Elfer und Rote Karte als Auslöser
Das Rückspiel der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation zwischen AEL Limassol gegen Austria Wien in Larnaka hat tumultartige Szenen gebracht und war am Mittwoch zwischenzeitlich für rund 15 Minuten unterbrochen. Die Wiener traten nach Anweisung des Referees und unter der Führung von Trainer Thorsten Fink nach rund 30 Minuten ab, weil die Sicherheit der Mannschaft nicht gewährleistet war.
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Gegenstände flogen von den Tribünen Richtung Austria-Bank, Spieler wurden mit Getränken beschüttet, und auch die Spieler und Betreuer gerieten aneinander. Die Emotionen auf beiden Seiten gingen hoch, als Limassol-Kapitän Marco Airosa nach einer Notbremse gegen Felipe Pires von Schiedsrichter Artjom Kuchin in der 27. Minute ausgeschlossen wurde.

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Diese Rote Karte gegen AEL-Kapitän Airosa war der Auslöser für die Tumulte
Der Kasache gab außerdem Elfmeter für die Violetten, obwohl das Foul deutlich außerhalb des Strafraumes erfolgte. In der Folge konnte sich Airosa nicht beruhigen und versetzte Pires auch einen Kopfstoß. Den fälligen Elfer verwertete Raphael Holzhauser nach der Unterbrechung schließlich in der 42. Minute zur 1:0-Führung.
Abbruch für Austria kein Thema
Laut Angaben der Austria starteten die Tumulte, nachdem Christoph Martschinko von einem Becher im Gesicht getroffen wurde. Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer äußerte sich in der Halbzeitpause im österreichischen Privat-TV zu den Vorfällen. „Das Publikum und die gegnerische Mannschaft haben nach der Elfmeterentscheidung, die sicherlich nicht unglücklich für uns war, die Nerven verloren. Es waren dann tumultartige Szenen“, schilderte Kraetschmer seine Sicht der Dinge.

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Die Austria wartete ab, bis sich die Stimmung wieder beruhigte
„Angeblich sind zwei Spieler von uns mit Kaffee beschüttet worden. Martschinko ist sogar im Gesicht getroffen worden. Wir haben mit ihm gesprochen, er fühlt sich topfit, und deswegen ist es weitergegangen. Das ist im Sinne des Sports eine vernünftige Entscheidung“, meinte Kraetschmer. Ein Abbruch sei kein Thema gewesen. „Wir haben klar signalisiert, dass wir das Spiel fortsetzen wollen.“
Europa League, Qualifikation
Mittwoch, Dritte Runde, Rückspiel:
AEL Limassol - Austria 1:2 (0:1)
Larnaka, Stadion Papadopoulos, 6.500 Zuschauer, SR Kuchin (KAZ)
Torfolge:
0:1 (34.) Holzhauser (Foulelfmeter)
1:1 (60.) Aldair
1:2 (90.) Pires
Limassol: Vozinha - Airosa, Lafrance, Mitrea, Avraam - Soares, Fidelis - Mesca (73. Dani), Arthur (46. Aldair), Sassi - Arruabarrena (42. Kyriakou)
Austria: Hadzikic - Larsen, Westermann, Filipovic, Martschinko - Serbest - Tajouri (66. De Paula), Grünwald, Holzhauser (91. Kadiri), Pires - Monschein (83. Friesenbichler)
Rote Karte: Airosa (26./Torraub)
Gelbe Karten: Arthur, Mitrea, bzw. Martschinko, Filipovic, Larsen, Pires
Die Besten: Sassi, Soares bzw. Westermann, Holzhauser
Hinspiel 0:0 - Austria steigt mit 2:1 ins Europa-League-Play-off auf (Auslosung am Freitag, Spieltermine 17. und 24. August)
Anmerkung: Das Spiel wurde wegen Zuschauerausschreitungen für rund eine Viertelstunde unterbrochen.
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