„Gezeigt, dass ich Seriensieger bin“
Antonio Conte hat sich freuen können. Der umstrittene Italiener gewann im Finale des englischen FA-Cups das Duell gegen den von ihm nicht gerade geliebten Amtskollegen Jose Mourinho und betrieb in seinem womöglich letzten Auftritt als Chelsea-Coach viel Eigenwerbung. Auf seine sichtliche Genugtuung nach dem 1:0 gegen Manchester United angesprochen, fand Conte deutliche Worte: „Ich habe gezeigt, dass ich ein Seriensieger bin.“
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Eden Hazard verwandelte im Wembley-Stadion in der 22. Minute einen Foulelfmeter und sorgte für den achten FA-Cupsieg der „Blues“. Doch nach dem Verpassen der Champions-League-Startplätze in der Premier League und dem Dauerstreit mit den Chelsea-Verantwortlichen hat Conte schlechte Karten. „Ich bin der Erste, der jede Entscheidung akzeptiert“, betonte der frühere italienische Nationaltrainer, der bei den „Blues“ noch einen Vertrag bis 2019 hat.
Chelsea-Fans in Wembley für Conte
Gleichzeitig stellte Conte klar, dass sich an seinen Standpunkten nichts ändern wird. „Nach zwei Jahren kennt mich der Club. Wenn sie weiter mit mir arbeiten wollen, wissen sie, was sie an mir haben. Ich kann mich nicht ändern“, sagte der ehemalige Juventus-Meistermacher, der nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr auch in seiner zweiten Spielzeit in England einen Titel holte. Chelseas Fans skandierten seinen Namen am Samstag nach dem erfolgreichen Saisonabschluss jedenfalls lange und laut.

APA/AP/Tim Ireland
Der FC Chelsea holte im legendären Wembley-Stadion in London den begehrten FA-Cup
Für Chelseas Kapitän Gary Cahill war klar, dass der Titel „die Saison gerettet hat“. Der zum Man of the Match gewählte deutsche Innenverteidiger Antonio Rüdiger wusste ebenso: „Gerade nach so einer Saison ist es enorm wichtig, einen Pokal hochzuhalten.“
Mourinho zwischen Gratulation und Lästern
Einen Titel hätte auch Jose Mourinho in dieser Saison mit Machester nur allzu gerne gewonnen. Der United-Trainer gratulierte seinem Widersacher nach dem Abpfiff artig. Für den Portugiesen war es erst die dritte Niederlage in 15 Cup-Finali als Trainer in Portugal, England, Italien und Spanien. Mourinho blieb damit in seinem zweiten Jahr bei den Red Devils ohne Trophäe, hat aber immerhin Rang zwei in der Premier League zu Buche stehen.
Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel sorgte Mourinho für überraschende Analysen, indem er vor allem die eigene Defensive lobte. Chelsea habe nur lange Bälle gespielt. „Das Bild, das von dem Spiel bleibt, ist, dass unser Torhüter David De Gea nicht einmal den Ball berührt hat. Er hat ihn nur berührt, um ihn aus dem Tor zu holen“, sagte Mourinho. Im Unterschied zu Conte muss sich „The Special One“ um seine Zukunft bei United keine Sorgen machen.
Links: