Siebenter Sieg im achten Frühjahrsspiel
Titelverteidiger Red Bull Salzburg schafft den Spagat zwischen Europa League und tipico-Bundesliga weiterhin völlig problemlos. Fünf Tage vor dem Viertelfinal-Auftritt bei Lazio Rom feierten die „Bullen“ am Samstag einen 2:0-Heimsieg über einen defensiv starken RZ Pellets WAC und liegen weiter acht Punkte vor ihrem ersten Verfolger Sturm Graz an der Tabellenspitze.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Ein Foulelfmeter von Valon Berisha (39.) und der 17. Saisontreffer von Munas Dabbur (82.), der damit die Torschützenliste weiter anführt, brachten die Entscheidung zugunsten der Hausherren, die nunmehr 36 Pflichtspiele ungeschlagen sind und den siebenten Sieg im achten Frühjahrsspiel errangen.

APA/KRUGFOTO
Der Elfmeter von Valon Berisha brachte die Salzburger knapp vor der Pause auf die Siegerstraße
Die Wolfsberger machten es Salzburg im ersten Spiel nach der Trennung von Heimo Pfeifenberger lange Zeit sehr schwer, hatte offensiv aber fast nichts zu bieten. Interimscoach Robert Ibertsberger musste die sechste Niederlage in Folge mit ansehen. Der Vorsprung auf Schlusslicht SKN St. Pölten beträgt freilich immer noch beruhigende zehn Punkte.
Salzburg - WAC 2:0 (1:0)
Torfolge: 1:0 Berisha (39./Elfmeter), 2:0 Dabbur (82.).
„Wölfe“ wehren sich tapfer
Salzburg-Coach Marco Rose schickte seine Truppe fast in Bestbesetzung aufs Feld, Takumi Minamino agierte im Mittelfeld für Xaver Schlager, vorne stürmte Fredrik Gulbrandsen für Hwang Hee Chan. Die Dominanz der Hausherren war über die gesamte Zeit erdrückend, allerdings gelang es kaum, das Abwehrbollwerk der „Wölfe“ mit gefährlichen Pässen aufzureißen.
Wenige Chancen waren die Folge, ein Missgeschick von Salzburg-Leihspieler Igor musste schließlich herhalten: Der Innenverteidiger traf an der Grundlinie nicht den Ball, sondern Amadou Haidara, Berisha netzte vom „Punkt“ gefühlvoll zum 1:0 ein.
Salzburgs „Geduldsspiel“ setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort, spannend wurde es nur kurz nach der Pause: Duje Caleta-Cars Kopfpass landete bei Majeed Ashimeru, die Salzburg-Leihgabe traf aus wenigen Metern aber das Tor nicht (48.). Salzburg musste nicht mehr allzu viel tun, ein merklicher Ruck ging noch einmal nach der Einwechslung von Schlager durch das Team. Bald danach prüfte der Neo-Teamspieler Alexander Kofler (70.). Der WAC-Goalie war im Finish auch bei Schüssen von Dabbur (73.) und Reinhold Yabo (75.) gefragt, entschärfte einen gefährlichen Kopfball von Stefan Lainer (77.), war aber gegen Dabbur nach Haidara-Assist machtlos.
Stimmen zum Spiel:
Marco Rose (Salzburg-Trainer): „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, wir haben aber schon besser gespielt. Nach zwei Wochen Pause ins entscheidende Viertel zu starten, war keine einfache Aufgabe. Die Mannschaft hat gegen einen massiv defensiv stehenden Gegner alles probiert. Das erste Tor hat etwas gelöst. Entscheidend war auch, dass die Mannschaft drangeblieben ist. Sie hat auch heute wieder Lust und Gier auf Erfolg gezeigt. Das ist schon außergewöhnlich.“
Robert Ibertsberger (WAC-Interimstrainer): „Wir haben eine extrem positive Leistung gezeigt, es war Leben da. Auf diese Leistung kann man aufbauen. Vor dem Spiel wurden wir teilweise belächelt, haben aber das Gegenteil bewiesen. Wir sind auch nach dem 0:1 stabil geblieben, hatten auch die Riesenchance durch Ashimeru. Eigentlich wäre der Plan gewesen, dann offensiver zu agieren, aber gerade da ist das 0:2 gefallen. Nächste Woche gegen Mattersburg werden wir die Sache anders angehen, denn wir wollen voll punkten.“
Tipico-Bundesliga, 28. Runde
Samstag:
Salzburg - WAC 2:0 (1:0)
Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 5.000 Zuschauer, SR Harkam
Torfolge:
1:0 Berisha (39./Elfmeter)
2:0 Dabbur (82.)
Salzburg: Walke - Lainer, Ramalho, Caleta-Car, Ulmer - Samassekou - Haidara, Minamino (65./X. Schlager), Valon Berisha (46./Yabo) - Gulbrandsen (83./Wolf), Dabbur
WAC: Kofler - Sollbauer, Rnic, Igor - Wernitznig, Rabitsch, Offenbacher, Ashimeru (72./Flecker), Palla - Ouedraogo (86./Gschweidl), Topcagic (63./Orgill)
Gelbe Karten: keine bzw. Ashimeru, Palla, Ouedraogo, Flecker
Die Besten: Ulmer, Dabbur, Haidara bzw. Kofler, Rnic
Links: