Späte Tore von Ramalho und Dabbur
Meister Red Bull Salzburg hat zum Auftakt der zweiten Runde in der tipico-Bundesliga am Samstag beim SV Mattersburg einen hart erkämpften 2:0-Last-Minute-Sieg gefeiert. Nachdem man über 90 Minuten erfolglos gegen das Defensivbollwerk der Burgenländer angelaufen war, erlösten Andre Ramalho (93.) und Munas Dabbur (95.) die „Bullen“ erst in der Nachspielzeit.
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Das Duo sorgte damit nicht nur für die vorläufige Tabellenführung der Salzburger, sondern auch für eine gelungene Generalprobe für die Champions-League-Qualifikation. Dort empfängt man am Mittwoch (19.00 Uhr) im Drittrundenhinspiel den mazedonischen Meister Skendija Tetovo.

APA/EXPA/Thomas Haumer
Andre Ramalho (M.) und Munas Dabbur (r.) sorgten für späten Salzburger Jubel in Mattersburg
Die auffälligste Änderung in der Salzburg-Elf fand in der Defensive statt: Stefan Lainer, der zum Auftakt seiner Enttäuschung über den geplatzten Wechsel zum SSC Napoli Luft gemacht hatte, fehlte erkrankt. Weil auch Patrick Farkas (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung stand, agierte der eigentlich zentrale Mittelfeldmann Enock Mwepu an seiner Stelle. Neuzugang Zlatko Junuzovic spielte erstmals in der Liga von Beginn an, im Sturm war neben Dabbur auch Reinhold Yabo zu Gange.
Mattersburg - Salzburg 0:2 (0:0)
Pappelstadion, SR Weinberger; Tore: Ramalho (93.), Dabbur (95.)
Wenig Höhepunkte
Für Salzburg wurde es bei quälend hohen Temperaturen die erwartet mühsame Partie gegen eine massierte, körperbetont agierende Defensive. Lange vermochte man nicht, Gefahr aufzubauen - gut 73 Prozent Ballbesitz vor der Pause halfen nichts. Ein Köpfler von Dabbur aus spitzem Winkel, den Markus Kuster parierte (21.), und ein hauchdünn am Tor vorbeiziehender Weitschuss Xaver Schlagers (45.) blieben die einzig nennenswerten Aktionen - auch wenn die Gäste ab der 30. Minute deutlich druckvoller und gefährlicher agierten.
Dass es Mattersburgs Neuzugang Marko Kvasina war, der mit einem Knaller an die Oberlatte (44.) für die größte Chance bis dahin sorgte, war angesichts der offensiven Zurückhaltung der Burgenländer zumindest kurios.
Erst nach den Seitenwechsel suchten die Hausherren den Weg nach vorne, holten dabei immerhin ihre ersten beiden Eckbälle heraus. Die erste Chance aber fand Salzburg vor, nach einem schnellen Konter musste Kuster per Fuß gegen Hannes Wolf zur Ecke klären (56.), kurz darauf entschärfte er eine bedrohliche Yabo-Flanke (58.) und griff erfolgreich gegen Dabbur ein (63.).
Kuster erst in Nachspielzeit geschlagen
Von da an hatte Salzburg wieder das Kommando übernommen, zerbrach vorerst aber an der Abwehr der Burgenländer bzw. am eigenen Unvermögen: Meist fehlte die Präzision, und die Standards (insgesamt 14 Eckbälle) fielen größtenteils zu harmlos aus. Auch die Einwechslungen von Amadou Haidara, des zuletzt an Mattersburg verliehenen Smail Prevljak und des Japaners Takumi Minamino brachten nicht den gewünschten Erfolg.
Als die Zeit ablief, wurden Weitschüsse zum Mittel der Wahl. Kuster war vorerst aber gegen Haidara auf dem Posten (86.), Mwepus Versuch strich knapp am Tor vorbei (91.). Dann aber kam Ramalhos Schuss, der via Innenstange ins Tor prallte. Dabbur erhöhte zwei Minuten später nach einem Ballverlust der verzweifelt nach vorne stürmenden Mattersburger noch auf 2:0.
Stimmen zum Spiel:
Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): „Wir wollten Salzburg mit allen Mitteln, die wir haben, bekämpfen. Wir haben versucht, die Mitte zuzumachen, und haben es ihnen sehr schwergemacht. Das 0:1 in der 93. Minute ist sehr bitter, die Burschen sind richtig enttäuscht. Sie haben aber massive Moral gezeigt, man kann ihnen nichts vorwerfen. Es war ein verdienter Sieg Salzburgs. Wir haben uns vorne bei den wenigen Situationen nicht durchsetzen können. Heute dürfen wir enttäuscht sein, jetzt warten zwei schwierige Spiele.“
Marco Rose (Salzburg-Trainer): „Ich freue mich sehr für meine Jungs. Es war ein verdienter Sieg, obwohl er so spät zustande gekommen ist. Es ist schon ein bisschen Zufall, aber es spricht für Qualität und Mentalität meiner Mannschaft. Wir glauben bis zur letzten Minute daran.“
Tipico-Bundesliga, zweite Runde
Samstag:
Mattersburg - Salzburg 0:2 (0:0)
Pappelstadion, 3.500 Zuschauer, SR Weinberger
Torfolge:
0:1 Ramalho (93.)
0:2 Dabbur (95.)
Mattersburg: Kuster - Kerschbaumer, Malic, Ortiz (19./Mahrer), Renner - Salomon, Jano - Höller, Ertlthaler (65./Perlak), Gruber (57./Erhardt) - Kvasina
Salzburg: Stankovic - Mwepu, Pongracic, Ramalho, Ulmer - Samassekou - X. Schlager (62./Haidara), Wolf (79./Minamino), Junuzovic - Dabbur, Yabo (61./Prevljak)
Gelbe Karten: Salomon, Kvasina bzw. Wolf, Minamino
Die Besten: Kuster bzw. Schlager, Dabbur
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