„Das ist ein Champions-League-Los“
Die Auslosung der UEFA Europa League hat Meister Red Bull Salzburg prominente Gegner beschert. Die „Bullen“ treffen in Gruppe A auf den italienischen Rekordmeister Juventus Turin, Englands Budgetkrösus Manchester City und den polnischen Meister Lech Posen. Das ergab die Auslosung am Freitag in Monaco. Den Auftakt macht am 16. September bereits das Heimspiel gegen das Starensemble von City.
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„Das ist ein Champions-League-Los, denn normal gehören Mannschaften wie Juve und ManCity dorthin. Das sind absolute Topclubs, gegen die wir großartige Spiele und ein ausverkauftes Stadion erwarten können“, erklärte Salzburg-Trainer Huub Stevens. „Es ist eine gute Gruppe, wir können von diesen Gegnern viel lernen.“
Respektable Ergebnisse trauen sich die Salzburger dennoch zu, hatten sie doch schon im Vorjahr in der Gruppenphase überrascht. „Das wird aber ganz schwierig, eine Riesenherausforderung“, erinnerte Stevens, der 1997 mit Schalke 04 den Vorgängerbewerb UEFA-Cup gewonnen hatte.
Sturms Out gegen Juve nicht als Maßstab nehmen
Mit Juventus kommt Italiens Rekordmeister in die Mozartstadt. Im Play-off hatte die „Alte Dame“ mit einiger Mühe Österreichs Cupsieger Sturm Graz ausgeschaltet. Das wollen die Salzburger aber nicht als Maßstab nehmen. „Da schauen wir nicht drauf, sondern auf unsere Qualitäten“, betonte Stevens. „Wenn wir die wie in Tel Aviv (1:1 in der Champions-League-Qualifikation gegen Hapoel, Anm.) abrufen, können wir sehr unangenehm für jeden Gegner sein.“
Der vermeintliche Topfavorit in der Gruppe ist Manchester City. Die Engländer sind durch ihren Eigentümer Mansour bin Zayed al Nahyan aus Abu Dhabi, der in den vergangenen zwei Jahren mehrere hundert Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben hat, der vermutlich reichste Club der Welt. Zuletzt hatten die Millionen etwa Yaya Toure vom FC Barcelona, Englands Teamspieler James Milner, Spaniens David Silva und Italiens Jungstar Mario Balotelli in die Eastlands von Manchester gelotst.
Manninger trifft auf seinen Ex-Club
Juventus hat ebenfalls wieder einmal einen Umbruch hinter sich. Mehrere Altstars wie David Trezeguet und Mauro Camoranesi stehen vor dem Absprung, dafür holte die „Alte Dame“ unter anderen den Serben Milos Krasic sowie die italienischen Teamspieler Alberto Aquilani, Simone Pepe und Leonardo Bonucci. Ersatzkeeper Alexander Manninger trifft auf seinen Ex-Club, hatte der Steirer doch 2005/06 auch ein Jahr in Salzburg das Tor gehütet.

GEPA/Andreas Reichart
Juve-Ersatzkeeper Alexander Manninger begegnet Ex-Club Salzburg.
Red Bulls Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer hatte die Auslosung mit den Spielern verfolgt, als WM-Star Diego Forlan als vorletzte Kugel aus dem dritten von vier Töpfen jene mit dem Zettel „FC Salzburg“ aus dem Topf gezogen hatte. „Es war richtig was los, eine super Stimmung. Wir haben laut aufgeschrien vor Jubel und Begeisterung. Gegen solche Spieler und Teams kannst Du nur lernen und Dich weiterentwickeln und das wollen wir schließlich auch ständig“, erzählte Beiersdorfer.
„Die Salzburger Festspiele werden verlängert“
„Die Spieler freuen sich riesig auf diese Aufgaben.“ Es handle sich zwar um die Europa League, doch „diesmal präsentiert sie sich aber im Champions-League-Gewand“. Etwas Besseres hätte gar nicht passieren können, „als gegen solche Mannschaften zu spielen. Die Salzburger Festspiele werden heuer in der Arena verlängert - statt Netrebko und Anne-Sophie Mutter werden dann (Alessandro, Amm.) Del Piero und (Carlos, Anm.) Tevez aufspielen“, verwies Beiersdorfer auf die Topstars von Juve und City.
„Diese Gruppe ist eine riesige sportliche Herausforderung“, meinte der Red-Bull-Sportdirektor. „Wir werden trotzdem unsere Chancen suchen und sind für die eine oder andere Überraschung gut, wenn wir mit der richtigen Einstellung und Passion in die Spiele gehen. Wir sind auf jeden Fall gefordert und müssen alles abrufen.“ Die Ziele sind hoch. „Wir wollen in der Gruppe bis zum Schluss mitreden“, sagte Beiersdorfer. Den Abschluss bildet am 16. Dezember das Heimspiel gegen Lech Posen, am 21. Oktober empfangen die Salzburger Juventus.
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