Schalke-Höhenflug endet in Leipzig
RB Leipzig hat den ersten Angriff von Bayern München auf die Tabellenspitze der deutschen Bundesliga abgewehrt. Die Sachsen gewannen am Samstagabend gegen Schalke 04 mit 2:1 und stoppten damit den Höhenflug des Revierclubs, der nach zwölf Spielen in Serie wieder als Verlierer vom Platz ging.
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Die Leipziger bauten den Rekord des besten Aufsteigers und Neulings der Bundesliga-Geschichte aus und sind weiter mit drei Zählern Vorsprung auf den Rekordmeister, der Freitagabend in Mainz mit 3:1 gewonnen hatte, Spitzenreiter. Beide Teams treffen am 21. Dezember im Gipfeltreffen aufeinander.

APA/AFP/Jens Schluter
Marcel Sabitzer spielte bei den Leipzigern wie Stefan Ilsanker durch
Vor 42.559 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena erzielte Timo Werner per Elfmeter (2.) die Führung, ehe Sead Kolasinac (31.) ausgleichen konnte. Der Deutsch-Bosnier sorgte mit einem Eigentor in der 47. Minute aber auch für die Entscheidung. Bei Leipzig spielten die ÖFB-Teamspieler Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer durch, bei den Schalkern war Alessandro Schöpf bis zur 86. Minute im Einsatz.
Schwalbe sorgt für frühen Elfmeter
Die Partie begann mit einer umstrittenen Situation. Nach nur 30 Sekunden stürmte Werner auf das Schalke-Tor und ließ sich neben Torhüter Ralf Fährmann fallen. Der Schiedsrichter gab dennoch Strafstoß - Werner verwandelte und erzielte sein Saisontor Nummer acht. Die Leipziger hatten die Partie sofort unter Kontrolle. Die Schalker brauchten einige Zeit, um sich vom Schock zu erholen.
Das Team von Ralph Hasenhüttl musste allerdings schon in der 23. Minute umstellen, da Benno Schmitz nach einem Zusammenprall mit Kolasinac von Dominik Kaiser ersetzt wurde. Der etatmäßige Kapitän und Mittelfeldspieler stand als neuer Mann in der Viererkette dann auch zu weit weg von seinem Gegenspieler - so konnte Kolasinac unbedrängt ins kurze Eck einschieben, nachdem RB-Keeper Peter Gulacsi einen Schuss von Schöpf glänzend pariert hatte (31.).
Kolasinac trifft auf beiden Seiten
Die Gäste, die seit zwölf Pflichtspielen ungeschlagen waren, kamen Ende der ersten Halbzeit immer stärker auf, auch wenn Leipzig mehr Ballbesitz hatte. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Nach dem Wechsel erneut ein Topstart für Leipzig: Einen Freistoß von Emil Forsberg verlängerte Kolasinac per Kopf unhaltbar unter die Latte ins eigene Tor.
Leipzig erhöhte sein Tempo nach einer Stunde und machte immer mehr Druck - vor allem auch über schnelle Konter nach Ballgewinnen oder Schalker Fehler. Fährmann musste mit seinen Paraden mehrfach die Fehler seiner Abwehr ausbügeln, so auch bei einem Kopfball von Marcel Halstenberg (69.) und bei einer Chance von Naby Keita (81.).
Deutsche Bundesliga, 13. Runde
Freitag:
Mainz - Bayern München 1:3 (1:2)
Tore: Cordoba (4.), bzw. Lewandowski (8., 92.), Robben (21.)
Onisiwo (Mainz) und Alaba (Bayern) spielten durch
Samstag:
Leipzig - Schalke 2:1 (1:1)
Tore: Werner (2./Elfer), Kolasinac (47./Eigentor) bzw. Kolasinac (31.)
Ilsanker und Sabitzer (beide Leipzig) spielten durch, Schöpf (Schalke) bis 86. Minute
Hoffenheim - Köln 4:0 (2:0)
Tore: Wagner (8., 67.), Toljan (39.), Uth (89.)
Dortmund - Mönchengladbach 4:1 (2:1)
Tore: Aubameyang (7., 68.), Piszczek (15.), Dembele (64.) bzw. Raffael (6.)
Bremen - Ingolstadt 2:1 (1:0)
Tore: Kruse (24.), Bartels (76.) bzw. Suttner (58.)
Junuzovic (Bremen) und Suttner (Ingolstadt) spielten durch, Hinterseer (Ingolstadt) ab 82. Minute; Kainz (Bremen) auf der Bank
Leverkusen - Freiburg 1:1 (0:1)
Tore: Calhanoglu (60.) bzw. Haberer (30.)
Dragovic (Leverkusen) spielte durch, Baumgartlinger und Özcan (Leverkusen) auf der Bank
Wolfsburg - Hertha BSC 2:3 (2:1)
Tore: Mayoral (12.), Seguin (18.) bzw. Plattenhardt (16.), Esswein (69.), Kalou (91./Elfer)
Gelb-Rote Karte: Seguin (87./Wolfsburg)
Sonntag:
Darmstadt - Hamburger SV
15.30 Uhr
Augsburg - Frankfurt
17.30 Uhr
Tabelle
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