Zwei hochkarätige Gegner
Nach der Wiederholung der Sensation gegen Aston Villa will Rapid auch in der Gruppenphase der UEFA Europa League für Furore sorgen. Dafür sind allerdings wieder Glanzleistungen wie beim 3:2 in Birmingham nötig. Die Hütteldorfer bekamen bei der Auslosung am Freitag in Monaco in der Gruppe L nämlich prominente Gegner zugelost.
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Auf Rapid warten mit dem zweifachen Meistercup-Sieger FC Porto und dem türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul (mit ÖFB-Teamspieler Ekrem Dag) zwei hochkarätige Gegner. Der dritte Konkurrent ist der 31-fache bulgarische Rekordmeister ZSKA Sofia. „Das ist eine sehr interessante Gruppe. Besiktas und Porto sind zwei Topnamen in Europa, Clubs mit Tradition, das sind auch die Favoriten“, sagte Kapitän Steffen Hofmann.
„Aber wir wollen ein weiteres Kapitel der grün-weißen Geschichte im Europacup schreiben. Wir freuen uns auf tolle Spiele im Europacup“, erklärte Hofmann. Der Erfolg gegen Aston Villa soll die Hütteldorfer jedenfalls beflügeln. „Was wir gestern geschafft haben, war eine ganz tolle Sache, gibt uns sicher Selbstvertrauen“, so der Rapid-Kapitän.

GEPA/Andreas Reichart
Hörtnagl: „Trauen uns weitere große Leistungen und Siege in Europa zu.“
Sportdirektor Hörtnagl sieht Chancen
Auch Sportdirektor Alfred Hörtnagl sieht die Portugiesen und Türken in der Favoritenrolle. „Mit Porto und Besiktas bekamen wir zwei international klingende Namen zugelost, ZSKA Sofia war in der Vergangenheit oftmaliger, bulgarischer Meister. Besiktas hat sich namentlich u. a. mit Real-Legende Guti sehr gut verstärkt, zudem spielen dort einige deutsche Spieler unter Trainer Bernd Schuster“, so Hörtnagl.
Dennoch sieht er nach den internationalen Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate auch Chancen. „Nach unseren internationalen Auftritten im letzten Jahr und heuer trauen wir uns auch weitere, große Leistungen und Siege in Europa zu“, erklärte der Sportdirektor.
Auftaktspiel in Porto
Im Vorjahr hat Rapid in der Europa League sensationell begonnen (3:0 gegen den HSV), die Gruppe mit Hapoel Tel Aviv, Hamburg und Celtic Glasgow dann aber mit fünf Punkten als Letzter beendet. Ein ähnlicher Traumstart wird jedenfalls schwer. Denn zunächst geht es im Drachenstadion von Porto gegen einen der erfolgreichsten europäischen Clubs.
Der FC Porto hat 1987 mit einem 2:1 im Finale im Happel-Stadion gegen den FC Bayern München den Meistercup gewonnen und 2004 mit einem 3:0 gegen AS Monaco die Champions League. Am 2. Dezember kehrt Porto, das sich im Play-off mit einen imposanten Gesamtscore von 7:2 im gegen Genk durchgesetzt hatte, an die Stätte des Triumphs von 1987 zurück, da Rapid seine Heimspiele im 50.000 Zuschauer fassenden Happel-Stadion austragen wird.
Trainiert wird der FC Porto, der im Sommer Joao Moutinho um die portugiesische Rekordsumme von elf Millionen Euro von Sporting verpflichtet hat, von Andre Villas-Boas. Der 32-Jährige war einst Assistent von Jose Mourinho bei Porto, Chelsea und Inter Mailand und soll die Blau-Weißen wieder zurück an die Spitze führen. Nach vier Meistertiteln in Folge hatte Porto in der vergangenen Saison nur Rang drei belegt.
Besiktas mit Schuster, Guti und Dag
Besiktas hat auf dem Platz und auf der Bank Stars. Der Verein von Ekrem Dag beendete die abgelaufene Saison nur auf Rang vier und holte in der Sommerpause mit Trainer Bernd Schuster und Mittelfeldstar Guti von Real Madrid zwei Topleute. Schuster soll laut Medienberichten ein Jahresgehalt von 2,6 Mio. Euro, Guti 2,7 Mio. erhalten. Der 33-Jährige hat seinen Stammclub Real Madrid nach 25 Jahren verlassen.

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Bei Besiktas spielt ÖFB-Legionär Ekrem Dag
Turbulente Zeiten bei ZSKA Sofia
Der Außenseiter der Gruppe kommt aus Sofia und hat turbulente Zeiten hinter sich. ZSKA Sofia machte in den vergangenen Monaten vor allem durch rasante Trainerwechsel Schlagzeilen. Derzeit hat Sascho Borisow das Kommando, er ist bereits der fünfte Trainer seit Jahresbeginn nach Luboslaw Penew, Ioan Andone, Interimstrainer Adalbert Safirow und Pawel Dotschew.
Auch sonst läuft nicht alles rund. Im Dezember 2008 hat der indische Millionär Pramod Mittal den Club nach nur zwei Jahren wieder verkauft. Im November forderte sogar der bulgarische Sportminister wegen hoher Schulden von ZSKA deren Lizenzentzug. Dennoch schaffte der einstige Armeeclub heuer souverän gegen Cliftonville (gesamt 5:1) und The New Saints (5:2) den Einzug in die Gruppenphase.
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