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Pogba vor Ablöse als teuerster Fußballer

Der teuerste Transfer der Fußballgeschichte scheint so gut wie fix zu sein: Brasiliens Superstar Neymar hat den spektakulären Wechsel zu Paris Saint-Germain seinen bisherigen Teamkollegen vom FC Barcelona bestätigt und sich gleichzeitig von der Mannschaft um Lionel Messi, Luis Suarez und Trainer Ernesto Valverde verabschiedet. Das teilte der katalanische Verein spanischen Medienberichten zufolge am Mittwochvormittag mit.

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Neymar kam gegen 9.00 Uhr mit einem blauen Sportwagen auf dem Trainingsgelände Ciutat Esportiva Joan Gamper an. Wie die Sportzeitung „As“ auf ihrer Homepage berichtete, verabschiedete sich Neymar eine Dreiviertelstunde später. Mit Erlaubnis von Trainer Valverde nahm der Südamerikaner auch nicht mehr am Training teil. In der Zwischenzeit soll der 25-Jährige seine Kollegen in der Kabine über den unmittelbar bevorstehenden Wechsel informiert haben.

Neymar in einem Auto auf einem Parkplatz am Trainingsgelände von Barcelona

APA/AFP/Josep Lago

Neymars vorerst letzte Fahrt auf das Trainingsgelände des FC Barcelona

222 Millionen „zur Gänze zu bezahlen“

„Der Spieler Neymar Jr. hat bei einem Treffen in den Büros des Clubs und in Begleitung seines Vaters und Agenten seine Entscheidung mitgeteilt, den Verein zu verlassen. Angesichts dieser Bekanntgabe hat der Club auf die geltende Vertragsauflösungsklausel hingewiesen, die seit dem 1. Juli 222 Millionen Euro beträgt, und dabei betont, dass diese zur Gänze bezahlt werden muss“, lautete die offizielle Barca-Stellungnahme am Mittwochnachmittag.

Demzufolge ist Ligue-1-Vizemeister PSG bereit, die im Barcelona-Vertrag festgeschriebene Ablösesumme von 222 Millionen Euro für Neymar zahlen. Es wäre der teuerste Transfer in der Geschichte des Fußballs. Bisheriger Spitzenreiter sind nicht Neymars argentinischer (Noch-)Teamkollege Messi und auch nicht Real Madrids portugiesischer Megastar Cristiano Ronaldo.

Alle Megatransfers in den Schatten gestellt

Auf Rang eins liegt zurzeit der Franzose Paul Pogba, der vor einem Jahr von Juventus Turin zu Manchester United für 105 Millionen Euro wechselte - gefolgt von Ronaldos walisischem Vereinskollegen Gareth Bale, der 2013 für 94 Millionen von Tottenham Hostpur gekommen war. Manche Quellen berichteten auch von 100 Millionen Euro. Ronaldo war 2009 von Manchester United für 94 Millionen Euro nach Madrid geholt worden.

Rekordsumme für Neymar-Transfer

Fußballstar Neymar wechselt für über 220 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain. Die Transfersumme ist mehr als doppelt so hoch wie beim bisherigen Rekordhalter Paul Pogba.

Das sind Zahlen, die der Transfer Neymars zum französischen Serienmeister klar in den Schatten stellen würde. Der Pariser Club, bei dem Scheich Nasser al-Chelaifi aus Katar das Sagen hat, will die festgeschriebene Irrsinnssumme zahlen. Neymar hatte bei den Katalanen im Oktober 2016 einen neuen Kontrakt unterschrieben, der bis 2021 gültig ist. Er war 2013 vom FC Santos zum spanischen Club gewechselt - für 83,5 Millionen Euro. Sollte es zum spektakulären Transfer kommen, dürfte auf den internationalen Markt noch einmal Bewegung kommen. Barca dürfte einen Teil der 222 Millionen Euro nutzen, um Ersatz für den Brasilianer zu holen.

„Bon Voyage“, „Egoist“, „Söldner raus“

Die Barca-Fans nehmen Neymar den Abschied und das ewige Hin und Her der letzten Wochen offensichtlich übel. In der Stadt tauchten bereits Protestplakate auf. Über einem Bild des Brasilianers war „Verräter gesucht“ zu lesen. Darunter: „Söldner raus aus Barcelona“. Kapitän Andres Iniesta habe gefordert, dass der Profi „endlich etwas sagt“, schrieben zumindest spanische Medien, die ähnlich „verschnupft“ wie die Anhänger reagieren. „Sport“ nannte den Profi einen Egoisten, und „Mundo Deportivo“ wünschte Neymar ironisch gleich auf Französisch „Bon Voyage“.

30 Millionen Jahresgehalt in Paris

Das alles dürfte Neymar wenig jucken. PSG-Scheich Nasser al-Chelaifi will offenbar nicht nur die Ablöse zahlen, sondern Neymar den Abgang noch mit zusätzlich 100 Millionen Euro Wechselprämie und einem Jahresgehalt von 30 Millionen versüßen. Um keine Probleme mit dem „Financial Fairplay“ zu bekommen, soll sich Neymar selbst als Privatperson aus dem laufenden Barca-Vertrag kaufen. Die dafür nötigen 222 Millionen Euro erhält er laut Medienberichten ebenso wie die Zusatzprämie vom staatsfinanzierten Fonds Qatar Sports Investment, der seit 2011 auch Besitzer von Paris Saint-Germain ist, für eine Botschafterrolle für die WM 2022 in Katar.

„Viel Glück für die neue Etappe“

Die Präsentation von Neymar soll „noch diese Woche“ in der französischen Hauptstadt erfolgen. Das gab sein Berater Wagner Ribeiro am Mittwoch bekannt. Barcelona-Superstar Lionel Messi hat seinem langjährigen Sturmpartner Neymar bereits „viel Glück für die neue Etappe“ in dessen Leben gewünscht.

Dazu postete der Argentinier bei Instagram ein Foto, das die gefalteten Fußballtrikots beider Spieler im Spind nebeneinander zeigt. „Es war eine enorme Freude, all die Jahre mit dir zu teilen“, schrieb Messi weiter. „Wir sehen uns.“

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