„Richtig schlecht“
Torjäger Deni Alar ist nach dem Ende des Erfolgslaufs von Puntigamer Sturm Graz in Pasching verärgert gewesen. „Wir sind Tabellenführer. Wahrscheinlich hat jeder geglaubt, dass das heute locker gehen wird“, polterte Alar nach dem 1:2 gegen den LASK, der ersten Saisonniederlage.
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Nach den erfolgreichen Vorwochen war der Torschütze zum 1:1 am Samstagabend sauer über eine „richtig schlechte“ erste Hälfte. „Wir haben die Zweikämpfe nicht gewonnen und waren immer einen Schritt zu spät. Heute hätte man die ganze Mannschaft austauschen können“, meinte Alar. Zwar bemerkte auch der 27-Jährige in der zweiten Hälfte eine Leistungssteigerung: „Wir waren aber zu unkonzentriert.“
Erst Erfolgsserie, dann Rückschläge
Er meinte damit wohl auch sich selbst. Der Goalgetter hatte zwar vom Elfmeterpunkt und damit im vierten Spiel in Folge getroffen, ließ aber in der Schlussphase die beste Chance auf den Ausgleich aus, indem er im Rückraum frei stehend am Tor vorbeizielte.
LASK schlägt Sturm
Der Höhenflug von Sturm Graz ist am Samstag in Pasching zu Ende gegangen. Die Steirer mussten sich am siebenten Spieltag gegen den LASK erstmals in dieser Saison geschlagen geben.
Sturms Kapitän Christian Schulz, der heuer erstmals in der Startelf stand, hatte ebenfalls mahnende Worte parat. „Ich sehe Parallelen zum letzten Jahr. Da hatten wir auch erst eine Serie, und dann kam der Rückschlag gegen Mattersburg“, erinnerte sich Schulz.
Alar: So verliert Sturm auch gegen Admira
Das kommende Auswärtsspiel in der Südstadt gegen eine wieder von Ernst Baumeister trainierte Admira gewinnt nun unfreiwillig an Bedeutung. „Wenn wir nächste Woche wieder so auftreten, verlieren wir wieder“, prophezeite Alar, während Schulz betonte: „Wir müssen jetzt zeigen, dass wir daraus gelernt haben.“
Für den deutschen Routinier gilt es auch, möglichst schnell mehr Stabilität in den schwächelnden Grazer Abwehrverbund zu bringen. Von den Top Sechs hat bisher nur Austria Wien (zwölf) mehr Gegentore als Sturm (zehn) kassiert.
Sturm nicht „wach“ genug
Sturms Trainer Franco Foda, früher selbst Verteidiger, wollte der Niederlage, wie zuletzt dem Erfolgslauf, zumindest in der Öffentlichkeit nicht allzu große Bedeutung beimessen. „Wir hätten die Serie gerne verlängert. Aber es war klar, dass wir nicht alle 36 Spiele gewinnen würden“, sagte Foda.
Nach einem Doppelwechsel und einer Systemumstellung zur Pause steigerten sich die Steirer. Die Statistik zählte am Ende 20:6 Torschüsse für Sturm. „Ich denke, ein Punkt wäre absolut verdient gewesen. Aber schlussendlich waren wir nicht so wach wie bei den letzten Auftritten“, bemerkte Foda und lobte LASK-Goalie Pavao Pervan.
Pervan klopft bei ÖFB-Team an
Denn spätestens am Linzer Goalie war für die bisher so treffsichere Sturm-Offensive Endstation. „Ich fühle mich derzeit sicher, auch durch die Sicherheit meiner Vorderleute. Wir haben zu Hause großes Selbstvertrauen“, sagte Pervan, der in Pasching in dieser Saison nur von Alar bezwungen wurde.

GEPA/Matthias Hauer
Pavao Pervan spielt sich beim LASK mit guten Leistungen in den Vordergrund
Die guten Leistungen des 1,94 Meter großen Torhüters dürften auch dem ÖFB nicht verborgen geblieben sein. Angesprochen auf mögliche Nationalteam-Ambitionen gab sich der 29-Jährige betont defensiv: „Ich muss geduldig bleiben und Leistung zeigen für den LASK.“
LASK jubelt über „beste Leistung“
Mit dem 2:1 verlängerten die Oberösterreicher ihre ausgezeichnete Heimserie in der Paschinger TGW-Arena. Seit dem Umzug aus Linz hat der Aufsteiger zuletzt im April 2015 verloren. „Wir gehen zu Hause mit einem anderen Selbstbewusstsein auf den Platz“, erklärte Trainer Oliver Glasner.
Er bejubelte einen „fantastischen Sieg“ und einen Kraftakt seines Teams. „Heute sind alle Spieler von eins bis 14 an ihre Grenzen gegangen.“ Der stark aufspielende Siegestorschütze Maximilian Ullmann spendete kollektives Lob: „Die erste Halbzeit war unsere beste Leistung in dieser Saison.“
Tipico-Bundesliga, 7. Runde
Samstag:
LASK - Sturm 2:1 (2:1)
Pasching, TGW-Arena, 6.009 (ausverkauft), SR Lechner
Tore:
1:0 Erdogan (10.)
1:1 Alar (25./Foulelfmeter)
2:1 Ullmann (34.)
LASK: Pervan - Ramsebner, Trauner, Pogatetz - Ranftl, Erdogan, Michorl, Ullmann - M. Berisha (86./Raguz), Gartler (65./Goiginger), Bruno (77./D. Reiter)
Sturm: Siebenhandl - Koch, Maresic, Schulz - Potzmann (46./Zulechner), Lovric (46./Jeggo), P. Zulj, Lykogiannis - Huspek, Alar, Röcher (73./Eze)
Gelbe Karte: Lovric
Die Besten: Pervan, Ullmann bzw. Huspek
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