Frankreichs Frauen gewinnen Gold

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Frankreich hat sich am Sonntag bei der Frauen-Handball-WM den Titel gesichert. Die Französinnen behielten im Endspiel in Hamburg gegen Norwegen knapp mit 23:21 die Oberhand und triumphierten zum zweiten Mal nach 2003 bei einer Weltmeisterschaft. Rang drei sicherten sich die Niederlande, die im kleinen Finale Schweden mit 24:21 bezwangen.

Jubel der französischen Handballerin Kalidiatou Niakate

APA/AFP/Patrik Stollarz

Nach zwei Galavorstellungen im Viertelfinale gegen Olympiasieger Russland und im Halbfinale gegen die Niederlande war Norwegen als Favorit ins Endspiel gegangen. Doch die Französinnen, die 1999 und 2011 jeweils das WM-Finale gegen die Skandinavierinnen verloren hatten, hielten von Beginn an dagegen.

Bis in die Schlussphase konnte sich kein Team einen entscheidenden Vorteil verschaffen, ehe Frankreich um die starke Torfrau Amadine Leynaud den Sieg kurz vor Schluss fixierte.

„Großartiger Moment“

Die Französinnen gewannen damit erstmals bei drei Großereignissen in Folge Medaillen. Nach Silber bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und Bronze bei der EM 2016 folgte nun mit dem WM-Titel der nächste große Höhepunkt. „Es ist ein großartiger Moment in der Geschichte unseres Verbandes. Wir sind unheimlich stolz, den Titel geholt zu haben. Die harte Arbeit wurde belohnt“, sagte Frankreichs Teamchef Olivier Krumbholz.

Insgesamt 237.000 Zuschauer besuchten die 84 Endrundenspiele in sechs deutschen Städten. Das ist der zweithöchste Wert nach der WM 2007 in Frankreich, wo 397.500 Besucher die damals 96 Spiele live verfolgten. IHF-Präsident Hassan Mustafa zeigte sich daher zum Abschluss sehr zufrieden. „Ein großes Lob an die deutschen Handballfans, die trotz des Ausscheidens ihrer Mannschaft in die Arenen gekommen sind“, sagte der Ägypter. „Es war eine großartig organisierte WM.“