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Sieg beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid

Janine Flock hat am Donnerstag einen Traumstart in den Olympiawinter erwischt. Die Tirolerin gewann am Donnerstag den Weltcup-Auftakt in Lake Placid und wiederholte damit ihren Vorjahressieg auf der Olympiabahn von 1932 und 1980. Für die EM-Zweite war es der insgesamt vierte Weltcup-Erfolg ihrer Karriere.

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Flock setzte sich gleich im ersten Lauf mit neuem Bahnrekord von 54,69 Sekunden an die Spitze, im zweiten Heat reichte der 28-Jährigen dann die neuntbeste Zeit, um die Kanadierin Elisabeth Vathje und die britische Olympiasiegerin Elizabeth Yarnold um 0,26 bzw. 0,33 Sekunden auf die Plätze zwei und drei zu verweisen.

„Brutal technisch, schnell und uneben“

Nach ihrem Vorjahressieg war Flock, die ihre ersten beiden Weltcup-Siege 2015 und 2016 in St. Moritz gefeiert hatte, „brutal heiß aufs Rennen“ gewesen und ließ es gleich im ersten Lauf „richtig fetzen“. „Mein heimliches Ziel war es ja, meinen Rekord vom letzten Jahr zu knacken. Ein super Gefühl, dass mir das wirklich gelungen ist. Das gibt mir total viel Sicherheit“, sagte Flock nach ihrem Erfolg. „Der vierte Weltcup-Sieg bestätigt meine Leistungen, die ich mir im Sommer erarbeitet habe. Auch das Material haben wir gut hinbekommen. Alles in allem war es einfach eine runde Geschichte hier.“

Flock mit Traumstart in neue Saison

Janine Flock ist perfekt in den Skeleton-Weltcup gestartet. Die Tirolerin wiederholte in Lake Placid ihren Vorjahressieg und stellte nebenbei auch noch einen neuen Bahnrekord auf.

Die schwierige Bahn im US-Bundesstaat New York liegt der Sportsoldatin aus Rum. „Sie ist brutal technisch, schnell und uneben. Es geht ordentlich zur Sache. Man muss sich richtig auf den Schlitten klemmen. Verliert man den Zug und die Position, schleudert es dich durch, und es ist schwierig, wieder in den Rhythmus zu finden“, beschreibt Flock die Charakteristik des Eiskanals in Lake Placid.

„Der zweite Lauf war voll ‚Kamikaze‘“

Wie hoch Flocks Ansprüche an sich selbst sind, zeigte ihre erste Reaktion zum zweiten Lauf, mit dem sie überhaupt nicht zufrieden war: „Also der zweite Lauf war voll ‚Kamikaze‘. Da sind die Probleme in Kurve 4 losgegangen. Dann ist das eine Kettenreaktion bis in die 7, da habe ich viel Zeit liegen lassen. Die 12 und 13 war auch nicht gut, aber ich habe den Vorsprung ins Ziel gerettet.“

Skeleton-Nationaltrainer Michael Grünberger war vom ersten Lauf seiner Topathletin beeindruckt: „Das war eine Fahrt aus einem Guss trotz des technischen Fehlers am Start. Das war eine der besten Fahrten von Janine im Weltcup. Die erste Aufgabe ist erfüllt, sie hat gezeigt, dass sportlich alles passt, und geht jetzt als Weltcup-Führende in diese Saison. Das stimmt uns positiv für die nächsten Aufgaben.“

Bei den drei Überseerennen - in der kommenden Woche wird in Park City, in der übernächsten in Whistler gefahren - wird die ehemalige Vizeweltmeisterin auch von Techniker Clemens Berauer unterstützt. „Der Support von Clemens ist großartig. Er richtet den Schlitten tipptopp her, macht nach jedem Training Materialkontrolle, checkt jede Schraube und Einstellung, hilft bei administrativen Arbeiten wie bei der Materialanalyse und dem Verfassen der Testprotokolle und, und, und ...“, betonte Flock, welch große Hilfe ihr Berauer ist.

Für die Skeleton-Herren beginnt die Weltcup-Saison am Freitag (14.30 Uhr MEZ, live in ORF Sport +), als einziger Österreicher ist Matthias Guggenberger am Start.

Skeleton-Weltcup-Auftakt in Lake Placid

Damen (zwei Läufe):
1. Janine Flock AUT 1:50,13
2. Elisabeth Vathje CAN + 0,26
3. Elizabeth Yarnold GBR 0,33
4. Jelena Nikitina RUS 0,35
5. Laura Deas GBR 0,56
6. Jane Channell CAN 0,60
7. Mirela Rahneva CAN 0,61
8. Jacqueline Lölling GER 0,62
9. Katie Uhlaender USA 0,68
10. Tina Hermann GER 0,84

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