Gesamtsieg für Weng
Teresa Stadlober hat sich mit einer großartigen Leistung auf der letzten Etappe der Tour de Ski, einem Verfolgungsrennen über neun Kilometer mit Ziel auf der Alpe Cermis, noch auf den neunten Gesamtrang des ersten Saisonhöhepunkts verbessert. Den Sieg sicherte sich die Norwegerin Heidi Weng. Bei den Herren setzte sich der Russe Sergej Ustjugow durch.
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Die 25-jährige Weng, die bisher wegen der Überlegenheit ihrer Teamkolleginnen Marit Björgen und Therese Johaug als „ewige Dritte“ tituliert worden war, holte mit dem Tour-de-Ski-Gesamtsieg den ersten großen Einzeltitel ihrer Karriere. Immerhin 90.000 Schweizer Franken (83.916,08 Euro) kassierte die Norwegerin dafür.
Weng gewann die Schlussetappe auf die Alpe Cermis in 33:53,5 Minuten mit 1:37,0 Vorsprung auf die Finnin Krista Pärmäkoski und 1:54,4 vor der Schwedin Stina Nilsson. Stadlober verbesserte sich vom zwölften Zwischenrang an die neunte Stelle und wies am Ende 4:44,1 Minuten Rückstand auf.

GEPA/Philipp Brem
Teresa Stadlober zeigt am Schlusstag der Tour de Ski noch einmal auf
156 Punkte als Belohnung
Insgesamt 156 Punkte hat Stadlober mit Gesamtrang neun und der viertschnellsten Laufzeit am Sonntag geholt, für den neunten Endrang bei der Tour de Ski hat die Tochter des Ex-Spitzenlangläufers Alois immerhin auch 3.000 Schweizer Franken (2.797,20 Euro) Preisgeld gewonnen. „Es war eine sehr spannende Tour für mich. Auf den ersten Etappen hab ich leider viel Zeit verloren, und die Aufholjagd ist erst bei den letzten Rennen richtig in Schwung gekommen“, analysierte Stadlober, die im Gesamtweltcup nun an zwölfter Stelle liegt.
Besonders stolz war sie freilich auf ihre Leistung auf der letzten Etappe mit dem bekannt schweren rund 3,7 km langen Anstieg zum Ziel. „Heute hab ich zu Beginn im Flachen viel arbeiten müssen. Am Berg wollte ich unbedingt zu der Gruppe vor mir auflaufen. Das ist mir mit der drittschnellsten Zeit am Berg auch gelungen“, sagte Stadlober. „Ich bin überglücklich mit dem Ergebnis. Jetzt freue ich mich auf ein paar Tage Pause, und danach beginnt die Vorbereitung auf die WM.“ Für Stadlober war es das bisher beste Gesamtergebnis der Tour de Ski, zuvor hatte sie die Gesamtränge zehn (2015) und elf (2016) geholt.
Ustjugow siegt im Herren-Bewerb
Im Herren-Bewerb konnte Ustjugow seine Gesamtführung auf der letzten Etappe erfolgreich behaupten und die Tour de Ski wie Weng erstmals gewinnen. Der Russe verwies im Verfolgungsrennen den zweifachen Tour-Sieger und Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby (SWE) mit einem Vorsprung von 1:02,9 Minuten auf den zweiten Platz. Rang drei ging an den Schweizer Dario Cologna.
Wie für Weng war es auch für den 24-jährigen Ustjugow der erste große Einzel-Titel. Auf den Etappen zuvor hatte er fünf Einzel-Siege und einen zweiten Rang gefeiert. Der Österreicher Max Hauke beendete die Tour als 37. (+14:01,4). Ustjugow wird nun langsam den Lobeshymnen der Experten gerecht, die ihn schon jetzt auf eine Stufe mit Größen wie Petter Northug oder Cologna stellen. Seine Schnellkraft gepaart mit immer besser werdender Ausdauer scheint ihm für die Zukunft alle Türen für weitere große Erfolge zu öffnen.
Langlauf-Weltcup (Tour de Ski) in Val di Fiemme
Endstand:
| Damen-Verfolgung (9 km Freistil): |
| 1. |
Heidi Weng |
NOR |
33:53,5 |
| 2. |
Krista Pärmäkoski |
FIN |
+ 1:37,0 |
| 3. |
Stina Nilsson |
SWE |
1:54,4 |
| 4. |
Ingvild Flugstad Öestberg |
NOR |
2:04,3 |
| 5. |
Jessica Diggins |
USA |
3:09,0 |
| 6. |
Kerttu Niskanen |
FIN |
4:18,2 |
| 7. |
Anne Kyllönen |
FIN |
4:27,7 |
| 8. |
Nathalie von Siebenthal |
SUI |
4:39,5 |
| 9. |
Teresa Stadlober |
AUT |
4:44,1 |
| 10. |
Julia Tschekalewa |
RUS |
4:58,7 |
| Herren-Verfolgung (9 km Freistil): |
| 1. |
Sergej Ustjugow |
RUS |
30:27,7 |
| 2. |
Martin Johnsrud Sundby |
SWE |
+ 1:02,9 |
| 3. |
Dario Cologna |
SUI |
1:19,1 |
| 4. |
Maurice Manificat |
FRA |
1:26,9 |
| 5. |
Matti Heikkinen |
FIN |
1:31,3 |
| 6. |
Marcus Hellner |
SWE |
2:05,8 |
| 7. |
Alex Harvey |
USA |
2:39,7 |
| 8. |
Simen Hegstad Krüger |
NOR |
3:27,2 |
| 9. |
Hans Christer Holund |
NOR |
3:50,4 |
| 10. |
Niklas Dyrhaug |
NOR |
4:24,9 |
| 37. |
Max Hauke |
AUT |
14:01,4 |
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