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Schaub mit „Lucky Punch“ im Finish

Franco Foda hat im ersten Länderspiel seiner Teamchefära den ersten Sieg bejubeln dürfen. Gegen Uruguay errang das österreichische Nationalteam am Dienstag einen glücklichen 2:1-Heimerfolg. Louis Schaub gelang in der 87. Minute einer schwachen Partie der späte Siegestreffer. Der Rapidler sorgte damit für einen positiven Jahresabschluss und nach Erfolgen über Serbien und Moldawien - noch in der WM-Quali unter Fodas Vorgänger Marcel Koller - den dritten ÖFB-Sieg in Serie.

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Vor nur 11.700 Zuschauern hatte Marcel Sabitzer die Österreicher in der fünften Minute in Führung geschossen. Doch Uruguays Stürmerstar Edinson Cavani gelang in der zehnten Minute der schnelle Ausgleich. Danach waren die Gäste über weite Strecken gefährlicher, während Fodas Mannschaft spielerisch enttäuschte. Doch im Finish rettete Schaub den Tag. Er erzielte auch im vierten Ländermatch in Serie sein Tor und bescherte Foda den Startsieg.

Österreich besiegt Uruguay bei Foda-Debüt

Ein Freistoß von Louis Schaub geht an Freund und Feind vorbei und senkt sich zum 2:1 ins Netz.

Foda beginnt mit Lindner und Ulmer

Was den Startgoalie im ersten Länderspiel unter Foda betraf, war die Entscheidung des Neo-Cheftrainers zugunsten Heinz Lindners gefallen. Der Schweiz-Legionär hatte zuletzt auch unter Fodas Vorgänger Koller gegen Serbien und Moldawien das Tor der Österreicher gehütet. Auf der linken Abwehrseite gab Andreas Ulmer sein Comeback in der Nationalmannschaft. Vor drei Jahren beim 1:2 gegen Brasilien hatte der Salzburg-Verteidiger zuletzt für Österreich gespielt. Das System war ein 4-4-2 mit Marko Arnautovic als hängender Spitze neben Guido Burgstaller.

Siegestor von Österreich gegen Uruguay

ORF.at/Christian Öser

Schaub erwies sich als Einwechselspieler wieder als absoluter Glücksgriff

Die Vorgaben für sein Debüt hatte Foda öffentlich klar artikuliert. Kreativität, Aggressivität und eine aktive, mutige Spielweise hatte er von seiner Auswahl eingefordert. Trotz eher trister Atmosphäre und Kulisse im weiten Rund des Praterovals wurde das von seinen Spielern zu Beginn auch beherzigt. In den neuen roten Heimtrikots legten die Österreicher schwungvoll los und bescherten ihrem neuen Teamchef in der fünften Minute den Traumstart in seine Ära.

Frühe Führung hält nur kurz

Der linke Mittelfeld-Flügelmann Florian Kainz schickte Burgstaller mit einem Steilpass in den Strafraum. Dort scheiterte der Schalke-Stürmer zunächst an Uruguay-Keeper Martin Silva, kam aber gleich wieder an den Ball. Burgstaller spielte in die Mitte zu Sabitzer, der den Ball von der Strafraumgrenze flach in die linke Ecke schoss. Foda durfte erstmals als Teamchef über ein Tor jubeln, dieses Hochgefühl allerdings nicht lange auskosten. Denn bereits in der zehnten Minute schlug Uruguay durch Superstar Cavani zurück.

Sabitzer mit der frühen Führung

Guido Burgstaller spielt nach einem gescheiterten Schussversuch überlegt für Marcel Sabitzer auf, der ins leere Tor zum 1:0 einschießt.

Jonathan Urretaviscaya schlug von rechts die Flanke, wobei ihm Österreichs rechter Außenverteidiger Moritz Bauer viel Zeit und Platz ließ. In der Mitte verschliefen die Innenverteidiger Kevin Danso und Aleksandar Dragovic den heranstürmenden Cavani, der den Angriff aus dem Mittelfeld selbst eingeleitet hatte. Der PSG-Torjäger durfte am Fünfmeterraum unbedrängt köpfeln, und Lindner war geschlagen. Damit war es leider auch um den Anfangselan der ÖFB-Elf geschehen. Viele Abspielfehler und Schlampigkeiten schlichen sich in der Folge ein. Uruguay agierte ballsicherer und im Umschaltspiel wesentlich gefährlicher.

