„Karten werden komplett neu gemischt“
Eben noch wurde Dominic Thiem am Sonntag nach einem hochklassigen Match in seinem ersten ATP-Masters-1000-Finale in Madrid trotz knapper Niederlage auch von seinem Bezwinger Rafael Nadal in höchsten Tönen gelobt. Da geht es am Mittwoch für den Niederösterreicher in der zweiten Runde in Rom beim nächsten Masters-Event gegen den starken Uruguayer Pablo Cuevas wieder weiter.
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Innerhalb weniger Tage spielt Thiem also erneut gegen Cuevas, den er im Madrid-Halbfinale mit 6:4 6:4 ausgeschaltet hatte. Der Südamerikaner setzte sich am Dienstag gegen den Franzosen Adrian Mannarino mit 6:4 7:6 (7/2) durch. Sein Match musste, wie übrigens auch jenes von Alexander Zverev (GER) beim 6:4 4:6 6:4 gegen Kevin Anderson (RSA), wegen Platzproblemen für einige Minuten unterbrochen werden.
Thiem greift in Rom an
Nach seinem Finaleinzug in Madrid ist Dominic Thiem voller Selbstvertrauen nach Rom weitergereist. Dort nimmt er den nächsten Anlauf auf seinen ersten großen Sandplatztitel.
Schnelle Bedingungen in Rom
„Die Karten werden komplett neu gemischt“, sagte Thiem, der am Dienstag abseits der Turnieranlage mit dem Deutschen Jan-Lennard Struff trainierte, gegenüber der APA. Erst am Vortag war er aus Madrid angereist und hatte den freien Tag genossen. „Es ist ein super Sandplatz hier, für Sand sind es eher schnelle Bedingungen, mir taugt es recht gut.“ An ein mögliches Viertelfinale gegen Nadal wollte er aber nicht denken. „Die Auslosung gegen Cuevas ist alles andere als ein Schokolos.“

APA/AP/Francisco Seco
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage trifft Thiem auf den starken Cuevas
Den Respekt seiner möglichen Gegner ihm gegenüber sieht er nicht unbedingt gestiegen. „Denen geht es wie mir, jedes Match ist neu. Vor allem bei so einem Turnier. Da kann, bis auf eine Ausnahme, und die ist zurzeit der Nadal, jeder fast jeden schlagen“, sagte der 23-Jährige. Dank intensiver Physiobehandlungen von Alex Stober in der Vorwoche, die nach den späten Matches bis tief in die Nacht gingen, fühlt er sich gut regeneriert. „Da werde ich schon fit sein in meinen jungen Jahren“, meinte Thiem schmunzelnd.
Bisher drittbester Spieler des Jahres
Österreichs Nummer eins wurde auch in Rom noch einmal zu seiner tollen Performance in Madrid befragt. „Es war auf jeden Fall eines meiner besten Matches. Es hat extrem viel Spaß gemacht. Nicht jedes Tennismatch macht Spaß, aber das schon. Obwohl ich es verloren habe, vor vollem Centre-Court gegen Nadal auf Sand“, erklärte der Weltranglistensiebente bzw. bisher drittbeste Spieler des Jahres. „Ja, es hat mich echt positiv gestimmt, wie viel besser es eigentlich nach Barcelona in der kurzen Zeit geworden ist.“
Madrid sei auch generell ein gutes Turnier für ihn gewesen, einiges sei aber auch gut für ihn gelaufen, gab er zu bedenken. „Ich hätte leicht gegen (Grigor, Anm.) Dimitrow draußen sein können. Aber ich habe das erste Mal seit Ewigkeiten wieder ein Match nach abgewehrten Matchbällen gewonnen“, erinnerte der achtfache ATP-Turniersieger. Der Thriller gegen den Bulgaren bedeutete auch mental viel für den Niederösterreicher. „Das Match hat mir schon einen ziemlichen Boost gegeben“, gestand Thiem.
„Ich erwarte jetzt keine Wunderdinge“
Aber trotzdem wird der Lichtenwörther deshalb nicht abheben. Bodenständig beantwortete er die Fragen zu den auch international gestiegenen Erwartungen. „Die Erwartungen für hier oder die French Open hat es nicht geändert.“ Zur Neuauflage vom Semifinale von letzter Woche meinte Thiem: „Da sieht man eh wie tough das ist, weit zu kommen bei diesen Turnieren. Ich konzentriere mich wieder von Runde zu Runde und erwarte jetzt keine Wunderdinge.“
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