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Ein emotionaler Abschluss in Aare

Marcel Hirscher hat in Aare den Lohn für seine herausragende Weltcup-Saison in Empfang genommen. Nach 13 Siegen und insgesamt 1.620 Punkten bekam der 29-jährige Salzburger am Sonntag seine siebente große Kristallkugel in Serie überreicht. „Ein wunderschönes Gefühl“, sagte Hirscher, einmal mehr von der Bedeutung dieses Erfolges überwältigt.

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Bei starkem Wind, der zur Absage des Damen-Riesentorlaufs und Herren-Slaloms geführt hatte, und Schneetreiben wurde Hirscher auch die kleine Kristallkugel für den Slalom überreicht. So schön die Siegerehrung auch war, wurde sie für den ÖSV-Star aufgrund der eisigen Temperaturen noch einmal zur Herausforderung. „Das war wohl das kälteste Finale in der Geschichte“, sagte Hirscher.

Große Kristallkugel für Marcel Hirscher

Zum siebenten Mal in Folge nimmt Marcel Hirscher die große Kristallkugel entgegen. Mit seinen 13 Saisonsiegen zog er mit den Skigrößen Ingemar Stenmark und Hermann Maier gleich.

Insgesamt hält der ÖSV-Star nun bei 17 Kugeln, sieben großen sowie je fünf kleinen für Slalom und RTL. Als weiteren Höhepunkt sicherte sich Hirscher in Pyeongchang zweimal Olympiagold. „Ich wundere mich oft, warum die Saison die beste meiner Karriere ist. Die Motivation war aber sehr groß. Ich habe mich nach der Verletzung wieder gefühlt wie 18, als ich der Junge im Weltcup-Team war, der versucht hat, in jedem Training zu pushen“, erklärte Hirscher.

Großes Lob von Chefcoach und Sportdirektor

Hirscher hat als zweitbester Athlet der Geschichte nun 58 Siege auf seinem Konto, auf Rekordhalter Ingemar Stenmark fehlen noch 28. „Die Ergebnisse von Marcel sprechen für sich, er geht wieder einmal in die Geschichte ein. Und das alles ohne große Vorbereitung nach der Verletzung“, sagte Herren-Chefcoach Andreas Puelacher. „So stark war er überhaupt noch nie. Da fehlen die Superlative. Großartig, was er leistet“, sagte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum.

Marcel Hirscher

GEPA/Andreas Pranter

Dekoriert mit der großen Kristallkugel posierte Marcel Hirscher in Aare für die Fotografen

Bevor es in den verdienten Urlaub geht, absolviert Hirscher noch bis Mittwoch Medien- und Sponsorentermine. Eine Entscheidung über seine Zukunft wird dabei noch nicht bekanntgegeben werden. Über den Sommer will Hirscher vor allem eine gute Zeit haben. „Und dann denkst du über neue Pläne nach. Es ist jetzt schwer zu sagen, was diese neuen Pläne sind. Aber ich muss weiterhin trainieren, ob ich nächstes Jahr im Weltcup starte oder nicht. Ich will fit sein, ich will ein Athlet sein für weitere Jahre“, erklärte Hirscher.

Wechsel zu Speed hätte volle ÖSV-Unterstützung

Pum stellte auch klar, dass Hirscher die volle Unterstützung von Verbandsseite bekommen werde, egal wofür er sich entscheide. Auch wenn es in Richtung Speed geht. „Er wird in jeder Hinsicht von uns unterstützt. Freilich fände auch ich Speed spannend. Es geht darum, dass er Ziele braucht. Und er muss es gern wollen und mit einer Freude machen, sonst funktioniert das nicht. Und wenn er das machen will, wird man alles tun, dass er das optimal machen kann.“

Hirscher selbst hält sich sämtliche Optionen offen. Die Bandbreite geht vom Rücktritt über Weitermachen wie bisher und dem Fokus auf technische Disziplinen sowie den Gesamtweltcup bis zum Wechsel auf die langen Latten, was besonders ein Wunsch von Puelacher wäre. „Das wäre natürlich sehr reizvoll. Ich glaube, es würde mir schon liegen, das habe ich schon öfters zeigen können. Dann heißt das aber definitiv: Gesamtweltcup ade. Aber eine neue Herausforderung“, hatte Hirscher gesagt.

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