Nächster Höhepunkt für Sensationsteam
Die Hochburg im deutschen Fußball heißt weiter Mainz 05. Das Sensationsteam schaffte am Samstag den siebenten Sieg in Serie und feierte damit den nächsten Höhepunkt des Erfolgslaufes. Mit dem 4:2 gegen 1899 Hoffenheim stellte das Team von Thomas Tuchel den Startrekord des FC Bayern München aus der Saison 1995/96 und des 1. FC Kaiserslautern aus der Spielzeit 2001/2002 ein.
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Angetrieben von der Erfolgseuphorie gelang den Mainzern vor 20.100 Zuschauern ein Traumstart. Bereits nach 100 Sekunden leitete Sami Allagui den nächsten Sieg der starken Gastgeber ein. Zwar gelang Hoffenheim der Ausgleich durch Demba Ba (40.), doch im zweiten Durchgang war der Spitzenreiter nicht mehr aufzuhalten. Adam Szalai (47.), der überragende Lewis Holtby mit einem abgefälschten Schuss aus spitzem Winkel (59.) und Andre Schürrle (74./Elfer) machten den nächsten Coup der Überraschungsmannschaft perfekt. Daran änderte der Anschluss durch Gylfi Sigurdsson (64.) nichts mehr.
Fuchs trifft die Stange
Christian Fuchs stand bei Mainz wieder in der Anfangsformation und hatte in der ersten Hälfte mit einem scharfen Freistoß, der von Hoffenheim-Goalie Tom Starke im letzten Moment an die Innenstange abgewehrt werden konnte, viel Pech. Andreas Ivanschitz wurde in der 87. Minute eingewechselt. Mit der Maximalausbeute von 21 Punkten baute der Karnevalsclub seine Tabellenführung vor Borussia Dortmund, das am Sonntag auf die Bayern trifft, weiter aus.

Reuters/Ralph Orlowski
Christian Fuchs ist ein wichtiger Baustein im Mainzer Erfolgspuzzle.
„Normal gehört dieser Moment der Mannschaft. Wenn aber das ganze Stadion deinen Namen ruft, dann gebietet es der Anstand, dem nachzukommen“, erklärte Mainz-Coach Thomas Tuchel, der nach dem Spiel auf den Zaun der Fankurve kletterte und mit den Fans feierte. Vom Titel spricht in Mainz trotz des Triumphzuges aber niemand. „Wir wissen das schon einzuordnen. Keiner hier in Mainz wird abheben“, versicherte Manager Christian Heidel, der wohl auch weiß, dass sowohl die Bayern als auch Kaiserslautern nach ihren sieben Startsiegen nicht Meister wurden.
Schalke wie ein Absteiger
Schalke 04 musste dagegen mit dem 1:2 beim 1. FC Nürnberg einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen. Drei Tage nach dem überzeugenden 2:0 gegen Benfica Lissabon in der Champions League spielte das Millionenensemble von Trainer Felix Magath fast wie ein Absteiger. Mike Frantz (62.) und Kapitän Andreas Wolf (84.) nutzten nach dem Platzverweis von Jermaine Jones (53.) die Chance und schossen den „Club“ nach elf Jahren zum ersten Sieg gegen maßlos enttäuschende Schalker.
Der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar (76.) hatte vor 48.500 Zuschauern im ausverkauften Nürnberger Stadion den zwischenzeitlichen Ausgleich für Schalke erzielt. „Ich bin völlig unzufrieden mit dem, was meine Mannschaft geboten hat“, stellte Schalke-Coach Felix Magath enttäuscht fest und prangerte vor allem die Patzer in der Defensive an: „Hinten haben wir katastrophale und völlig unerklärliche Fehler gemacht.“ Magath will nun die Länderspielpause nutzen, „um diese Niederlage zu verarbeiten. Wir müssen jetzt sehen, dass wir überhaupt punkten“.
HSV stoppt gegen Kaiserslautern Talfahrt
Der Hamburger SV konnte hingegen seine Talfahrt stoppen. Der 2:1-Erfolg gegen Kaiserslautern war der erste Sieg für die Hanseaten seit vier Spielen. Gojko Kacar (69.) und Eric-Maxim Choupo-Moting (84.) drehten die Begegnung, nachdem Srdjan Lakic (3.) den Aufsteiger mit seinem fünften Saisontor in Führung geschossen hatte. Anschließend waren Ivo Ilicevic und Martin Amedick an Latte und Pfosten gescheitert und hatten einen höheren Vorsprung verpasst.
Clemens Walch absolvierte auf der rechten Mittelfeldseite sein erstes Spiel von Beginn an im Kaiserslautern-Dress. Der 23-Jährige gewann sechs von 14 Zweikämpfen, war aber auch am Gegentreffer zum 1:1 beteiligt, verlor er doch das entscheidende Kopfball-Duell mit Kacar. Erwin Hoffer wurde von Coach Marco Kurz erst in der 86. Minute ins Spiel gebracht, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.
Siebente Runde
| Freitag, 1. Oktober: |
| Hannover |
St. Pauli |
0:1 |
| Samstag, 2. Oktober: |
| Mainz |
Hoffenheim |
4:2 |
| Hamburger SV |
Kaiserslautern |
2:1 |
| Nürnberg |
Schalke |
2:1 |
| Mönchengladbach |
Wolfsburg |
1:1 |
| Freiburg |
Köln |
3:2 |
| Sonntag, 3. Oktober: |
| Stuttgart |
Frankfurt |
1:2 |
| Leverkusen |
Bremen |
2:2 |
| Dortmund |
Bayern München |
2:0 |
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