Themenüberblick

Verbotener Einsatz von Smartwatches

Die Boston Red Sox haben sich mittels verbotener technischer Hilfsmittel in der Major League Baseball (MLB) einen Vorteil verschafft. Laut einem Bericht der „New York Times“ (Dienstag-Ausgabe) gestand der aktuelle Spitzenreiter der American-League-East-Division bereits ein, mit Hilfe von Apple-Smartwatches Informationen von außen an die Bank und von dort an die Spieler weitergegeben zu haben.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Dabei geht es um die geheimen Zeichen, die der Fänger (Catcher) seinem Werfer (Pitcher) gibt und vom gegnerischen Schläger (Hitter), der vor dem Fänger steht, nicht einsehbar sind. Ein Mitarbeiter der Red Sox soll diese Zeichen nun im TV verfolgt und per Smartwatch an die Trainer weitergeleitet haben. Die Coaches konnten ihrem Schläger auf diese Weise wichtige Infos über den kommenden Wurf liefern.

Hanley Ramirez (Boston Red Sox)

APA/AFP/Getty Images/Omar Rawlings

Bostons Hanley Ramirez war auf die gegnerischen Würfe gut vorbereitet

Das Ausspionieren der gegnerischen Zeichen ist in der MLB nicht verboten, unzulässig ist aber der Einsatz elektronischer Hilfsmittel. Aufgedeckt wurde der Betrug der Red Sox ausgerechnet von Brian Cashman, dem Manager der New York Yankees, der sich über die illegalen Machenschaften beim Erzrivalen aus Boston offiziell beschwert und belastendes Videobeweismaterial an die Liga weitergereicht hatte.

Link: