Atletico trotz Heimsieges vorsichtig
Leicester City hat sich am Mittwoch in der Champions League mit einer 0:1-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel bei Atletico eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag geschaffen. Wie das Gegentor in Madrid allerdings zustande gekommen war, passte Coach Craig Shakespeare gar nicht. „Das war eine wirklich enttäuschende Entscheidung des Referees“, sagte der 53-Jährige.
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Der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson hatte Atletico nach einem Foul von Leicester-Mittelfeldspieler Marc Albrighton außerhalb des Strafraums einen Elfmeter zugesprochen, und der gefoulte Antoine Griezmann verwandelte (28.). „Das war ein Schlüsselmoment im Spiel“, sagte Shakespeare. „Da muss er richtig entscheiden, bei so was darf er nicht mutmaßen.“

APA/AFP/Pierre-Philippe Marcou
Albrighton stoppte Griezmann knapp außerhalb des Strafraums, trotzdem gab es Elfmeter
„Es war fast im Strafraum, aber dann doch draußen“, schrieb das spanische Sportblatt „AS“ süffisant. Die britische Tageszeitung „Guardian“ monierte „eine besonders schwache Leistung“ des schwedischen Schiedsrichters Jonas Eriksson. Und „The Daily Telegraph“ forderte die baldige Einführung des Videobeweises.
„Foxes“ setzten auf ihren Heimvorteil
Auf der anderen Seite konnten Christian Fuchs und Co. gut mit dem Resultat leben. „Ich glaube, vor dem Spiel hätten wir ein 0:1 genommen“, räumte Shakespeare ein. „Wir sind zwar hergekommen, um ein Auswärtstor zu schießen, aber wir haben gesehen, was Atletico Madrid für ein Spitzenteam ist.“ Hoffnung auf einen Halbfinal-Einzug des Außenseiters machen aber die bisherigen Auftritte in der Königsklasse, zuletzt im Achtelfinale.
Noch unter Trainer Claudio Ranieri hatte Leicester auswärts beim FC Sevilla mit 1:2 verloren, war dann aber unter seinem Nachfolger Shakespeare durch ein 2:0 zu Hause weitergekommen. Der Trainer setzt für das Rückspiel wieder auf den Heimvorteil und bleibt optimistisch: „Wir haben eine gute Bilanz im King Power Stadion und noch ist alles offen.“
Atletico erwartet „schweres Spiel“
Spätestens seit dem Gewinn der englischen Meisterschaft im Vorjahr ist Leicester City immer für eine Überraschung gut. Atletico-Trainer Diego Simeone warnte seine Mannschaft deshalb schon jetzt, noch sei nichts entschieden: „Sie sind sehr stark zu Hause. Wir werden vermutlich ein sehr schweres Spiel bestreiten müssen.“ Der Hinspielsieg für Madrid war trotzdem verdient, weil der Tabellendritte der spanischen Liga im Estadio Vicente Calderon klar überlegen war.
„Es war ein Spiel, wie wir es erwartet haben, schwer und hart umkämpft“, sagte Simeone, der trotz der mageren Torausbeute nicht unzufrieden war. „Ich habe schon vor dem Match gesagt, dass ich in diesem Spiel nicht viele Tore von einer der beiden Mannschaften erwarte.“ Atletico-Verteidiger Filipe Luis ging noch weiter und nannte das 1:0 überschwänglich ein „spektakuläres“ Ergebnis: „Wir haben gewonnen und kein Gegentor kassiert.“
UEFA-Champions-League, Viertelfinal-Hinspiel
Mittwoch:
Atletico Madrid - Leicester City 1:0 (1:0)
Estadio Vicente Calderon, 51.425 Zuschauer, SR Eriksson (SWE)
Tor: Griezmann (28./Elfmeter)
Atletico: Oblak - Juanfran, Savic, Godin, Filipe Luis - Ferreira-Carrasco (65./Correa), Gabi, Koke, Niguez - Griezmann, Torres (75./Partey)
Leicester: Schmeichel - Simpson, Benalouane, Huth, Fuchs - Mahrez, Drinkwater, Ndidi, Albrighton - Vardy (77./Slimani), Okazaki (46./King)
Gelbe Karten: keine bzw. Albrighton, Benalouane, Huth
Rückspiel am 18. April in Leicester
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