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„Eine einzige Aktion entschied die Partie“

Sechs Wochen lang hat sich Wacker Innsbruck überraschend an der Tabellenspitze der tipp3-Bundesliga gehalten. Mit der 0:1-Niederlage gegen Red Bull Salzburg musste der Aufsteiger am Sonntagabend nach fünf Runden die Führung an Puntigamer Sturm Graz abgeben. Das Abrutschen auf den zweiten Platz ließ die Innsbrucker kalt, vielmehr schmerzte die Heimniederlage.

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„Auch wenn es uns niemand glaubt, wir haben über die Tabellenführung nie gesprochen, das wurde nur von außen hereingetragen“, sagte Wacker-Torhüter Pascal Grünwald. „Vielleicht hat es jetzt sogar etwas Gutes, dass wir mit der Führungsfrage nicht mehr konfrontiert werden“, meinte er. Bitter sei hingegen die Niederlage im in dieser Saison mit 15.500 Zuschauern bereits zum zweiten Mal ausverkauften Tivoli-Stadion, weil sie völlig unnötig war.

Innsbruck-Trainer Walter Kogler brachte die Niederlage gegen die „Bullen“ auf den Punkt, wenn er sagte: „Wir waren auf Augenhöhe mit dem Meister aus Salzburg, aber eine einzige Aktion entschied die Partie.“ Da hatte in der 48. Minute die Innsbrucker Abwehr geschlafen, Salzburgs Argentinier Gonzalo Zarate nützte die Gelegenheit zum Siegestreffer.

Nur ein Tor in den letzten vier Spielen

Ansonsten stand die Abwehr des Aufsteigers gegen den Meister aber recht sicher. Viel mehr Schwierigkeiten haben die Tiroler derzeit, Tore schießen. In den jüngsten vier Spielen durften sie nur einen Treffer (0:0 und 0:1 gegen Wr. Neustadt, 1:1 gegen Rapid, 0:1 gegen Salzburg) bejubeln, zwei Punkte aus diesen vier Partien sind die bescheidene Ausbeute.

„Es ist nicht mehr so einfach wie zu Saisonbeginn“, sagte Marcel Schreter, der selbst auch schon die Torschützenliste angeführt hatte. „Die Gegner stellen sich perfekt auf uns ein, nehmen uns ernst, mauern und machen die Räume eng. Da müssen wir jetzt durch, das ist ein Lernprozess.“ Doch Schreter ist für das „Rückspiel“ am Mittwoch, das Nachtragsspiel aus der zweiten Runde, zuversichtlich: „Was wir in Innsbruck verpasst haben, holen wir in Salzburg nach. Wir gewinnen“, kündigte er an.

„Wir haben verdient gewonnen“

Salzburg-Trainer Huub Stevens zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft, die nach dem 1:1 am Donnerstag in der UEFA Europa League gegen Juventus Turin das nächste positive Ergebnis verbuchen konnte, zufrieden. „Wir haben zwar nicht so souverän gespielt wie gegen Juventus. Die Innsbrucker haben es uns schwer gemacht mit ihrer großen Laufbereitschaft.“ Aber den Salzburgern glückte, was Innsbruck versagt blieb: das Goldtor. „Und so haben wir verdient gewonnen.“

Dass es bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) zum Rückspiel kommt, stört Stevens überhaupt nicht, im Gegenteil: „Das ist sogar wichtig für uns, das hilft uns, endlich den richtigen Rhythmus zu finden. Zu Saisonbeginn hat uns der gefehlt, und das brachte uns in Schwierigkeiten.“ Der Sieg über den Tabellenführer sei für den regierenden Meister sehr wichtig gewesen. „Wir wissen, dass wir noch einen langen Weg gehen müssen, aber der Erfolg in Innsbruck war nun die erste Hürde, die wir genommen haben“, freute sich Stevens.

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