„So will man sich nicht verabschieden“
Steffen Hofmann hat seinen Vertrag beim tipico-Bundesligisten Rapid um eine Saison verlängert. Der Kapitän bleibt damit an Bord des diese Saison in schwere Not geratenen grün-weißen Dampfers. „Diese Saison war alles andere als gut, so will man sich nicht verabschieden“, sagte der 36-Jährige. Hofmann beendete damit das lange Rätselraten um seine sportliche Zukunft.
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Der langjährige Kapitän ist gemeinsam mit Peter Schöttel mit 527 Pflichtspieleinsätzen Rekordspieler der Hütteldorfer. Künftig soll er bei den Grün-Weißen auch abseits des grünen Rasens als Talentemanager eingebunden werden. „Ich habe mir das sehr gut überlegt, es gab viele Dinge, die reingeflossen sind. Deshalb hat es länger gedauert“, meinte Hofmann. „Es macht mir noch unheimlich viel Spaß“, gab der schon seit Langem in Wien ansässige, gebürtige Franke zu Protokoll.

GEPA/Philipp Brem
Hofmann wird 2017/18 auch als Talentemanager tätig sein
Seine Rolle in dieser Saison war lange Zeit die des „Jokers“. Erst unter Goran Djuricin kam Hofmann zu regelmäßigen Einsätzen. Auch verletzungsbedingt waren es 2016/17 in der Liga nur 15 Spiele (zwei Tore). Als Abschiedstournee sehen will Hofmann die kommende Saison nicht. Sein Ziel sei es nach wie vor, ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft zu sein, betonte der Fanliebling. „Wer mich kennt, weiß, dass ich immer spielen will. Das wird auch nächste Saison der Fall sein.“ Parallel dazu wird der dreifache Familienvater sich auch um den grün-weißen Nachwuchs kümmern.
Wie Sportchef Fredy Bickel bekanntgab, soll Hofmann als Talentemanager diese unmittelbar betreuen und sich damit „auf seine anschließende Tätigkeit einstellen“. Die größten Hoffnungen des Vereins sollen neben dem Kapitän wachsen. Dazu soll Hofmann beispielsweise auch Kontakte mit verliehenen Talenten aufrecht halten.
Hofmann sieht sich in erster Linie noch als Spieler
„Wir haben intensive Gespräche geführt, uns war wichtig, wie die weitere Zukunft aussieht. Wir haben Änderungen vor für kommende Saison und sind glücklich, dass Steffen da mithilft“, sagte Bickel. Hofmann ließ durchblicken, dass es bei der Frage nach dem Danach aber auch „kleine Unstimmigkeiten“ gegeben habe. Er freue sich über die neue Aufgabe, meinte der Spielgestalter. Dennoch sehe er sich in erster Linie noch als Spieler.
Trainer Djuricin freute sich „sehr, dass endlich Klarheit herrscht und Ruhe ist“. Der Nachfolger von Damir Canadi hatte von Beginn seiner Amtszeit an auf Hofmann gesetzt. „Er ist sehr wichtig für die Mannschaft, in vielen Bereichen“, sagte der sechs Jahre ältere Djuricin.
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