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Großer Heimvorteil im kleinen Stadion

Für Red Bull Salzburg dürfte das Rückspiel der Champions-League-Qualifikation am Dienstag (20.45 Uhr, live in ORF1) zum Match in einem „Hexenkessel“ werden. Hapoel Tel Aviv trägt seine Heimspiele nicht im Nationalstadion Ramat Gan, sondern im eigenen, deutlich kleineren Bloomfield-Stadion aus.

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Das Bloomfield-Stadion ist kein Schmuckkästchen, dennoch tragen dort gleich drei israelische Erstligisten ihre Heimspiele aus - neben Hapoel auch der Stadtrivale Maccabi Tel Aviv und Bnei Yehuda. Bei internationalen Spielen lässt die UEFA im engen, nur auf einer Seite überdachten Oval trotz des 17.500-Zuschauer-Fassungsvermögens nur 13.000 Besucher zu. Das Heimspiel gegen Salzburg ist nach dem 3:2-Sieg der Israeli im Hinspiel längst ausverkauft.

„Dort noch eine Klasse stärker“

Hapoel hätte noch deutlich mehr Tickets verkaufen können, glaubt aber an den größeren Heimvorteil in der eigenen Arena in der Hafenstadt Jaffa bei Tel Aviv. „Hapoel wird dort wegen seiner frenetischen Fans noch eine Klasse stärker sein“, vermutete Salzburg-Stürmer Roman Wallner. Sollten die Israeli in die Champions League einziehen, müssten sie aber ins Ramat Gan wechseln, da die UEFA das Bloomfield für die „Königsklasse“ für untauglich hält. Im Ramat Gan hatte Salzburg im Vorjahr vor 40.000 Zuschauern gegen Maccabi Haifa eine 0:3-Abfuhr kassiert.

Hapoel Tel Aviv Fans

AP/Tara Todras-Whitehill

In Tel Avivs Fansektor brodelt es.

Verloren hat Hapoel zu Hause seit fast einem Jahr nicht mehr. Die letzte Heimniederlage im Bloomfield-Stadion datiert vom 21. September 2009 - 1:2 gegen Haifa. In der Gruppenphase der Europa League hatten die Israelis im Vorjahr alle ihre Heimspiele gewonnen, darunter ein eindrucksvolles 5:1 gegen Rapid gefeiert. Danach war ebenso wie für Salzburg (gegen Standard Lüttich) in der Runde der letzten 32 gegen Rubin Kasan das Aus gekommen.

Herzog erinnert sich mit Schaudern

Die Atmosphäre in israelischen Stadien ist einzigartig. Das hatte Österreichs Nationalteam schon 2001 in der WM-Qualifikation erlebt, als man dank eines Freistoßtreffers von Andreas Herzog zum 1:1 in der Nachspielzeit ins Play-off eingezogen war - und danach mit allerlei Gegenständen beworfen wurde. „Eine derart bösartig hitzige Atmosphäre wie bei diesem Spiel habe ich vorher und nachher in meiner Karriere nicht erlebt“, erinnert sich Herzog. Für die Salzburger geht es daher am Dienstag auch darum, von Anfang an kühlen Kopf zu bewahren.

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