Auch Brad Pitt unterstützt Bewerbung
Neben Ex-US-Präsident Bill Clinton unterstützt auch Hollywoodstar Brad Pitt die US-Doppelbewerbung für die WM-Endrunden 2018 und/oder 2022. Die beiden Aushängeschilder stehen an der Spitze einer langen Liste von Prominenten, die den „Soccer-Boom“ in den Staaten in die zweite WM-Austragung nach 1994 münden lassen wollen.
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„Fußball ist in den USA in den letzten Jahren extrem schnell gewachsen“, erklärte auch David Downs, Exekutivdirektor des amerikanischen Bewerbungskomitees. „Aber das Glas ist erst halb voll.“ Die Major League Soccer (MLS) hält sich mit spektakulären Transfers wie jenem von Thierry Henry zu Red Bull New York in den Schlagzeilen, nun soll besagtes Glas mit dem größten Turnier der Welt voll gemacht werden.

AP/Elise Amendola
Bill Clinton als Fan bei der WM in Südafrika
Seit Persönlichkeiten wie Bill Clinton, Brad Pitt, „Gouvernator“ Arnold Schwarzenegger, Ex-Außenminister Henry Kissinger und Kultregisseur Spike Lee die Werbetrommel rühren, ist auch die Begeisterung in der Bevölkerung sprunghaft gestiegen. Von 350.000 im Mai haben sich die Unterstützungserklärungen der US-Fans auf der offiziellen Homepage auf über 900.000 fast verdreifacht. Auch die starken Leistungen des US-Teams bei der WM in Südafrika trugen das ihrige dazu bei.
Millionen Dollar, Fans und TV-Zuschauer
Das unglückliche Ausscheiden im Achtelfinale gegen Ghana verfolgten 19,4 Millionen US-Bürger im TV mit, das bedeutete einen neuen „Soccer“-Rekord. Aber auch als Live-Event in den Stadien könnte eine WM in den USA für neue Rekorde sorgen. Die 21 Stadien in 18 Städten, die vorläufig in der Bewerbung genannt werden, haben ein durchschnittliches Fassungsvermögen von 77.000 Plätzen. Viele der potenziellen WM-Arenen werden das ganze Jahr über von den Football-Clubs der NFL genutzt.
Zu den „Host Cities“ gehören u. a. New York, Miami, Los Angeles, Washington und Baltimore. „Erhalten wir den Zuschlag, darf jede Austragungsstadt mit einem wirtschaftlichen Impuls von 400 bis 600 Millionen Dollar rechnen“, versprach Clinton zu Beginn seiner „Amtszeit“ als Vorsitzender der Bewerbung. „Außerdem sind über zwölf Prozent unserer Bevölkerung in die USA eingewandert und wollen sich bei der WM sicher die Mannschaft ihres Geburtslandes anschauen.“ Man könne daher bei jedem Spiel von enormem Zuschauerinteresse ausgehen.
WM 2030 in Uruguay und Argentinien?
Während in Nordamerika also realistischerweise um die WM 2022 gekämpft wird - 2018 darf man fast fix mit Europa rechnen - träumt man in Argentinien und Uruguay schon von der nächsten WM in Südamerika. 2030 soll die Endrunde gemeinsam ausgerichtet werden. Zum 100-jährigen Jubiläum der WM könnte sie nach 1930 zurück nach Montevideo kommen, FIFA-Präsident Sepp Blatter soll von dieser Idee jedenfalls begeistert sein.
Harald Hofstetter, ORF.at
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