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Erster Stockerlplatz für Feller

Marcel Hirscher hat das nächste Kapitel seiner Erfolgsgeschichte geschrieben. Der 28-jährige Salzburger ließ der Konkurrenz am Sonntag beim Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen keine Chance und fuhr seinen 55. Weltcup-Sieg heraus. Erstmals auf das Podest fuhr Manuel Feller, der in der Entscheidung Ted Ligety (USA) und Alexis Pinturault (FRA) abfing und mit 1,57 Sekunden Rückstand Zweiter wurde.

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Mit seinem zehnten Saisonsieg, dem vierten im Riesentorlauf, baute Hirscher nicht nur seine Führung im Gesamtweltcup auf den Norweger Henrik Kristoffersen, der Vierter wurde, auf 224 Punkte aus, sondern ist mit nun 55. Siegen auch alleiniger Rekordhalter vor ÖSV-Legende Hermann Maier. Nur Ingemar Stenmark hat mit 86 Siegen noch deutlich mehr als Hirscher. Die allgemeine rot-weiß-rote Bestmarke hält Annemarie Moser-Pröll mit 62 Weltcup-Erfolgen.

Österreichischer Doppelsieg in Garmisch

Marcel Hirscher (AUT) gewinnt den Riesenslalom von Garmisch vor Manuel Feller (AUT), der sich über seinen ersten Weltcup-Podestplatz freut, und Ted Ligety (USA).

„Sieg wird nie zur Routine“

„Ein Sieg wird zum Glück nie zur Routine, das wäre schade“, sagte Hirscher, der erstmals überhaupt zehn Siege in einem Winter einfahren konnte, im ORF-Interview. Deshalb betonte er einmal mehr, dass jeder Fahrer schlagbar ist. „Im Moment rennt es für mich einfach gut. Ich bin überglücklich und selbst überrascht, dass das heuer nach dem depperten Knöchelbruch so gut funktioniert.“ Dass er Maier in den Siegerlisten nun hinter sich gelassen hat, sei ein unglaubliches Privileg.

Herren-RTL in Garmisch

  • 1. Marcel Hirscher (AUT)
  • 2. Manuel Feller (AUT)
  • 3. Ted Ligety (USA)

„Dass es nach 55. Weltcup-Siegen auch noch weitergehen darf, ist einfach unglaublich“, betonte Hirscher. „Ich muss mich auch bei meinem Team bedanken, dass ich überhaupt so schnell fahren kann.“ Auch wenn er die anstrengenden Wochen spüre, denke er nicht daran, am Dienstag (17.45 Uhr, live in ORF eins) das City-Event in Stockholm auszulassen. „Ich bin auch müde, aber ich brauche jeden Punkt, den ich bekommen kann“, sagte der 28-Jährige, der andeutete, bei den Winterspielen in Pyeongchang auch in der Kombination an den Start gehen zu wollen.

„Zweiter Platz ist ein Wahnsinn“

Überglücklich war auch Feller nach seinem ersten Stockerlplatz. „Es ist unglaublich. Ich habe schon in der ganzen Saison gezeigt, dass ich gut fahren kann. Es haben sich aber immer wieder Fehler eingeschlichen“, freute sich der Tiroler im ORF-Interview. „Ich zweiten Durchgang habe ich nur gesagt: pushen, pushen, pushen. Der zweite Platz ist ein Wahnsinn.“

Die beiden weiteren ÖSV-Läufer, die im Finale dabei waren, hatten mit der Entscheidung auf der Kandahar-Piste, wo am Vortag bereits die Abfahrt über die Bühne gegangen war, nichts zu tun. Christian Hirschbühl, der als 30. gerade noch den Sprung in den zweiten Durchgang geschafft hatte, verbesserte sich um zwei Plätze und wurde 28. Johannes Strolz, Sohn von Olympiasieger Hubert Strolz, verlor nach einem Patzer viel Zeit, holte als 30. aber dennoch seine ersten Weltcup-Punkte.

Hirschbühl fährt als elfter Mann zu Olympia

Hirschbühl, der das Thema Olympische Spiele in Pyeongchang nach seinem Ausfall in Schladming eigentlich schon abgehakt hatte, schaffte dennoch den Sprung nach Südkorea. „Gestern hat mich Andi (ÖSV-Herren-Chef Andreas Puelacher, Anm.) zur Seite genommen und mir gesagt, dass ich der elfte Mann bin“, bestätigte der 27-jährige Vorarlberger im ORF-Interview. „Das ist natürlich sehr positiv und freut mich. Ich war sehr überrascht, weil ich eigentlich gedacht hatte, dass der Platz an die Abfahrer geht.“

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