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„Es kommt nichts nach“

Auch mit 70 Jahren ist Hannu Lepistö dem Skispringen verbunden, der Finne ist bei der nordischen WM in seiner Heimatstadt Lahti als TV-Kokommentator mit dabei. Was er dabei von seinen Landsleuten auf der Schanze zu sehen bekommt, gefällt dem ehemaligen finnischen und österreichischen Teamchef gar nicht.

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Der Steirer Andreas Mitter habe als aktueller finnischer Cheftrainer allerdings eine schwierige Aufgabe, sagte Lepistö der APA. „Denn es kommt nichts nach. Trotz der Idole wie Janne Ahonen und Matti Hautamäki fehlen zwei Generationen an Springern.“

Mangelnde Jugendarbeit

Als finnischer Nationalcoach hatte Lepistö Matti Nykänen und Ahonen zu Spitzenathleten geformt. Daher schmerzt es den Experten, dass der Sprungsport in Finnland aktuell darniederliegt. Er nannte dafür zwei Gründe: Einerseits fehle eine Sportschule wie Stams. Im vergleichbaren Zentrum in Vuokatti ist das Internat sehr teuer, dort wird aktuell nur ein Springer ausgebildet. Und in den Springerhochburgen sonnten sich die Trainer laut Lepistö lieber neben den Stars, anstatt mit dem Nachwuchs zu arbeiten.

Chef von TopSport in Finnland, dem Spitzensportgremium im Nationalen Olympischen Komitee, ist Mika Kojonkoski, ein weiterer Ex-Cheftrainer des ÖSV. „Er ist Chef und zudem für Skispringen und Segeln verantwortlich, hat aber wohl zu wenig Zeit“, vermutet Lepistö.

Ein genauer Kenner der Szene

Der Finne war nach dem Engagement von 2002 bis 2004 in Österreich, als er u. a. die Teenager Thomas Morgenstern und Andreas Kofler auf dem Weg nach oben begleitet, noch in Polen tätig, wo er Superstar Adam Malysz bis zu dessen Karriereende 2011 betreute.

Hannu Lepistoe (FIN) und Toni Innauer (AUT)

GEPA/Dominic Ebenbichler

Mit Sportdirektor Toni Innauer (r.) war Lepistö auch für den ÖSV tätig

Die Entwicklung im Sprungsport verfolgt Lepistö auch als „Pensionist“ genau - und das mit einiger Sorge. „Die Springer müssen aktuell sehr leicht sein, wenn sie vorne sein wollen. Da muss man reagieren, sonst wird es in einigen Jahren gefährlich“, warnte Lepistö. Ansatzpunkte sieht er beim Material: dünnere Anzugstoffe, eine an die Körpergröße gebundene Mindestskilänge oder schwerere Ski könnten eine Lösung bieten.

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