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Bestmarke deutlich gedrückt

Felix Auböck hat bei der WM in Budapest am Dienstag sein zweites Finale erreicht. Hatte er am Sonntag auf dem Weg zum fünften Endrang über 400 m Kraul Vorlaufbestzeit fixiert, so markierte er nun über 800 m Kraul unter 30 Aktiven die viertbeste Vorlaufmarke.

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Mit 7:49,24 Minuten verbesserte er seinen am 4. Mai in Atlanta fixierten österreichischen Rekord um gleich 6,62 Sekunden. Schnellster war der Italiener Gregorio Paltrinieri in 7:45,31. Der Endlauf ist für Mittwoch (19.05 Uhr) angesetzt.

„Es ging viel besser als gestern“

Es hat sich für Auböck also offenbar ausgezahlt, dass er am Montag über 200 m Kraul auf ein Swim-off-Duell und damit eine mögliche Semifinal-Teilnahme verzichtet hatte. „Es ging viel besser als gestern,“, sagte der 21-Jährige. "Die ersten 400 m waren lockerer, die zweiten 400 etwas schwerfällig. Man merkt die bisherigen Einsätze. Die Zeit hat mich dann aber selbst überrascht. Mehr als sechs Sekunden schneller ist ein super neuer Rekord. Dass ich jetzt in meinem zweiten WM-Finale stehe, ist großartig. Das macht schon sehr stolz.“

OSV-Schwimmer Felix Auböck

GEPA/Philipp Brem

Auböck schwimmt am Mittwoch um die Medaillen mit

"Er hat wieder genau seinen Plan eingehalten. Sehr diszipliniert. Das zeichnet ihn besonders aus. Wir wollten das Feld nicht wegziehen lassen. Das ist wieder perfekt aufgegangen“, sagte Coach Sam Wensman. "Er ist ein extrem großer Kämpfer, und wir sind sehr froh, dass wir ihn in Michigan im Team haben. Vorlaufschnellster war er diesmal nicht, aber als Vierter ins 800 m Finale einzuziehen ist schon sehr beeindruckend und bestätigt seine sehr gute Form und seine ansteigende Leistungskurve. Felix kann noch viel schaffen.“

Staber 25. über 200 m Delfin

Patrick Staber kam bei seinem WM-Debüt über 200 m Delfin in 1:59,10 Minuten auf Rang 25, seine persönliche Bestzeit vom 22. April verfehlte er um 18 Hundertstelsekunden. Die Auslosung hatte ihm einen sehr starken Lauf mit dem Ungarn Laszlo Cseh beschert. „Ich habe von vorne weg riskiert, musste mitschwimmen“, sagte Staber.

Im Finish machte sich aber eine Durchfallerkrankung von Sonntag bemerkbar. „Die erste Hälfte hat sich gut angefühlt, auf der letzten Länge ist dann aber der Hammer gekommen. Aber ich habe gewusst, dass ich das Tempo hochhalten muss.“ Am Sonntag startet er noch auf seinen bevorzugten 400 m Lagen. „Mir bleiben jetzt vier Tage zur völligen Regeneration. Das ist Zeit genug, um die Akkus alle wieder voll zu bekommen. Die 200 waren ein intensives Einschwimmen für die 400. Da geht es mir dann körperlich auch wieder besser, und ich hoffe auf eine weitere Steigerung.“

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