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Arnautovic ist „menschlich in Ordnung“

Nach dem mühevollen Auftaktsieg gegen Kasachstan stehen für Österreichs Nationalteam mit den Partien gegen Aserbaidschan (8. Oktober in Wien) und Belgien (12. Oktober in Brüssel) bereits die nächsten Aufgaben in der EM-Qualifikation vor der Tür. ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini nominierte dafür am Dienstag einen 23-Mann-Kader mit den Rückkehrern Marko Arnautovic und Paul Scharner.

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Der Bremen-Legionär steht im A-Team, obwohl er zuletzt bei seinem Club nicht mehr zu überzeugen vermochte und laut diversen Medienberichten rund um das EM-Qualispiel der U21-Mannschaft undiszipliniert aufgetreten war. Constantini entschied sich jedoch nach Telefonaten mit dem Deutschland-Legionär und U21-Teamchef Andreas Herzog, Arnautovic zu holen. „Er ist für mich menschlich in Ordnung und hat Potenzial im spielerischen Bereich“, erklärte der Nationaltrainer.

Von Scharner überzeugt

Auch Scharner, der wegen seiner langen Vereinssuche zuletzt nicht einberufen worden war, genießt das Vertrauen des Tirolers. „Ich bin von ihm überzeugt, auch wenn ihn der eine oder andere nicht so mag“, meinte Constantini. Eine Garantie für einen Platz im Mittelfeld, wie sie Scharner bei seinem neuen Club West Bromwich Albion erfolgreich einforderte, gibt es im Nationalteam aber nicht. „Bei mir spielt er dort, wo ich ihn hinstelle“, betonte der 55-Jährige.

Wackers Koch erstmals dabei

Erstmals mit von der Partie ist Fabian Koch. Der rechte Außenspieler wurde statt dem verletzten Ekrem Dag nominiert und hat gute Chancen, gegen Aserbaidschan sein Debüt im Nationalteam zu geben. „Er ist dabei, weil er bei Wacker beständige Leistungen bringt“, sagte Constantini. Italien-Legionär György Garics, der ebenfalls rechts in der Viererkette spielen könnte, sei für ihn nach den im November begonnenen Differenzen kein Thema mehr.

Mehr Stürmer als Mittelfeldspieler

Auffallend in Constantinis Kader ist auch die Tatsache, dass mehr Angreifer als Mittelfeldspieler nominiert wurden. Mit Arnautovic, Martin Harnik, Erwin Hoffer, Marc Janko, Roland Linz, Stefan Maierhofer und Roman Wallner sind gleich sieben Spieler vom ÖFB offiziell mit der Position Stürmer nominiert, aber nur sechs für das Mittelfeld. „Da sind einige Seitenspieler dabei“, erklärte Constantini mit Hinweis auf Arnautovic und Harnik.

Ein Fragezeichen steht allerdings hinter Janko. Der etatmäßige Einser-Stürmer und Kapitän hatte zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen und kam am Wochenende beim 2:2 seines Clubs Twente Enschede gegen Ajax Amsterdam erst in den letzten Minuten zum Einsatz. „Ich habe drei-, viermal probiert, ihn telefonisch zu erreichen, er hat nicht abgehoben. Wir werden sehen, in welcher Verfassung er ist“, sagte der Teamchef, der keine Angaben zur Nichtnominierung von Ümit Korkmaz und Christoph Leitgeb machte.

Antwort auf Aufstellungskritik

Zur Wehr setzte sich der Teamchef hingegen, was die Kritik an seiner Aufstellung gegen Kasachstan betrifft. Laut Constantini war immer geplant gewesen, in dieser Partie mit einer zurückhängenden Spitze anzutreten - nur die Entscheidung, dass Linz diese Position einnehmen sollte, sei ihm erst beim Radfahren wenige Stunden vor dem Anpfiff gefallen. „Jeder Trainer schaut sich zuerst die ganze Woche das Training an, bevor er entscheidet.“

Gegen Kasachstan war es dann ausgerechnet Linz, der das ÖFB-Team mit seinem Treffer in der 91. Minute erlöste und Constantini damit wohl den Job rettete. Gegen Aserbaidschan will sich der Coach ein neuerliches Geduldsspiel ersparen. „Wir haben eine ähnliche Ausgangsposition wie vor Kasachstan. Es werden drei Punkte erwartet, und dann geht’s nach Belgien“, analysierte Constantini.

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