Lüttich möglicher Gegner von Sturm
Red Bull Salzburg hat für seinen Einstieg in die Qualifikation der Champions League am Montag ein gutes Los gezogen. Der Meister trifft in der dritten Runde entweder auf den Champion aus Mazedonien KF Shkendija oder den moldawischen Meister Sheriff Tiraspol. Das ergab die Auslosung des Meisterweges im UEFA-Hauptquartier in Nyon.
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Auf wen die „Bullen“, die es im Vorjahr bis ins Semifinale der Europa League geschafft hatten, bei ihrem elften Anlauf auf die Gruppenphase letztlich treffen, entscheidet sich erst nach dem Duell der beiden möglichen Gegner in der zweiten Runde. Das Hinspiel der dritten Runde geht jedenfalls am 7. oder 8. August in der Salzburger Heimarena in Wals-Siezenheim über die Bühne, das Rückspiel ist für 14. August angesetzt.
Sowohl Shkendija als auch Tiraspol haben bereits eine Qualirunde in den Beinen. Der zweifache mazedonische Meister und Cupsieger Shkendija setzte sich in der ersten Runde gegen die New Saints aus Wales trotz eines 5:0-Sieges im Hinspiel letztlich nur knapp durch. Das Rückspiel auswärts verloren die Mazedonier mit 0:4. Tiraspol, seines Zeichens 16-facher moldawischer Champion, war Torpedo Kutaisi aus Georgien aus dem Bewerb. Nach einer 1:2-Niederlage auswärts drehte Sherriff das Duell mit einem 3:0 daheim noch zu seinen Gunsten.
„Hätte schwierigere Lose gegeben“
Dass es sich um eine lösbare Aufgabe handelt, sahen auch die Vereinsverantwortlichen in einer ersten Reaktion so. „Ob es ein gutes Los ist, weiß man immer erst hinterher. Aber von der Papierform her hätte es schwierigere Lose gegeben. Dennoch muss man jedes Spiel erst spielen, im Fußball kann immer viel passieren“, sagte Sportdirektor Christoph Freund.
Trainer Marco Rose sagte: „Wir haben das Los so aufgenommen, wie wir jedes andere auch aufgenommen hätten. Wir fangen jetzt an, uns intensiver mit den Gegnern zu beschäftigen und werden beide Duelle natürlich genau analysieren.“ Besonders vor dem 16-fachen Meister aus Moldau, Sheriff Tiraspol, zeigten Trainer und Sportdirektor Respekt. Dieser sei „in Europa kein Unbekannter“, meinte Rose.
Erst ein Duell mit Österreich
In der vergangenen Saison stand Tiraspol in der Gruppenphase der Europa League und scheiterte in einer Gruppe mit Lokomotive Moskau und dem FC Kopenhagen nur knapp am Aufstieg. Das einzige Duell mit einem österreichischen Verein gab es 2002 mit dem GAK in der Champions-League-Qualifikation. Die Grazer behielten damals zweimal klar mit 4:1 auswärts und 2:0 zu Hause die Oberhand.
„Wir wissen über die Gegner nicht so viel. Die Länder im Osten haben in den letzten Jahren aufgeholt. Tiraspol hat vergangene Saison Legia Warschau ausgeschaltet. Die können schon Fußball spielen und haben sicher eine gute Mannschaft“, sagte Salzburgs Sportdirektor Freund. Tiraspol ist zwar Favorit im Zweitrundenduell mit Shkendija, unterschätzen wollen die Salzburger den mazedonischen Meister aber ebenfalls nicht. „Beide Teams sind Meister in ihren Ländern. Ich denke schon, dass dort Qualität da ist, und dass wir da gute Leistungen brauchen werden. Wir werden alles raushauen, was wir am Schläger haben“, sagte Rose.
Sturm winkt nächstes Kaliber
Vizemeister Sturm Graz winkt in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League das nächste Kaliber. Sollten die Steirer den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam ausschalten, wartet in der dritten Runde der belgische Traditionsclub Standard Lüttich. Das Hinspiel gegen Ajax steigt am Mittwoch auswärts in Amsterdam.
Das erste Match gegen die Belgier würde im Falle des Aufstieges am 7. oder 8. August in Lüttich stattfinden, das Rückspiel steigt dann am 14. August in Graz. Im Falle des Ausscheidens gegen Ajax spielt Sturm in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League weiter.
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