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Gegentore folgen vergebenen Chancen

Die Tabelle mag noch wenig Aussagekraft besitzen. Doch die Art und Weise, wie Rapid am Sonntag in eine 1:3-Niederlage bei FC Flyeralarm Admira Wacker schlitterte, lässt im grün-weißen Lager Erinnerungen an die Vorsaison und teilweise auch an die ersten Partien der neuen Saison wach werden. Auch Rapid-Fans benahmen sich wieder daneben - wie schon beim Wiener Derby.

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Erneut verursachten auf das Spielfeld geworfene Gegenstände eine Unterbrechung. Und wieder konnten sich Rapid-Verantwortliche zu keinem klaren Statement durchringen, ohne nicht auch gleichzeitig auf ein angebliches Fehlverhalten des Schiedsrichters hinzuweisen. „Ich muss die Mannschaft jetzt aufbauen“, betonte Trainer Goran Djuricin, der nach dem Schlusspfiff ebenfalls bei hässlichen Szenen beteiligt war. Nur mit Mühe war er bei einer verbalen Auseinandersetzung mit Admira-Betreuern zu beruhigen gewesen.

Rapid-Trainer Djuricin

GEPA/Christopher Kelemen

Goran Djuricin hatte keinen leichten Tag in der Südstadt

Rapid bezog gegen die Admira also die erste Niederlage in dieser Saison. Doch nicht nur am Sonntag, auch bei den anderen Auftritten in diesem Sommer war ein Trend nicht von der Hand zu weisen: Die Hütteldorfer praktizieren teilweise sehenswerten Ballbesitzfußball, schaffen es aber nicht oft genug, die vorhandenen Chancen in Tore umzumünzen. Die Spielkultur, auf die Djuricin so viel Wert legt, brachte bisher wenig Zählbares ein.

Mangelnde Effizienz und Einbruch nach Pause

„Es ist so, dass wir sehr ineffizient waren“, fasste der Wiener die erste Hälfte in der Südstadt zusammen. „Wir hatten vier gute Möglichkeiten, aber durch einen Eigenfehler haben wir das Tor bekommen. Die Admira hatte, glaube ich, keinen einzigen Torschuss, wir hatten fast achtzig Prozent Ballbesitz, das sagt eh alles. So eine Partie muss man mal heimspielen“, meinte Djuricin ernüchtert. „Ich verstehe nicht, wie man so ein Spiel aus der Hand geben kann.“

In der Defensive fallen Schwächen auf, vor allem mit Fortdauer des Spiels. Gegen die Admira kassierte Rapid zum dritten Mal in dieser Saison zwei Tore nach dem Seitenwechsel. Von den acht Gegentreffern in der Saison fing sich die Truppe sieben nach der Pause ein - das könnte ein Hinweis auf Ermüdungserscheinungen durch falsche Trainingssteuerung sein. „Wir dürfen einfach nicht so viele Eigenfehler machen“, meinte Djuricin und gab zu, dass in der zweiten Hälfte „ein bisschen die Spritzigkeit“ gefehlt habe.

Noch kein Feuer am Dach

Individuelle Fehler in der Abwehr haben ihren Teil zu einer verkorksten Vorsaison beigetragen. Die Verkettung von eigenem Unvermögen und Pech ließ Spieler und Fans am Sonntag wieder an Partien aus der jüngeren Vergangenheit denken. „Leider erinnert das ein bisschen an die Spiele von letzter Saison, was wir heute gezeigt haben“, gestand Kapitän Stefan Schwab.

Noch sei aber kein Feuer am Dach. „Wir müssen über die Niederlage reden und schauen, was wir besser machen können. Aber die Welt wird nicht untergehen“, kalmierte Djuricin. In der Spielzeit 2016/17 lag Rapid zu diesem Zeitpunkt unter Chefcoach Mike Büskens mit neun Punkten auf dem zweiten Platz. Ein Jahr später ist man Fünfter mit fünf Punkten, Tabellenführer Sturm Graz bereits sieben Zähler entfernt. Von einem Fehlstart wollte Djuricin jedoch nicht explizit sprechen: „Ich habe nichts davon, wie man es benennt.“

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