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Nur Deutschland zu stark

Das österreichische Skispringerteam hat am Sonntag bei der nordischen Ski-WM in Lahti die Silbermedaille im Mixed-Bewerb von der Normalschanze gewonnen. Daniela Iraschko-Stolz, Michael Hayböck, Jacqueline Seifriedsberger und Stefan Kraft mussten sich nur Deutschland geschlagen geben.

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Carina Vogt, Markus Eisenbichler, Svenja Würth und Andreas Wellinger holten mit 36,2 Punkten Vorsprung überlegen Gold. Bronze ging mit 19,6 Zählern Rückstand auf Österreich an Japan. Damit gab es für das ÖSV-Mixed-Quartett zum zweiten Mal nach 2013 in Val di Fiemme Edelmetall in diesem Bewerb. Damals hatte es ebenfalls zu Silber gereicht. 2015 in Falun war Österreich in derselben Besetzung wie diesmal bei einem deutschen Triumph nur Vierter geworden.

Jubel von Stefan Kraft, Jacqueline Seifriedsberger, Daniela Iraschko-Stolz und Michael Hayböck

APA/AP/Matthias Schrader

Die Startnummer 13 brachte den Österreichern kein Pech

Es war für den ÖSV bereits die dritte Medaille in Lahti nach Gold von Kraft auf der Normalschanze und Bronze im Team-Bewerb der Nordischen Kombination. Damit ist schon nach den ersten vier WM-Tagen der Medaillensatz komplettiert und das Mindestziel von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel erreicht.

Mit Teamgeist zum Erfolg

Nach dem Misserfolg vor zwei Jahren hatten sich die von Iraschko-Stolz angeführten ÖSV-Damen für Lahti mehr Teamgeist gewünscht. Der wurde in einem gemeinsamen Mittagessen am Sonntag heraufbeschworen, zur Belohnung gab es wie 2013 Silber, für Seifriedsberger war es eine schöne Wiederholung. „So eine Medaille macht sich gut“, freute sich die 26-jährige Oberösterreicherin.

ÖSV-Quartett springt zu Mixed-Silber

Einen Tag nach dem Goldcoup von Stefan Kraft eroberte das ÖSV-Quartett mit Daniela Iraschko-Stolz, Michael Hayböck, Jacqueline Seifriedsberger und Kraft ebenfalls auf der Normalschanze Silber im Mixed-Bewerb.

Iraschko-Stolz genoss als Mannschaftssportlerin - sie spielt auch Fußball - den neuerdings herrschenden Teamgeist. „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Mixed-Team hat schon was“, erklärte die 33-jährige Steirerin und sprach von einer sensationellen Teamleistung. „Jeder hat das gezeigt, was er draufhat.“

Kraft bringt Österreich auf Silberkurs

Das ÖSV-Quartett präsentierte sich wirklich wie aus einem Guss, keine bzw. keiner fiel ab. Weltmeister Kraft blieb es im ersten Durchgang als Schlussmann vorbehalten, die zweitplatzierten Japaner erstmals zu überholen. Den Silberrang gaben die Österreicher in der Folge nicht mehr ab. Kraft brauchte im Finale nur noch zu vollenden, und er tat es im Stile eines Routiniers. „Ich habe gesagt, ich möchte entspannt oben sitzen. Das haben meine Teamkollegen gut gemacht“, sagte der 23-jährige Salzburger.

Der Titel war für die Österreicher freilich außer Reichweite. Deutschland feierte einen Start-Ziel-Sieg. Für Einzel-Weltmeisterin Vogt war es die bereits vierte Goldmedaille, für ihre Kollegen die erste. Wellinger, der am Vortag Vizeweltmeister hinter Kraft geworden war, lieferte diesmal mit 99 und 98 Metern vor Kraft (96,5/97,0) und Samstag-Bronzemedaillengewinner Eisenbichler (95,5/99,5) die beste Einzel-Leistung ab.

WM-Mixed-Teamspringen in Lahti

Endstand nach zwei Durchgängen:
1. Deutschland 1.035,5
Carina Vogt 98,0 / 95,0
Markus Eisenbichler 95,5 / 99,5
Svenja Würth 95,0 / 95,5
Andreas Wellinger 99,0 / 98,0
2. Österreich 999,3
Daniela Iraschko-Stolz 88,5 / 90,5
Michael Hayböck 92,0 / 97,5
Jacqueline Seifriedsberger 94,5 / 92,5
Stefan Kraft 96,5 / 97,0
3. Japan 979,7
Sara Takanashi 90,0 / 89,5
Taku Takeuchi 89,0 / 92,0
Yuki Ito 95,0 / 93,5
Daiki Ito 92,5 / 96,5
4. Slowenien 961,4
Nika Kriznar 84,0 / 90,5
Anze Lanisek 93,5 / 96,5
Ema Klinec 92,5 / 91,5
Peter Prevc 88,0 / 97,5
5. Norwegen 877,8
Silje Opseth 80,5 / 67,5
Daniel-Andre Tande 91,0 / 91,0
Maren Lundby 90,5 / 93,5
Andreas Stjernen 91,5 / 91,0
6. Russland 864,0
Anastasia Barannikowa 85,5 / 87,0
Denis Kornilow 89,5 / 92,5
Irina Awwakumowa 85,5 / 85,0
Jewgeni Klimow 85,5 / 88,0
7. Italien 848,1
Elena Runggaldier 87,0 / 80,5
Sebastian Colloredo 89,0 / 83,0
Manuela Malsiner 88,5 / 87,0
Davide Bresadola 85,5 / 88,0
8. USA 802,2
Nita Englund 79,5 / 75,5
Michael Glasder 80,5 / 83,0
Sarah Hendrickson 85,0 / 84,0
Kevin Bickner 88,5 / 89,0
Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert:
9. Tschechien 403,3
Marta Krepelkova 76,0
Jakub Janda 88,0
Barbora Blazkova 77,0
Roman Koudelka 94,0
10. Frankreich 403,1
Lea Lemare 84,5
Paul Brasme 82,0
Lucile Morat 84,0
Vincent Descombes Sevoie 84,0
11. Finnland 397,4
Susanna Forsström 79,0
Ville Larinto 88,5
Julia Kykkänen 78,5
Janne Ahonen 90,5
12. Kanada 379,5
Natasha Bodnarchuk 76,0
Joshua Maurer 80,0
Taylor Henrich 85,5
Mackenzie Boyd-Clowes 88,0
13. Rumänien 336,2
Andrea Diana Trambitas 67,0
Sorin Iulian Pitea 82,0
Dana Vasilica Haralambie 80,0
Nicolae Sorin Mitrofan 76,5
14. Kasachstan 258,4
Dajana Achmetwalijewa 53,5
Ilja Kratow 82,0
Walentina Sderschikowa 62,0
Alexej Korolew 77,0

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