Offene Rechnung mit Frankreich
Österreichs Frauen-Nationalteam ist bei der Eishockey-Heim-WM der Division 1A (B-WM) in Graz nach zwei Spielen ungeschlagen. Nach dem Auftaktsieg gegen Norwegen besiegte die ÖEHV-Auswahl am Ostersonntag auch Ungarn und führt die Tabelle vor den punktegleichen Favoritinnen aus Japan an. Am Dienstag (20.00 Uhr) folgt gegen Frankreich die dritte Aufgabe im Aufstiegskampf.
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Nur die Turniersiegerinnen sind für den Aufstieg in die Eliteklasse berechtigt. Die Französinnen sind bisher punkte- und torlos, und Österreichs Eishockey-Damen erzielten in zwei Spielen zehn Tore mehr als Frankreich, kassierten aber auch zwei mehr. Das ist der Ansatzpunkt für Teamchef Pekka Hämäläinen, der vor allem das Spiel in der Defensive verbessern will. Vorbild sind die Japanerinnen, die bisher ohne Gegentor geblieben sind.
Immer knappe Spiele
Die letzten drei Partien gegen die Französinnen bei Weltmeisterschaften und in der Olympiaqualifikation waren immer knapp: 2015 in Rouen lag Österreich 0:2 zurück, gewann aber noch 3:2. 2016 im dänischen Aalborg gewann Frankeich 2:1. Im Februar gab es beim Scheitern im Kampf um Olympia 2018 in Japan ein 1:3, wobei das letzte Tor ein Empty-net-Treffer war.

GEPA/Hans Oberlaender
Bisher durften sich Österreichs Eishockey-Damen über zehn Tore freuen
Die offene Rechnung aus Japan soll in Graz beglichen werden. Ob Dienstagabend wie gegen Ungarn Theresa Hornich im Tor beginnt oder wie gegen Norwegen Jessica Ekrt, entscheidet Hämäläinen in Absprache mit seinen Assistenten erst am Spieltag nach dem Vormittagstraining.
Mit Tempo und vier Linien zum Erfolg
In der Offensive setzt Hämäläinen weiter auf die Topform seiner Leaderinnen. Wie beispielsweise Denise Altmann, bisher mit vier Toren und drei Assists beste Scorerin der Weltmeisterschaft. Oder auf US-Export Janine Weber, die semiprofesionell bei den New York Riveters in der National Women’s Hockey League (NWHL) spielt.
„Sehr gut, wie sie für das ganze Team hart arbeitet“, lobte Hämäläinen die Tirolerin. Mit Tempo und vier Sturmlinien soll die Revanche gegen die Französinnen gelingen. Auf den angestrebten Erfolg werden Österreichs Spielerinnen auch von Sportpsychologin Andrea Keplinger entsprechend eingestimmt. Wenn auch diese Hürde genommen wird, ist das Medaillenziel praktisch geschafft. Danach geht es am Donnerstag (20.00 Uhr) gegen Japan um den Aufstiegstraum.
Frauen-WM der Division IA in Graz
Spielplan: |
15.04. |
Dänemark |
Frankreich |
1:0 |
|
Japan |
Ungarn |
1:0 |
|
Österreich |
Norwegen |
6:4 |
16.04. |
Japan |
Dänemark |
3:0 |
|
Norwegen |
Frankreich |
3:0 |
|
Österreich |
Ungarn |
4:2 |
18.04. |
Japan |
Norwegen |
5:3 |
|
Ungarn |
Dänemark |
2:0 |
|
Österreich |
Frankreich |
3:1 |
20.04. |
Ungarn |
Frankreich |
1:0 |
|
Dänemark |
Norwegen |
3:1 |
|
Japan |
Österreich |
4:1 |
21.04. |
Norwegen |
Ungarn |
6:0 |
|
Japan |
Frankreich |
4:0 |
|
Österreich |
Dänemark |
6:1 |
Tabelle: |
1. |
Japan |
5 |
5 |
0* |
0** |
0 |
17:4 |
15 |
2. |
Österreich |
5 |
4 |
0* |
0** |
1 |
20:12 |
12 |
3. |
Norwegen |
5 |
2 |
0* |
0** |
3 |
17:14 |
6 |
4. |
Dänemark |
5 |
2 |
0* |
0** |
3 |
5:12 |
6 |
5. |
Ungarn |
5 |
2 |
0* |
0** |
3 |
5:11 |
6 |
6. |
Frankreich |
5 |
0 |
0* |
0** |
5 |
1:12 |
0 |
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