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Halbfinal-Sieg gegen Peter Wright

Mensur Suljovic greift nach seinem zweiten Titel bei einem Major-Turnier der Professional Darts Corporation (PDC). Der 46-jährige Wiener bezwang im Semifinale des World Matchplay, des zweitwichtigsten Turniers nach der WM, am Samstag in Blackpool Peter Wright mit 17:13 und trifft am Sonntagabend im Endspiel auf Gary Anderson und damit einen weiteren Schotten.

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„Ich bin im Finale! Danke an alle Fans, die mich unterstützen und mir durchs Match geholfen haben, morgen brauche ich eure Unterstützung gegen meinen Hero Gary Anderson. Ich glaub, ich mag Blackpool jetzt“, schrieb Suljovic auf Facebook. Er sei sehr nervös gewesen, habe sein Ziel aber jetzt erreicht. Alles, was komme, sei eine Draufgabe, aber er werde einhundert Prozent geben. „Ich mag Mensur, er ist ein Gentleman, aber ich hasse es, gegen ihn zu spielen“, sagte Anderson. „Ich denke, wir werden morgen einen anderen Mensur sehen.“

Im Halbfinale spielte der Weltranglistensechste Suljovic zwar nicht sein höchstes Niveau, profitierte aber von der eklatanten Schwäche der Nummer zwei der Welt. „The Gentle“ geriet rasch mit 1:3 in Rückstand, gewann dann jedoch die Oberhand und ging mit Führungen von 6:4 und 9:6 in die zweite bzw. dritte Pause. „Snakebite“ Wright kämpfte sich allerdings wieder heran und glich zum 10:10 aus.

Matchdart auf Doppel-14

Suljovic, dessen erster Major-Sieg im Vorjahr der Erfolg bei der Champions League in Cardiff war, ließ sich von der Aufholjagd des Schotten aber nicht beeindrucken und zog erneut auf 14:10 davon. Wright konnte noch auf 13:16 verkürzen, mit seinem zweiten Matchdart auf sein Lieblingsdoppel 14 beendete der Österreicher aber die Partie.

Wright, der im Vorjahr in Blackpool erst im Finale gegen Englands Darts-Legende Phil Taylor verloren hatte, kam auf einen für seine Verhältnisse schwachen Dreierschnitt von 88,68 Punkten, Suljovic warf einen Average von 90,16. Die Checkout-Raten lagen mit 38,64 Prozent (Suljovic) bzw. 37,14 Prozent (Wright) nahe beieinander. Nach dem Anfang Jänner zurückgetretenen Phil Taylor, seines Zeichens 16-facher Weltmeister und 16-facher World-Matchplay-Sieger, ist seit heuer auch die Siegestrophäe in Blackpool benannt.

Anderson entzaubert de Zwaan

Der zweifache Weltmeister Anderson entzauberte im Halbfinale den niederländischen Sensationsmann Jeffrey de Zwaan, der in der ersten Runde seinen Landsmann und Weltranglistenersten Michael van Gerwen ausgeschaltet hatte, mit 17:12. „The Flying Scotsman“ hatte zuvor im Viertelfinale gegen den Engländer Joe Cullen bereits für einen Neundarter gesorgt, also ein perfektes Leg, in dem er mit nur neun Würfen die geforderten 501 Punkte erzielte.

Gegen de Zwaan, nur die Nummer 68 im PDC-Ranking, glänzte der Weltranglistenvierte mit einem Average von 106,06 und 16 180er-Aufnahmen (De Zwaan: 99,12/neun). „The Black Cobra“ darf sich nach seinem bisher größten Erfolg mit einem Preisgeld von 30.000 Pfund (33.700 Euro) trösten. Anderson hat wie Suljovic 55.000 Pfund (61.700 Euro) sicher, der Sieger erhält 115.000 Pfund (129.000 Euro).

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