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Nichts zu gewinnen für Salzburg

Der FC Salzburg ist Donnerstagabend mit einer 0:2-Niederlage (0:1) gegen Manchester City in die Gruppe A der Europa League gestartet. Der österreichische Meister konnte vor 25.100 Zuschauern gegen das souverän agierende Starensemble aus der Premier League nur selten aufzeigen und verlor durch Tore von David Silva (8.) und Jo (63.).

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Es war die erste Niederlage für die Stevens-Elf in der Europa-League-Gruppenphase, nachdem im Vorjahr noch alle sechs Pool-Spiele gewonnen wurden. Damit setzte sich auch der Salzburger Negativtrend fort, in der heimischen Meisterschaft konnte bisher von fünf Partien auch erst eine gewonnen werden.

Das nächste Europa-League-Spiel bestreiten die „Bullen“ am 30. September auswärts gegen Lech Posen. Polens Meister holte im Parallelspiel ein 3:3 bei Juventus Turin. Alexander Manninger, der bei der „Alten Dame“ überraschend im Tor stand, musste sich dabei dem lettischen Stürmer Artjoms Rudnevs gleich dreimal geschlagen geben, wobei der Ausgleich erst in der 92. Minute fiel.

Stars auf der Bank, Stars auf dem Feld

Welche Mannschaft da in Salzburg antrat, wurde spätestens klar, als die Aufstellung bekannt wurde. Mit Shay Given, Micah Richards, James Milner, Shaun Wright-Phillips und Patrick Vieira nahmen Spieler auf der Ersatzbank Platz, deren Transferwerte wohl den vieler österreichischer Clubs übersteigt. Auf dem Feld fanden sich trotzdem noch Namen wie Carlos Tevez, David Silva, Nigel de Jong, Yaya und Kolo Toure und Wayne Bridge.

Schuss von David Silva (Manchester City)

ORF.at/Wolfgang Rieder

ManCity-Regisseur David Silva ließ die Salzburger öfters schlecht aussehen.

Bei Salzburg hatte Stevens eine Überraschung parat und bot Neuzugang Joaquin Boghossian anstelle des erwarteten Roman Wallner von Beginn an auf, statt Jakob Jantscher durfte Nikola Pokrivac sein Glück versuchen. Dieser Schachzug sollte jedoch seine Wirkung verfehlen.

Schnelles und leichtes 0:1

Salzburg versuchte erst gar nicht, die „Citizens“ an die Wand spielen zu wollen, überließ den Gästen den Platz. Die nahmen dankend an und spielten sich das 1:0 ohne große Gegenwehr der „Bullen“ heraus. Bridge, der nach einem Fußbruch erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, spielte zu Jo, der wiederum auf Silva weiterleitete. Der 30 Millionen Euro teure Neuzugang stand ganz allein und hatte keine Mühe, den Ball aus zwölf Metern ins Tor zu schieben (8.).

Salzburg wacht langsam auf

Salzburg fand anschließend besser in die Partie, doch die wenigen Angriffe wurden insgesamt zu langsam vorgetragen, ManCity konnte sich mit acht Spielern zurückziehen. Der österreichische Meister kam kaum zu Möglichkeiten. Zarate (27.) probierte es etwa mit einem Weitschuss, kurz darauf fiel ein Boghossian-Kopfball zu schwach aus. Doch diese Aktionen gaben den Salzburgern Mut, sie trauten sich jetzt mehr zu.

Beinahe folgte die Belohnung, doch ein verunglückter Sekagya-Schuss fiel in hohem Bogen nur auf die Oberkante der Latte (31.). Salzburg kam in Fahrt und mit ihm das Publikum. Die „Bullen“ spielten in dieser Phase nun schneller, versuchten den Ball direkter in die Spitzen zu befördern. Die Stevens-Elf hatte die anfängliche allzu große Vorsicht abgelegt. Mendes, Schiemer, Leitgeb und Zarate trugen das Spiel nach vorne.

