Themenüberblick
Verdacht auf Stimmenkauf
Vor einem Monat war bereits Nuzmans Anwesen durchsucht worden - er ist auch seit 22 Jahren der Chef des Nationalen Olympischen Komitees Brasiliens. Bei der IOC-Vollversammlung in Lima hat der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, betont: „Wenn Beweise vorgelegt werden, werden wir handeln.“ Glaubwürdigkeit sei extrem wichtig.

APA/AFP/Apu Gomes
OK-Chef Nuzman ist bereits seit Längerem in Erklärungsnot
Staatsanwalt sieht „starke Indizien“
Auslöser waren Ermittlungen der französischen Justiz. Nuzman steht unter Verdacht, Geldzahlungen an afrikanische Mitglieder des IOC für eine Zustimmung zu Olympia in Rio vermittelt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft gebe es dafür „starke Indizien“. Berichten zufolge soll unter anderem die Stimme des langjährigen Chefs des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) und IOC-Mitglieds Lamine Diack aus dem Senegal gekauft worden sein.
Rio hatte sich bei 2009 gegen Madrid, Tokio und Chicago durchgesetzt. Drei Tage vor der Abstimmung sollen dem Sohn Diacks zwei Millionen Dollar von einem brasilianischen Unternehmer überwiesen worden sein. Nuzman und Gryner werden verdächtigt, die Verbindung hergestellt zu haben. Im Rahmen der Operation „Unsauberes Spiel“ werden Verbindungen zu Offshore-Konten auf den Britischen Jungferninseln sowie zu Konten in den USA und auf Antigua und Barbuda untersucht.