannschaft ist höchstmotiviert, wir wollen zum zweiten Mal in Folge in die Champions League einziehen“, erklärte der 59-Jährige. Der Respekt vor Salzburg sei jedoch groß, denn: „Red Bull ist eine sehr gut organisierte, gefährliche Mannschaft.“

CL-Quali, Play-off-Rückspiel

Mittwoch, 20.45 Uhr:

Live in ORF eins und im Livestream

Salzburg - Zagreb

Red Bull Arena, SR Thomson (SCO)

Salzburg: Walke - Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer - Bernardo, Laimer - Lazaro, Berisha - Wanderson, Soriano

Zagreb: Eduardo - Stojanovic, Sigali, Benkovic, Pivaric - Rog, Jonas - Soudani, Antolic - Henriquez, Fernandes

Hinspiel 1:1 - Aufsteiger in der Gruppenphase der Champions League, Verlierer in der Gruppenphase der Europa League

Kroaten bisher sechsmal in Königsklasse

Dinamo war bisher sechsmal in der Königsklasse vertreten, darunter in der Vorsaison und dreimal in den vergangenen fünf Jahren. 21 Pflichtspiele in Folge ist das Team von Trainer Kranjcar ungeschlagen. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass wir ebenbürtig waren. Ich glaube, dass wir besser sind, und das werden wir beweisen“, versprach Zagrebs von einer Verletzung genesener Linksverteidiger Josip Pivaric.

Sein Salzburg-Pendant Andreas Ulmer war bereits bei sechs vergeblichen Anläufen auf die Champions League dabei. „Man kann auch sagen, dass wir bei den vorigen Malen bereit gewesen sind. Aber es hat noch das gewisse Etwas gefehlt“, sagte der 30-Jährige. Seit 2014, als man in Malmö als Favorit eine Führung aus dem Hinspiel verspielt hatte, habe sich die Mannschaft personell verändert. „Und wir älteren Spieler haben an Erfahrung gewonnen.“

„Das wird ein knappes Spiel“

Unter Garcia verzichten die Salzburger auf bedingungslose Offensive. „Wir haben uns defensiv stabilisiert und sind schwer zu knacken“, sagte Ulmer. Das wird auch gegen Dinamo notwendig sein, hat der kroatische Meister doch in allen elf bisherigen Saisonspielen zumindest ein Tor erzielt. Ulmer: „Sie sind sehr gefährlich, das wird ein sehr knappes Spiel.“ Bis Dienstag waren 17.000 Tickets verkauft. Zumindest 20.000 Zuschauer werden erwartet.

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