Cavani trifft per Kopf zum Ausgleich

Uruguays Stürmerstar Edinson Cavani erzielt per Kopf den schnellen Ausgleichstreffer zum 1:1.

Konter der Gäste weckten das Match nach einer schwachen Phase wieder auf. Giorgian de Arrascaeta tauchte gleich dreimal gefährlich im österreichischen Strafraum auf. In der 32. Minute traf die Nummer zehn der Gäste die Stange, nachdem er zentral im Strafraum inmitten der rot-weiß-roten Abwehr zum Abschluss gekommen war. Danso war auch bei dieser Aktion auf der sprichwörtlichen Seife gestanden. Cavani (39.) vergab noch einen „Sitzer“, nachdem Ulmer die gesamte linke Abwehrseite offen gelassen hatte, wobei Lindner den Ball mit einem starken Reflex mit den Fingerspitzen über die Latte gelenkt hatte. Das 1:1 zur Pause war glücklich.

Edinson Cavani (URU) schießt ein Tor gegen Österreich

ORF.at/Christian Öser

In dieser Situation ging Lindner als Sieger im Duell mit Cavani hervor

Müde zweite Hälfte mit „Lucky Punch“ im Finish

Unmittelbar nach der Halbzeit reagierte Foda auf die enttäuschende Vorstellung noch nicht. Personell unverändert ging es in die zweiten 45 Minuten seiner Amtszeit. Auch an der Tatsache, dass Uruguay technische wie spielerische Vorteile hatte, änderte sich wenig. Zumindest entwickelten die Österreicher nun aber wieder etwas mehr Zug nach vorne. Für Kainz kam nach etwa einer Stunde Schaub in die Partie. Bei einem Pass des bis dahin praktisch unsichtbaren Marko Arnautovic auf Burgstaller (60.) fehlte nicht viel zum Abschluss. Dennoch blieb es eine äußerst zähe Angelegenheit.

Die „Urus“ blieben gefährlich, wenn sie das Tempo anzogen, was nur noch selten vorkam. Die Österreicher plagten sich mehr, als sie spielten. Valentino Lazaro und Alessandro Schöpf ersetzten eine Viertelstunde vor Schluss Grillitsch und Burgstaller. Wenigstens sorgte Foda mit seinen Wechseln also für ein wenig Abwechslung. Auch sein Gegenüber Oscar Tabarez tauschte munter durch, so durfte unter anderen Torschütze Cavani seinen Arbeitstag nach 75 Minuten beenden. Bis in die Schlussphase tat sich danach so gut wie gar nichts mehr. Und als alle schon mit einem glanzlosen Remis rechneten, gelang Österreich doch noch der „Lucky Punch“.

Schaub setzt Torserie fort

Schaub drehte in der 87. Minute einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum. Der Ball flog an „Freund und Feind“ vorbei, kam vor dem Tor noch einmal auf und passierte schließlich den verdutzten Goalie Silva zum glücklichen 2:1. Foda jubelte in der Coachingzone, noch mehr aber Schaub. Der Rapidler setzte seine Trefferserie im Nationalteam fort, erzielte auch im vierten Länderspiel in Serie ein Tor. Die verbleibenden Minuten brachte man problemlos nach Hause. Die Ära Foda begann mit einem Erfolg.

Freundschaftliches Länderspiel

Dienstag:

Österreich - Uruguay 2:1 (1:1)

Wien, Ernst-Happel-Stadion, 11.700 Zuschauer, SR Bognar (HUN).

Torfolge:
1:0 Sabitzer ( 5.)
1:1 Cavani (10.)
2:1 Schaub (87./Freistoß)

Österreich: Lindner - Bauer, Danso, Dragovic, Ulmer - Sabitzer (90./Schwab), Baumgartlinger, Grillitsch (74./), Kainz (59./Schaub) - Burgstaller (74./Lazaro), Arnautovic (86./Alar)

Uruguay: M. Silva - Pereira, Gimenez, Godin, G. Silva - Urretaviscaya (68./Stuani), Vecino, Bentancur, Valverde (79./Lodeiro) - Cavani (75./Gomez), de Arrascaeta (63./C. Sanchez)

Gelbe Karten: Keine

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