Zweite Medaille für Rot-Weiß-Rot in Lahti
Die Nordischen Kombinierer haben am Sonntag die zweite österreichische Medaille bei der WM in Lahti erobert. Bernhard Gruber, Mario Seidl, Philipp Orter und Paul Gerstgraser verbesserten sich nach Rang vier von der Schanze im 4-x-5-km-Langlauf noch auf Platz drei.
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Im Ziel hatten die Österreicher 1:03,7 Minuten Rückstand auf den siegreichen Titelverteidiger Deutschland. Björn Kircheisen, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Johannes Rydzek holten 41,7 Sekunden vor Norwegen Gold.
Bronze für Kombinierer
Bei der nordischen WM in Lahti sorgte die Staffel der ÖSV-Kombinierer für die zweite Medaille für Österreich.
Gruber erwies sich einmal mehr als ein Muster an Beständigkeit. Auch bei seinem sechsten Großereignis in Folge sicherte sich der 34-jährige Gasteiner Edelmetall, er hält vor den restlichen zwei WM-Bewerben am Mittwoch und Freitag bei neun Stück, sechs davon bei Weltmeisterschaften (3-2-1). Orter sowie die Debütanten Seidl und Gerstgraser durften hingegen erstmals jubeln. Der 21-jährige Gerstgraser erhielt sogar gleich bei seinem ersten WM-Einsatz Edelmetall.
„Das war so spannend“
Startläufer Gruber freute sich im ORF-Interview über Bronze und die Leistung von Schlussläufer Gerstgraser: „Das war so spannend. Wie der Paul zum Schluss gegen den Japaner angerissen hat, war vom Feinsten.“ Gruber übergab auf Platz zwei liegend an Seidl, der den Norweger Mikko Kokslien ziehen lassen musste. Österreich und Japan, das als zweitplatziertes Team in die Loipe gegangen war, liefen Kopf an Kopf auf den Rängen drei und vier.
Während Deutschland und Norwegen die Plätze eins und zwei absicherten, entwickelte sich ein spannender Kampf um Bronze. Zudem rückten Finnland, Frankreich und Italien von hinten gefährlich an Gerstgraser und Akito Watabe heran. Doch rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel gab Gerstgraser Gas, löste sich von der Konkurrenz und rettete Bronze 2,3 Sekunden vor Japan.
„Haben alle ein super Rennen gezeigt“
Gerstgraser war „überglücklich. Ich habe mich am Anfang richtig schlecht gefühlt. Aber ich wusste, ich muss zum Schluss Gas geben. Ich war richtig blau. Wir haben alle ein super Rennen gezeigt.“ Orter hatte als dritter Läufer sechs Sekunden Vorsprung auf Japan herausgeholt und unterstrich den Teamgeist: „Wir haben uns nach dem Springen gegenseitig motiviert. Ich habe mir in der Loipe auch schwergetan, die Japaner hatten gute Ski. Aber wir haben noch einmal Gas gegeben.“
Und Seidl, der als Zweiter in die Loipe gegangen war, brachte die Stimmung noch einmal auf den Punkt: „Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Jetzt ist es richtig schön.“ Wie im Einzel-Bewerb war er auch in der Teamkonkurrenz mit seinem Sprung unzufrieden. In der Loipe lieferte der Salzburger aber eine gute Leistung ab, auch wenn Kokslien als stärkerer Läufer nicht zu halten war.
WM-Teambewerb Nordische Kombination
| Endstand nach jeweils einem Sprung und 4 x 5 km Langlauf: |
| 1. |
Deutschland |
Kircheisen, Frenzel, Rießle, Rydzek |
47:57,3 |
1/5* |
| 2. |
Norwegen |
Krog, Kokslien, Moan, Graabak |
+ 41,7 |
5/2 |
| 3. |
Österreich |
Gruber, Seidl, Orter Gerstgraser |
1:03,7 |
4/4 |
| 4. |
Japan |
|
1:06,0 |
2/6 |
| 5. |
Finnland |
|
1:17,7 |
6/3 |
| 6. |
Italien |
|
1:18,2 |
11/1 |
| 7. |
Frankreich |
|
1:19,5 |
3/7 |
| 8. |
USA |
|
3:27,2 |
7/9 |
| 9. |
Estland |
|
3:39,7 |
10/8 |
| 10. |
Russland |
|
4:52,0 |
9/10 |
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