Tremmel verhindert 0:2

Prompt ergaben sich Konterchancen für Manchester City, die größte vergab David Silva, als er mit einem Schupfer ins lange Eck an Gerhard Tremmel scheiterte (40.). Das 2:0 hätte mit ziemlicher Sicherheit die Vorentscheidung bedeutet. Für die Zuschauer entwickelte sich jedoch eine flotte, attraktive Partie. Bis zur Halbzeit hatte Salzburg auch in den wesentlichen Kategorien zu Manchester City aufgeschlossen, lediglich in der Torspalte stand noch die Null.

Ob die Salzburger wussten, dass zur selben Zeit Lech Posen in Turin bereits 2:1 gegen Juventus führte, ist fraglich, jedenfalls schien es, als wollten sie jetzt ebenfalls eine Überraschung schaffen. So verfehlte ein 20-Meter-Freistoß von Pokrivac nur knapp sein Ziel (49.) - einer der wenigen Glanzpunkte des 24-jährigen Kroaten.

Wallner und Jantscher sollen es besser machen

Das Spiel war dann auch für ihn und Boghossian, der sich erneut nicht in Szene setzen konnte, vorbei und Wallner und Jantscher sollten (54.) für noch mehr Schwung in der Offensive sorgen. Während Pokrivac sich noch seine Trainingsjacke holte, schlich der enttäuschte Boghossian unter den Pfiffen einiger Zuschauer mit ausdrucksloser Miene direkt in die Kabine. Der „Uru“ ist sichtlich noch nicht in Salzburg angekommen.

Tevez zieht die Fäden, Salzburg geht der Schmäh aus

Wie ein Stürmer zu agieren hat, demonstrierte dann Jo aufseiten Manchester Citys. Einen gut angetragenen Weitschuss von Tevez konnte Tremmel nur wegspringen lassen, der junge Brasilianer lauerte bereits darauf und staubte zum 2:0 ab (63.). Superstar Tevez glänzte nicht nur in dieser Szene als Vorbereiter, sondern beeindruckte bis zu seinem Austausch (79.) sowohl mit seinem spielerischen Umgang mit dem Ball wie auch mit seiner Laufbereitschaft.

Das zweite Tor von Manchester City gegen Salzburg

ORF.at/Wolfgang Rieder

Das zweite Tor von ManCity drückte die Überlegenheit auch in Zahlen aus.

Für Tevez kam übrigens Altstar Patrick Vieira, für Silva kam Wright-Phillips - was für Wechsel. Nach dem 2:0 spielte nur noch Manchester City, war sichtlich noch auf das 3:0 aus. Salzburgs Gegenwehr schrumpfte auf ein Minimum, der dritte Treffer fiel aber nicht. An die Chance auf das mögliche Anschlusstor glaubte im Stadion inklusive Spielfeld jedoch auch niemand mehr.

Martin Wagner, ORF.at aus Salzburg

Europa League, Gruppe A, 1. Spieltag

Donnerstag:

Salzburg - Manchester City 0:2 (0:1)

Stadion Wals-Siezenheim, 25.100 Zuschauer, SR Daloukas (GRE)

Torfolge:
0:1 Silva (8.)
0:2 Jo (63.)

Gelbe Karten: Wallner bzw. Kolo Toure

Salzburg: Tremmel - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Svento - Mendes (74./Augustinussen), Schiemer - Zarate, Leitgeb, Pokrivac (54./Jantscher) - Boghossian (54./Wallner)

Manchester City: Hart - Zapaleta, Kompany, Kolo Toure, Bridge (68./Boyata) - Silva (84./Wright-Phillips), Yaya Toure, De Jong, Barry - Tevez (79./Vieira), Jo

Juventus Turin - Lech Posen 3:3 (1:2)

Stadio Olimpico, SR Besborodow (RUS)

Torfolge:
0:1 Rudnevs (13./Elfer)
0:2 Rudnevs (30.)
1:2 Chiellini (45.)
2:2 Chiellini (50.)
3:2 Del Piero (68.)
3:3 Rudnevs (90.)

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