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Top 50 heuer noch möglich

Tamira Paszek hat ihr Karrieretief mit dem Turniersieg in Quebec endgültig überwunden. Vor zehn Tagen war die Vorarlbergerin als 196. gerade noch in den Top 200 der Welt, seit Montag gehört sie als WTA-92. wieder zu den besten 100. Auch für den Rest des Jahres hat die erst 19-Jährige freie Fahrt. Mit jedem Sieg schreibt Paszek an, sie hat keinen Punkt mehr zu verteidigen. Auch die Top 50 scheinen möglich zu sein.

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295 Punkte erhielt die Dornbirnerin für ihren zweiten Turniersieg nach Portoroz 2006, den sie als 15-Jährige errungen hatte. Dabei war sie in Quebec aus der Qualifikation gekommen und hatte insgesamt nicht weniger als acht Runden zu überstehen. Gemeinsam mit dem Zweitrundeneinzug bei den US Open holte sie im September bereits 455 Zähler. Auf die ersten 50 der Weltrangliste fehlen ihr 446 Punkte, das liegt im Bereich des Möglichen.

Harte Arbeit nach Absturz

Am Sonntag aber genoss Paszek vorerst einmal den lange vermissten Moment des großen Sieges. „Es ist überwältigend“, meinte sie. „Ich bin überglücklich. Immer wenn du ein Turnier zum ersten Mal gewinnst, erinnerst du dich ein Leben lang daran zurück.“

Österreichs bisher jüngste Fed-Cup-Spielerin arbeitete in den letzten Jahren während ihres auch verletzungsbedingten Absturzes bis auf Position 324 (Mai 2010) verbissen an ihrem Comeback. „Ich habe immer daran geglaubt, es schaffen zu können.“ Auch die unterlegene US-Finalgegnerin Bethanie Mattek-Sands zog den Hut vor der Österreicherin: „Sie ist eine wirklich starke Spielerin. Wenn Du aus der Quali heraus das Turnier gewinnst, hast du wirklich gut gespielt.“

Dank an Familie und Freunde

Bei der Siegerehrung bedankte sich Paszek für die Unterstützung: „Meine Familie und meine Freunde haben mich durch die harten Zeiten begleitet. Im Finale war es am Ende so hart. Es ist darauf angekommen, wer noch mehr kämpfen konnte. Ich war gegen Ende am Maximum.“ Besonders stolz war daher auch Trainervater Ariff Mohamed.

„Tamira hat in jedem Satz einen Rückstand aufgeholt. Ich bin glücklich“, so der Coach und Manager. Dem Vorstoß in der Weltrangliste maß er aber nicht so viel Bedeutung zu. „Wir gehen Schritt für Schritt. Die Zeit wird uns den Weg zeigen, es wartet noch viel Arbeit auf uns.“ Mit der fixen Teilnahme am Hauptbewerb der Australian Open sei laut Ariff Mohamed ein großes Ziel erreicht, nun könne seine Tochter ohne Druck spielen.

Antreten in Linz ungewiss

Nach einer zweiwöchigen Pause wird Paszek Anfang Oktober in Peking aufschlagen, für die dritte Oktober-Woche ist das Turnier in Luxemburg eingeplant. „Ob sie in Linz spielt, haben wir noch nicht entschieden“, erklärte Mohamed hinsichtlich des für die zweite Oktober-Woche angesetzten Generali Ladies. Allerdings nannte er bei den nächsten Turnieren auch ein 100.000-Dollar-Challenger in Belgien, das zeitgleich mit dem größten österreichischen Damen-Turnier stattfindet.

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