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Arnautovic Klassenprimus in Luxemburg

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Jörg Siebenhandl: Befriedigend

Der Schlussmann von Sturm Graz hatte bei seinem Teamdebüt kaum etwas zu tun. Bei einem überhasteten Rückpass in der Anfangsphase ließ er seine Nervosität erahnen, in weiterer Folge leistete er sich unter Bedrängnis den einen oder anderen Risikopass. Sein Glück: Sie kamen stets an.

Moritz Bauer: Befriedigend

Der Rechtsverteidiger rückte zwar bei Ballbesitz wie erwartet auf, fand aber gegen die dicht gestaffelten Luxemburger Abwehrspieler offensiv so gut wie gar nicht statt. Defensiv leistete sich der Stoke-Verteidiger immerhin keinen Schnitzer. In der Vorwärtsbewegung ist er Konkurrent Stefan Lainer auf der Position jedoch unterlegen. In der Schlussphase entschärfte er mit einem Sliding Tackling die brenzligste Situation nach einem Luxemburger Gegenstoß.

Aleksandar Dragovic: Genügend

Dem Leicester-Legionär ist die mangelnde Spielpraxis anzusehen. Seine spieleröffnenden Pässe fanden meist keine Abnehmer. Dass sein Marktwert jenen des gesamten Luxemburger Kaders übertrifft, war seinem Spiel nicht anzusehen. Nach der Pause agierte er unauffällig - kein Nachteil für einen Innenverteidiger. Dennoch sind die Ansprüche angesichts seines Potenzials höher.

Sebastian Prödl: Gut

Der Abwehrchef glänzte als Vorlagengeber für Arnautovic und Retter in der Not gegen Rodrigues. Wenn Not am Mann war, behielt er die Übersicht und hatte je nach Notwendigkeit das eine oder andere Tackling im Köcher. Er verlieh mit seiner in der Premier League angeeigneten Körperlichkeit der Defensive die nötige Robustheit - und bewahrte sein Team kurz vor dem Schlusspfiff vor einem Gegentor.

Andreas Ulmer: Befriedigend

Defensiv solide, in der Offensive aber mangelte es an Harmonie im Zusammenspiel mit Kainz, weshalb vor allem zu Beginn zahlreiche Läufe in Richtung Grundlinie umsonst waren. Mit Fortdauer der Partie stabilisierte sich der Routinier und stellte seine Sturm- und Drangphase der Anfangsphase ab.

Valentino Lazaro: Befriedigend

Der technisch starke Hertha-Mittelfeldspieler lief sich ein ums andere Mal in zwei bis drei Gegenspielern fest. Die rechte Seite im Verbund mit Bauer blieb über weite Strecken harm- und wirkungslos. Immerhin wies der Offensivgeist eine gute Passquote auf, ehe er in der zweiten Hälfte Schöpf weichen musste.

Julian Baumgartlinger: Befriedigend

Der Kapitän war als Sechser und Box-to-Box-Spieler sehr fleißig, ergriff oft die Initiative und war ständig unterwegs und anspielbar. Er zog gemeinsam mit Prödl die Fäden und versuchte, dem österreichischen Spiel Struktur zu geben. Nach 65 Minuten bekam er die verdiente Pause - und wurde ausgewechselt.

Florian Grillitsch: Gut

Wirkte als Nebenmann von Baumgartlinger im defensiven Mittelfeld etwas orientierungslos, strahlte aber zu Beginn mit einem Weitschuss Torgefahr aus. Er nutzte in der Folge einen horrenden Fehler der Luxemburger Abwehr zum 2:0 aus - und agierte danach selbstbewusster, leistete sich kaum Ballverluste und fand meist Abnehmer für seine Pässe.

Florian Kainz: Genügend

Der Bremen-Legionär konnte seine Schnelligkeit kaum ausspielen, weil sich die Luxemburger in der eigenen Hälfte einigelten. Dennoch: In Hälfte eins begannen so gut wie alle gefährlichen Aktionen von seiner linken Seite - auch dank des nach links abkippenden Arnautovic. In der zweiten Hälfte tauchte er völlig ab - und wurde nach etwas mehr als einer Stunde für Louis Schaub ausgewechselt.

Michael Gregoritsch: Gut

Der Augsburger Torjäger war im Angriff zunächst kaum zu sehen. Dem 21-Jährigen mangelte es nicht an Einsatz, aber an präzisen Zuspielen. Erst wenn Arnautovic auf die Seiten auswich, fand er Räume, in die er vorstoßen konnte. Er stellte in der zweiten Hälfte unter Beweis, dass er Freistöße treten kann und nicht vor Kollisionen mit gegnerischen Torhütern zurückschreckt. Sein erster Länderspieltreffer ist der Lohn für seinen harten Einsatz.

Marko Arnautovic: Sehr Gut

Der West-Ham-Angreifer begann in einer neuen Rolle als Stoßstürmer und bewies mit dem frühen Führungstreffer seine technische Klasse. Wenn er auf die Seite auswich, provozierte er Fehler der Luxemburger Hintermannschaft. Er legte in der zweiten Hälfte das 3:0 von Gregoritsch nach einem Alleingang per Lupfer vor - und unterstrich damit, dass er Dreh- und Angelpunkt des österreichischen Spiels ist.

Alessandro Schöpf: Befriedigend

Der Schalke-Legionär, der in Fodas System keine Stammposition innehat, übernahm eine Aufgabe im zentralen Mittelfeld. In seinen knapp 30 Einsatzminuten verteilte er wie vorgesehen die Bälle, ohne mit dynamischen Vorstößen auffällig werden zu können. Er scheint seine Rolle im Nationalteam noch nicht gefunden zu haben.

Louis Schaub: Gut

Der Rapid-Offensivspieler versuchte gleich nach seiner Einwechslung, neuen Schwung ins Spiel zu bringen und die Luxemburger bereits in deren Hälfte unter Druck zu setzen. Seine Bemühungen wären zunächst beinahe mit dem 4:0 belohnt worden. Kurz vor Schluss durfte er dennoch jubeln - er verwertete einen Assist von Teamdebütant Zulj.

Xaver Schlager: Befriedigend

Der Salzburger übernahm die Position von Kapitän Baumgartlinger und interpretierte diese einen Deut defensiver, aber nicht weniger solide. Ein fehlerfreier Auftritt in seinem zweiten Länderspiel - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Peter Zulj: Zu kurz eingesetzt

Der Sturm-Spieler kam erst im Finish ins Spiel, stellte sich aber mit dem Assist zum 4:0 durch Schaub in seinem ÖFB-Debüt exzellent ein. Für eine eingehendere Beurteilung wurde er aber zu kurz eingesetzt.

Guido Burgstaller

Zu kurz eingesetzt

Stefan Hierländer (Teamdebüt)

Zu kurz eingesetzt

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