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Olympiaquali soll kein Problem werden
Denn der Qualiprozess beginnt im Grunde erst mit diesem Wochenende. In Heerenveen wie danach bei den Weltcups in Stavanger, Calgary und Salt Lake City kann gepunktet werden, per 10. Dezember geht ein Teil der Tickets weg. Die verbleibenden Olympiaplätze werden über ein seit Juli geführtes Zeitenranking vergeben, diesbezüglich abgerechnet wird am 14. Jänner.

Reuters/USA TODAY Sports/Sergei Belski
Vanessa Herzog hofft auf einen Olympiastart in vier Bewerben
Für Herzog sollte die Qualifikation kein Problem sein. Die 22-Jährige strebt die Pyeongchang-Teilnahme über 500, 1.000 und 1.500 m sowie im neuen Olympiabewerb Massenstart an. „Ich erwarte mir, mich auf allen Strecken über die Punkte zu qualifizieren“, sagte sie der APA selbstbewusst.
Herzog schneller denn je
Herzogs Leistungen im bisherigen Saisonverlauf lassen auch einiges erwarten. „Ich habe relativ viel trainiert und hatte schon im Sommer gute Wettkämpfe“, erklärte die in Kärnten lebende Innsbruckerin. Vor knapp drei Wochen legte Herzog in Inzell absolute Topzeiten auf das Eis. „Ich war zu diesem Zeitpunkt noch nie so schnell wie heuer.“
Nach der durchwachsenen vorigen Saison freut sie das nun speziell. Damals war Herzog von einer damals neuen auf ihre alte Schiene zurückgewechselt. Dazu kamen zuletzt neue bequemere Schuhe. „Das ist eine gute Kombination. Die alten Schuhe waren zu hart.“ Nun ist Herzog auf den ersten aussagekräftigen Vergleich mit den Mitbewerberinnen gespannt. „Jetzt werden alle Konkurrentinnen ihre Karten auf den Tisch legen. Ich möchte konstant vorne sein, mit Plätzen von eins bis acht wäre ich happy.“
Mit Vorfreude blickt Herzog auf den Massenstart. „Da kann alles passieren, aber der liegt mir extrem. 16 Runden sind für mich als Sprinter lang, aber ich kann als Inlineskater im Rennen lesen, was passiert.“ Im Massenstartfeld haben sonst nur eine Italienerin und eine Niederländerin Inlineskating-Erfahrung.
Heidegger konzentriert sich auf Langstrecke
Zuversichtlich in die Saison geht auch Linus Heidegger. Im Oktober verbesserte der Tiroler den ÖESV-Rekord über 5.000 m zweimal, primär auf dieser Strecke liegen auch seine Olympiahoffnungen. „Ich habe im Sommer grundlegend ein paar Dinge verändert, die mir relativ gutgetan haben“, ließ er wissen. Dazu zählt eine Trainingskooperation mit dem Deutschen Patrick Beckert. „Da konnte ich vor allem technisch profitieren.“
Grundsätzlich hat Heidegger seine Technik umgestellt, um diese im Finish der Rennen noch besser auf das Eis zu bringen. Außerdem hat er sich anders als bisher nun ganz auf die längeren Strecken konzentriert. Ins 10.000-m-Olympiafeld zu kommen, ist allerdings sehr schwierig, da es da nur insgesamt zwölf Quotenplätze gibt. Im Massenstart aber rechnet sich auch Heidegger etwas aus.
Ebenso spitzen Armin Hager und Viola Feichtner ein wenig auf diese Disziplin, sehen da ihre Olympiachance. Sein Debüt für Österreich gibt Floris Root. Der 21-Jährige hat niederländische Wurzeln, startet am Wochenende „in seiner zweiten Heimat“ am Thialf-Eisring über 1.000 m. Pyeongchang wird für ihn allerdings noch zu früh kommen.
Saisonkalender Eisschnelllauf 2017/18
- Olympia: Gangneung (10.-21.2.)
- Weltcup: Heerenveen (10.-12.11.), Stavanger (17.-19.11.), Calgary (1.-3.12.), Salt Lake City (8.-10.12.), Erfurt (19.-21.1.), Minsk (16.-17.3.)
- Einzelstrecken-EM: Kolomna (5.-7.1.)
- Sprint-WM: Changchun (3.-4.3.)
- Allround-WM: Amsterdam (10.-11.3.)
- Allround-ÖM: Innsbruck (16.-17.12.)
- Sprint-ÖM: Innsbruck (13.-14.1.)