Mit Rekordsieger Robic gleichgezogen
Christoph Strasser hat am Mittwochnachmittag (Ortszeit) zum fünften Mal das Race Across America (RAAM) gewonnen. Nach dem Start am Dienstag vor einer Woche an der US-Westküste in Oceanside in Kalifornien kam der 35-jährige Steirer nach 4.940 Kilometern und einer Fahrzeit von acht Tagen, einer Stunde und 23 Minuten ins Ziel in Annapolis in Maryland.
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Strasser, der bereits 2011, 2013, 2014 und 2017 beim härtesten und längsten Radrennen der Welt triumphiert hatte, stellte damit den Rekord von Jure Robic ein. Der Slowene, der im Jahr 2010 bei einem Trainingsunfall tödlich verunglückte, gewann zwischen 2004 und 2010 ebenfalls fünfmal. Als Strasser das Ziel in Annapolis erreichte, lag Ralph Diseviscourt aus den Niederlanden als erster Verfolger mehr als 400 Meilen (643 km) zurück.
„Einfach unglaublich“
Strasser absolvierte die Strecke durch insgesamt zwölf US-Bundesstaaten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,65 km/h und stellte damit den zweitbesten Wert in der RAAM-Geschichte auf. Der Kurs war in diesem Jahr 140 Kilometer länger als bei seiner Rekordfahrt im Jahr 2014 (26,42 km/h).

Lupi Spuma
Einmal mehr war Christoph Strasser auf dem Weg von der West- zur Ostküste der USA eine Klasse für sich
„Es ist einfach unglaublich, dass ich mit Jure Robic gleichziehen konnte. Für mich war es das zweitschnellste RAAM aller Zeiten. Ich bin jetzt nur happy und froh, dass ich nach einem kurzen Erholungsschläfchen dann mit meiner tollen Mannschaft feiern kann“, sagte Strasser, nun fünffacher Sieger des Extremklassikers.
Regen wird zum Spielverderber
Der Steirer, seines Zeichens auch 24-Stunden-Weltmeister und Weltrekordhalter über 24 Stunden auf der Bahn und outdoor, schrammte auch nur knapp daran vorbei, es zum dritten Mal nach 2013 und 2014 unter acht Tagen ins Ziel zu schaffen. „Die Siebentagesmarke lag auch heuer in Reichweite, aber am letzten Tag machte mir starker Regen nach den Appalachen zu schaffen“, so Strasser, der in den vergangenen acht Tagen in zwölf Stopps auf insgesamt nur 8:18 Stunden Schlafpause kam.

Lupi Spuma
Trotz der Strapazen zauberte der fünfte Sieg ein Lächeln auf Strassers Gesicht
Dazu war die Strecke heuer um 140 Kilometer länger als noch 2013 und 2014. Auch der Umstand, dass die Konkurrenz heuer schon früh den Anschluss an den späteren Sieger verlor, wirkte sich auf die Jagd nach einer Zeit unter acht Tagen negativ aus, so Strasser: „Leider sind meine Konkurrenten heuer sehr schnell weggebrochen, und ich fuhr eigentlich einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Es ist schon verdammt hart, wenn du tagelang nur gegen den inneren Schweinehund und nicht gegen echte Konkurrenten fahren musst.“
Mauerhofer nach Unfall operiert
Glück im Unglück hatte Strassers steirischer Landsmann Thomas Mauerhofer, der am Dienstag an dritter Stelle liegend an einer Kreuzung von einem Auto angefahren worden war. Der 40-Jährige wurde laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ durch die Luft geschleudert und erlitt beim Aufprall einen Bruch des sechsten Halswirbels und eine Absplitterung.
Die Operation sei gut verlaufen, meldete Mauerhofers Team in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) aus den USA. Bei dem Eingriff seien drei Halswirbel miteinander verbunden und der abgesplitterte Teil entfernt worden. Neben Mauerhofer kam auch Franz Preihs nicht ins Ziel. Der Viertplatzierte des Jahres 2008 stieg nach rund 500 Meilen aus dem Rennen aus.
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