Äthiopier fühlt sich in Topform
Kenenisa Bekele ist der erklärte Favorit für den London-Marathon am Sonntag. Das Wetter scheint dem Klassiker anders als in Wien und Hamburg gewogen, ob der 34-jährige Äthiopier den 2014 in Berlin mit 2:02:57 Stunden aufgestellten Weltrekord des Kenianers Dennis Kimetto angreifen kann, bleibt abzuwarten. Rücken-, Hüft- und Wadenverletzungen gehören aber der Vergangenheit an.
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Der dreifache Olympiasieger und Weltrekordhalter über 5.000 und 10.000 m möchte seinem Erfolgskonto eine weitere Bestmarke hinzufügen, im vergangenen September schrammte er in Berlin um nur sechs Sekunden daran vorbei. „Zeiten sind sehr wichtig. Ich sehe da draußen derzeit keinen, der meine Marken erreichen kann“, sagte Bekele. „Im Marathon gibt dir eine Zeit von 2:10 und ein Sieg nicht das Glücksgefühl wie ein Sieg in 2:04.“
Er fühle sich gleich gut in Form wie in Berlin und glaube, in der Lage zu sein, seine persönliche Bestleistung verbessern zu können, meinte Bekele. 2016 wurde er in London in 2:06:36 Dritter und bezeichnete das Publikum als einzigartig bei Läufen. „Die Leute hier lieben den Sport, es ist sehr speziell.“
Vorjahressieger Kipchoge hat andere Pläne
Vorjahres- und Olympiasieger Eliud Kipchoge tritt nach Erreichen des Streckenrekordes (2:03:05) und Verfehlens des Weltrekordes nicht zur Titelverteidigung an. Der 32-jährige Kenianer konzentriert sich auf das Nike-Projekt „Breaking2“, wo es im Mai im Autodromo von Monza darum geht, unter zwei Stunden zu bleiben.
Bekeles stärkste Herausforderer sind am Sonntag der Kenianer Abel Kirui - der Weltmeister von 2009 und 2011 fand mit dem Sieg beim Chicago-Marathon 2016 zur Form zurück -, der regierende Weltmeister und New-York-Sieger Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea und die beiden Äthiopier Tesfaye Abera (Hamburg-Sieger 2016) und Feyisa Lilesa (Olympiazweiter von Rio de Janeiro).
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