„Durch Fehlentscheidungen bestraft“
Rapid hat den Aufwärtstrend nach dem 2:0 in der UEFA Europa League gegen ZSKA Sofia nicht in die tipp3-Bundesliga mitnehmen können. Dort mussten sich die Hütteldorfer am Sonntag zum dritten Mal in Folge mit einem Remis begnügen. Trainer Peter Pacult war mit dem 1:1 bei Magna Wiener Neustadt nicht zufrieden und ärgerte sich wieder einmal über die Leistungen des Schiedsrichters.
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Zudem muss Rapid in den nächsten Wochen auf Jan Vennegoor of Hesselink verzichten. Der niederländische Stürmer verletzte sich bereits nach einer Viertelstunde, Ultraschall- und MR-Untersuchungen am Montag ergaben eine wenig erfreuliche Diagnose. Vennegoor of Hesselink, der zuletzt in Sofia getroffen hatte, zog sich einen Muskelfasserriss im rechten Oberschenkel zu.
Schmerzhafter Rückschlag für die Hütteldorfer
Ein weiterer Rückschlag für die Rapidler, die derzeit keinen Lauf haben. Sie halten bei nur einem Sieg aus den jüngsten sieben Ligaspielen und liegen nach Verlustpunkten schon zehn Zähler hinter Tabellenführer Puntigamer Sturm Graz. Torhüter Raimund Hedl schmerzte daher der jüngste Punkteverlust. „Natürlich tut uns jeder Punkt, der uns nach oben fehlt, weh. Momentan ist im Blickfeld, so viele Punkte wie möglich zu holen und einen Lauf zu bekommen, wozu es dann am Ende reicht, wird man sehen“, so Hedl.
Den Hütteldorfern fehlte am Sonntag mit dem angeschlagenen Kapitän Steffen Hofmann sowie dem gesperrten Veli Kavlak die Kreativabteilung im Mittelfeld und ab der 15. Minute auch Solostürmer Vennegoor of Hesselink. Dennoch ging Rapid durch einen herrlichen Treffer von Markus Katzer in Führung (22.), doch nur vier Minuten später gelang Hannes Aigner durch den fragwürdigen Elfer nach Foul von Tanju Kayhan (sah dafür die Gelbe Karte) an Tomas Simkovic an der Strafraumgrenze der Ausgleich (26.). Das sollte letztlich den Ausschlag geben.
Referees gehen Pacult „langsam auf die Socken“
„Mit dem Unentschieden kann ich nicht leben, die Schiedsrichterentscheidungen gehen mir schön langsam auf die Socken. Das ist das zweite Spiel, das wir durch eine Fehlentscheidung mit zehn Mann beenden müssen. Der Aufwand der Mannschaft wird durch klare Fehlentscheidungen bestraft“, ärgerte sich Rapid-Trainer Pacult über Referee Thomas Prammer.

GEPA/Mario Kneisl
Pacult macht seinem Ärger Luft.
Seinen Spielern machte er keine Vorwürfe. „Ich muss der Mannschaft ein Lob aussprechen, wir haben am Donnerstag ein schweres Spiel gehabt und bis zum Schluss mitgefightet. Unter dem Strich werden wir aber nicht belohnt“, so Pacult, der das Ergebnis zwiespältig beurteilte.
„Wir haben nicht verloren, das ist für die Moral wichtig. Das hat uns aber in der Meisterschaft nicht weitergeholfen“, sagte der Rapid-Trainer, dessen Team in der Liga am Sonntag mit Meister Red Bull Salzburg auswärts und am 6. November mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Sturm zwei Spitzenspiele zu bestreiten hat.
Auch Rapid profitiert von Schiedsrichterentscheidung
Bei all der Kritik an Schiedsrichter Prammer profitierte auch Rapid von einer Entscheidung, die auch anders akzeptabel gewesen wäre. Bei einer Attacke von Katzer an Patrick Wolf (62.) sah der Unparteiische kein Elfer-Foul. „Der Elfmeter für Wr. Neustadt war durchaus vertretbar. In der zweiten Hälfte im Zweikampf zwischen Wolf und Katzer war es eine knappe Entscheidung, bei der man Elfmeter geben kann, aber nicht muss. Ich habe mich entschieden, weiterspielen zu lassen“, rechtfertigte Prammer seine Entscheidungen.
Wr.-Neustadt-Trainer Peter Schöttel sah das Remis daher mit gemischten Gefühlen. „Eigentlich ist vieles zu unseren Gunsten gelaufen, trotzdem haben wir es nicht geschafft zu gewinnen. Rapid ist aber nicht irgendwer, da muss man die Kirche im Dorf lassen. Man kann mit dem Punkt zufrieden sein. Wenn wir jetzt jammern, dass wir nur einen Punkt gegen Rapid gemacht haben, sind wir eh schon sehr weit“, sagte der langjährige Rapid-Verteidiger.
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